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Die Kinderfrage
 
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Die Kinderfrage [Taschenbuch]

Elisabeth Beck-Gernsheim , Elisabeth Beck- Gernsheim
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 10,90  
Taschenbuch, 2006 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 3 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406422624
  • ISBN-13: 978-3406422621
  • Größe und/oder Gewicht: 17,9 x 12,1 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.144.892 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Titel täuscht über den Inhalt ein wenig hinweg. Erwartet hatte ich ein Buch, daß sich mit dem Kinderwunsch als solches beschäftigt. Tatsächlich ist es ehr eine wissenschaftliche Abhandlung über den "Weg" der Frauen in den letzten 200 Jahren. Es wird recht deutlich und sachlich aufgezeigt, warum Frauen im derzeit "gebährfähigen Alter" überhaupt zwischen dem Konflikt Kind oder Karriere stehen. Ich hatte so einige Aha-Erlebnisse und bin zwischenzeitlich sogar wütend geworden ... wütend über das, was man (die Gesellschaft) vergangenen Generationen zugemutet hat. Jeder Politiker (männlich oder weiblich) sollte dieses Buch eigendlich gelesen haben. Es finden sich einige Ansatzpunkte um die deutsche Politik / Wirtschaft familienfreundlicher zu gestallten. Mein ganz persönliches Fazit (so banal das jetzt auch klingen mag): Die Kinderfrage ist nicht Frauensache, sondern mindestens zu 50 % auch Männersache (Männer sollten im gleichen Maße wie Frauen in der Karriere zurückstecken, wenn sie eine Familie haben wollen). Deshalb möchte ich auch gerade Männen dieses Buch empfehlen. Kein Angst, es ist kein "Männerhetzbuch".
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Elisabeth Beck-Gernsheim nähert sich in diesem Buch nicht nur an ein weitgehend tabuisiertes Thema - nämlich der Frage: Warum Frauen Kinder heute "planen"? - an, vielmehr durchleuchtet sie es auf mehreren Ebenen. Was bringt Frauen in der heutigen Zeit dazu, die Kinderfrage überhaupt zu stellen? Welchen Zwängen erliegen sie, wenn eigene Lebenspläne mit dem Kinderwunsch kollidieren? Kann die heutige Gesellschaft mit ihren Anforderungen in Bezug auf Leistungssteigerung Schritt halten mit individualisierten Lebensläufen, die nicht konform sein wollen? Wo ist heute Platz für Kind und "moderne" Frau gleichzeitig? Gibt es ihn überhaupt?
Das geplante Kind wird zur Regel. Eine weitere Anpassung an eine Gesellschaft, die "Störfaktoren" an den Rand schiebt. Kinder als Chaos, unkontrollierbare Faktoren. Wie leben Frauen heute mit diesem Widerspruch in sich?
Das Buch gibt Denkanstöße, zeigt Erfahrungsberichte und wirft einen erfreulich objektiven Blick auf die Situation von Frauen heute, die Orientierung suchen in einem schwer durchschaubaren Konglomerat von Ansprüchen, Erwartungen, Wünschen und Realitäten. Lebendig werden diese Anschauungen durch den darunter gelegten Hintergrund historischer Erfahrungen.
Ein absolut lesenswertes Buch für alle Frauen und Männer, die vor einer der wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens stehen: Kind ja oder nein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Problem nicht verstanden 1. Dezember 2009
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
Die Autorin geht der Frage nach, warum in unserer Gesellschaft heute so wenige Kinder geboren werden. Dabei betrachtet sie das Problem vor allem aus weiblicher Sicht. Ferner geht sie von der irrigen Annahme aus, dass Menschen gerne Kinder hätten, wenn die Verhältnisse nur ausreichend günstig wären. Entsprechend formuliert sie (die üblichen) Vorschläge, die sich um eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. eine stärkere männliche Beteiligung an der Familienarbeit ranken.

Leider verkennt sie dabei die besondere Situation von Sozialstaaten. Auch in Honigbienensozialstaaten gibt es eine strikte Arbeitsteilung zwischen primär produktiven (Arbeiterