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Die Kinderfrau: Ein Fall für Kostas Charitos
 
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Die Kinderfrau: Ein Fall für Kostas Charitos [Broschiert]

Petros Markaris
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 4 (26. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257240414
  • ISBN-13: 978-3257240412
  • Originaltitel: Palia, poly palia
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.803 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Petros Markar?s
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Instanbul und Athen sind - neben Wien und Stuttgart - die wichtigen Stationen im Leben des Schriftstellers Petros Markaris. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sein Athener Kommissar Kostas Charitos einen Fuß nach Istanbul setzt. Eigentlich ist die Reise ins ehemalige Konstantinopel ein Ablenkungs- und Besänftigungsversuch, weil der Familiensegen schief hängt, seit Tochter Katerina ohne kirchlichen Segen geheiratet hat. Als Kostas Charitos aber in die Suche nach einer mordenden 90-Jährigen aus der griechischen Provinz verwickelt wird, ist ihm das dann wiederum zu viel Ablenkung - zumal er mit der türkischen Polizei zusammenarbeiten muss, der er äußerst skeptisch gegenüber steht. Doch immer neue Opfer und eine griechische Minderheit, die sich dem ermittelnden türkischen Kollegen Murat gegenüber verschlossen zeigt, erzwingen Charitos Aufmerksamkeit. Gemeinsam dringen er und Murat tief in die Geschichte der Pontusgriechen, ihrer Schikanierung und Vertreibung ein, denn das Motiv der uralten Mörderin scheint Rache zu sein. Wie bei Markaris üblich, ist auch der sechste Fall kein reißerischer Krimi, sondern ein mit Fakten und Überlegungen gespicktes Psychogramm seiner Figuren. Man wird am Ende vielleicht nicht das Gefühl haben, gerade einen Krimi gelesen zu haben - verschlingen wird man das Buch trotzdem. (kab) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Was in Istanbul geschah, ist nun viele Jahrzehnte her. Und doch findet die neunzigjährige Kinderfrau keine Ruhe sie hat noch alte Rechnungen zu begleichen. Kommissar Charitos folgt ihren Spuren: Sie führen nach Konstantinopel, in eine Vergangenheit mit zwei Gesichtern, einem schönen und einem hässlichen. Petros Markaris präsentiert mit 'Die Kinderfrau' einen Roman voll Nostalgie - sein bisher persönlichstes Buch.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In seinen bisherigen Kriminalromanen um den Athener Kommissar Kostas Charitos hat sich dessen Schöpfer, Petros Markaris, einer der bedeutendsten Autoren des gegenwärtigen Griechenlands, schon des Öfteren mit aktuellen und auch historischen politischen Fragen befasst. Diese Bücher haben Petros Markaris nicht nur einen Kultstatus unter einer gewissen Schicht der Krimileser verschafft, sondern auch das Bild Griechenlands bei ihnen geprägt. Ähnlich wie manche italienischen Autoren wie Camilleri ("Petros Markaris gefällt mit außerordentlich") und auch zuletzt immer stärker Gianrico Carofiglio, kritisiert Markaris mit viel Witz und hintergründigem Humor die Verhältnisse. Seine Analyse ist zuweilen scharf und beißend, und dennoch scheint er die griechischen Verhältnisse auch zu lieben und wirbt zwischendurch immer wieder um Verständnis beim Leser.

In seinem neuen Roman geht es nicht nur wie immer um Charitos' Verhältnis zu seiner Tochter und seiner starken und selbstbewussten Frau Adriani, sondern hauptsächlich um die bewegte Geschichte und das gespannte Verhältnis zwischen Griechen und Türken.

Nachdem Charitos' Tochter Katarina nur standesamtlich geheiratet hat und damit nicht nur ihre eigenen, sondern auch die Eltern ihres Mannes brüskiert hat, sucht Kostas zusammen mit Adriani mit einer Städtereise nach Istanbul Abstand zu gewinnen von diesem familiären Stress. Ein echter Genuss ist die Reise nicht, denn die anderen Mitglieder der Reisegruppe sind fast ausnahmslos schwierige Personen, in ihrer Art kaum zu ertragen, doch in der Schilderung durch Markaris ein geradezu köstlicher Lesegenuss.

Nach kurzer Zeit schon wird Kostas von einem Reisenden aus einer anderen Gruppe angesprochen und um Hilfe gebeten. Vassiliadis, so heißt der Mann, ist auf der Suche nach seiner früheren, mittlerweile 90 Jahre alten Kinderfrau namens Maria Chambou, eine Frau, die am Schwarzen Meer geboren wurde, also eine Pontusgriechin ist, die viele Jahre in Istanbul gelebt hat, wo sie wieder hin wollte, dort aber wahrscheinlich nie angekommen st.

Als sich kurze Zeit später herausstellt, dass Maria Chambou vor ihrer Abreise nach Istanbul ihren Bruder, mit dem sie zusammenlebte, mittels einer mit E 605 vergifteten Käsepitta, die sie herstellen konnte, wie keine zweite, vergiftet hat, bekommt Charitos von seinem Chef Gikas den Auftrag von griechischer Seite her zu ermitteln.

Als in Istanbul kurze Zeit später eine Angehörige der aussterbenden griechischen Minderheit auch mit einer durch E 605 angereicherten Käsepitta vergiftet aufgefunden wird, zeigt sich auch die türkische Polizei interessiert. Die Zusammenarbeit mit seinem türkischen Kollegen Murat Saglam gestaltet sich zunächst normal, was bedeutet, dass sie tiefstes, historisch begründetes Misstrauen gegeneinander hegen.

Doch zwei Dinge, die Markaris sensibel und eindrucksvoll beschreibt, verändern ihr Verhältnis ins Positive. Zum einen ermittelt Kostas wie gewohnt auch auf eigene Faust und Murat zeigt sich beeindruckt . Zum anderen entwickelt Murat durch die Reflexion seiner eigenen Geschichte als fremder Gastarbeiter in Deutschland ein Gespür und ein Verständnis für das Schicksal der griechischen Minderheit in der Türkei, die Kostas beeindrucken und die beide schließlich fast so etwas wie Freunde werden lässt.

Die Handlung des Buches ist spannend, auch wenn die Mörderin von Anfang an feststeht. Markaris greift mit diesem Roman die geschichtlichen und die aktuellen Konflikte zwischen Griechen und Türken auf, benennt die Tatsachen historischen Unrechtes, bedient aber keine Vorurteile, sondern versucht sie abzubauen. Niemals überdecken die historischen Informationen aber die Handlung des Romans, sodass man ihn zügig mit großem Genuss lesen kann, und am Ende dennoch etwa gelernt hat nicht nur über die Geschichte des Verhältnisses zwischen Griechen und Türken, sondern über die Situation von Minderheiten in verschiedenen Ländern überhaupt.

Das Buch ist, wie auch die anderen der Charitos -Reihe, nur zu empfehlen. Man greife auch zu seinem letzten Essayband "Wiederholungstäter" der leider wenig bekannt ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Karolyi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Kommissar Kostas Charitos hat mit seiner Frau Adriani eine Städtereise nach Istanbul gebucht. Als sich ein Reisender aus einer anderen Gruppe an ihn wendet, weil er auf der Suche nach seiner früheren, mittlerweile neunzigjährigen Kinderfrau ist, hält sich Charitos' Begeisterung in Grenzen: Wie soll er in Istanbul eine Greisin aus der griechischen Provinz finden, die am Schwarzen Meer geboren wurde, viele Jahre in Istanbul gelebt hat und nun zu einem Besuch dieser Stadt aufgebrochen, aber offensichtlich nie dort angekommen ist?
Alles ändert sich, als sich herausstellt, dass die alte Maria Chambou vor ihrer Abreise nach Istanbul offensichtlich ihren Bruder mit E 605 in einer ihrer wundervollen Käsepittas vergiftet hat. Charitos soll nun von griechischer Seite her ermitteln. Doch die türkischen Kollegen beginnen sich erst zu interessieren, als in Istanbul eine alte Angehörige der griechischen Minderheit tot aufgefunden wird: mit E 605 vergiftet, das in einer Käsepitta verabreicht wurde. Die Chambou ist allem Anschein nach sehr wohl in Istanbul eingetroffen.

