Etwa Drei Viertel des Buches habe ich regelrecht verschlungen, es bietet einen sehr interessanten Einblick in das Leben an einer Schule in einem französischen Problemviertel.
Sehr gut gefällt mir, dass der Lehrer kein Unser-Lehrer-Doktor-Specht-Verschnitt ist, sondern im Umgang mit den Schülern zum Teil gravierende Schwächen erkennen lässt.
Die Dialoge sind toll, der Leser kann sich alles gut vorstellen.
Zwei Dinge haben mich etwas gestört:
- Die einzelnen Abschnitte sind untereinander zum großen Teil austauschbar, da es keine fortschreitende Handlung gibt, sondern immer nur einzelne Szenen, die weitgehend unabhängig voneinander sind. Dadurch wirkt das Buch irgendwie unfertig, da auch die letzte Szene genauso gut in de Mitte des Buches hätte stehen können.
- Gegen Ende des Buches übertreibt es der Autor mit den Wiederholungen. Klar, dadruch soll die Monotonie des Alltags an jener Schule dargestellt werden, aber einige Dialoge ca. 5 Mal zu lesen, ohne dass sich etwas Wesentliches daran ändert, ist auf Dauer zu viel des Guten.
Trotzdem hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich es in 3 Tagen durchgelesen habe.