Besonders reizvoll ist im vorliegenden Roman das Flair Istanbuls, bereichert um die speziellen Eigenheiten der winzigen griechischen Minderheit, das einen bunten Rahmen für den Roman bildet. Aber es geht bei diesem Rahmen auch um die Situation von Minderheiten in unterschiedlichen Ländern.
Die Handlung ist spannend gestaltet, auch wenn die Mörderin praktisch von Anfang an feststeht. Markaris hat authentische Charaktere kreiert, er weiß Stimmungen und Orte anschaulich und lebendig darzustellen und Spannung zu erzeugen.
Ein packender Krimi mit viel Lokalkolorit!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Biene Maya 2013 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Kostas Charitos, griechischer Polizeikommissar mit zahlreichen allzu menschlichen Schwächen, ist gemeinsam mit seiner Frau Adriani in den Urlaub nach Istanbul geflohen. Zuhause in Athen gibt es Ärger mit der Tochter, die partout nicht kirchlich, sondern standesamtlich heiraten will. Welch ein Skandal!
Und so verbringt Kostas seine Urlaubstage mit seiner zänkischen Gattin und einem Haufen schnatternder Touristen. Im Bus wird die Reisegruppe quer durch Istanbul gekarrt und muss auch noch langweilige Führungen über sich ergehen lassen.
Da ist es dem Kommissar ein mehr als willkommener Zufall, dass ihn ein Fremder aus Griechenland anspricht. Dieser ist auf der Suche nach seiner ehemaligen Kinderfrau, der mittlerweile 90-jährigen Maria Chambou. Bald kommt heraus, dass die Dame sich auf ihre alten Tage vorgenommen hat, alte Rechnungen zu begleichen - mit vergifteter Käsepitta. Zuerst musste der gemeine Bruder dran glauben, dann hat sich die Alte auf den Weg nach Istanbul begeben um dort als Racheengel in Erscheinung zu treten - oder gerade dies nicht zu tun, denn Maria Chambou scheint ein Phantom zu sein. Schnell steckt Kostas Charitos während seines Urlaubs tief in der Ermittlungsarbeit. Dabei treten einige "Altlasten" aus der Vergangenheit zu Tage. Konfliktlinien der griechisch-türkischen Vergangenheit werden offenbar und auch der griechische Kommissar braucht einige Zeit, bis das Verhältnis zu seinem türkischen Kollegen sich bessert. Schließlich entwickelt sich ein sehr fruchtbares Miteinander und sowohl die griechische als auch die türkische Seite nimmt die Chance wahr, sich mit Problemen aus der Vergangenheit aktiv auseinander zu setzen.

Das Buch bietet interessante Einblicke in die türkisch-griechischen Beziehungen und greift auch die Konfliktlinien auf. Markaris geht in meinen Augen recht behutsam vor. Er verurteilt nicht und versucht möglichst unterschiedliche Menschen zu Wort kommen zu lassen. Da gibt es den türkischen Kommissar, der lange Jahre in Deutschland gelebt hat und daher weiß, wie mit Minderheiten umgegangen wird. Es gibt die Griechen in Istanbul u.v.m.

"Die Kinderfrau" war mein erster "Kostas Charitos"-Krimi und ich bin mir sicher, dass ich auch noch weitere Bücher um den sympathischen Griechen mit dem leichten Hang zur Verfressenheit lesen werde. Sehr zu empfehlen!
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Eine unpassende Stimme verdirbt leider dieses Hörbuch
Ich hatte mich so auf dieses Hörbuch gefreut...Das Buch ist mir empfohlen worden und da es sich um eine ungekürzte Lesung handelt, war ich auf sieben CDs Hörgenuss... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Elke veröffentlicht
Urlaubspflichtlektüre/Krimi/Geschichte für Griechenland und...
Petros Markaris macht süchtig: Wieder ein Krimi für alle Griechenland-Fans, die auch mehr über Land und Leute wissen möchten. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Netzwerkerin veröffentlicht
Schnitzeljagd nach einem neunzigjährigen Racheengel
Kostas Charitos, Kommissar der Athener Polizei, macht eigentlich mit seiner Frau Adriani Urlaub in Istanbul, um Abstand von den familiären Problemen mit der gemeinsamen... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Ulf Borkowski veröffentlicht
Kurztrip nach Istanbul
Markaris' fünfter Roman um Kommissar Charitos ist eindeutig sein bester. Die Kriminalstory bleibt zwar eher unauffällig im Hintergrund, aber das macht nichts - viel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2010 von Pamela
Eine Vergangenheitsbewältigung
Wer sich eine Fortsetzung der drei vorangegangenen Kostas-Charitos-Krimis erwartet, der möge dieses Buch nicht kaufen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2010 von Zoltan Born
Melancholischer Krimi
Petros Markaris bleibt ungeschlagen, was Griechenlandkrimis angeht. Er versteht es wie kein anderer, die Griechen so zu beschreiben, wie sie in Wirklichkeit sind: Mürrisch,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2009 von Doktor Faust
Enttäuschend
Das ist nicht mehr der "alte" Markaris. Ich habe seine bisherigen Bücher von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juni 2009 von Golani
Petros Markaris hat mich auch diesmal nicht enttäuscht
Wieder ein Krimi aus der Feder von Petros Markaris, das Thema nahm mich sofort gefangen, weil einmal eine andere Sicht auf die für Griechenland und die Griechen Kleinasiens so... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2009 von Highlander-Leseratte
Sehr gutes Buch - wenn man Istanbul kennt.
Wie bei Makarios üblich, ist "Die Kinderfrau" mal wieder ein schöner, mal lustiger, mal nachdenklicher und insgesamt sehr erfreulich zu lesender Krimi geworden - wenn man... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2009 von L. Ticmanis
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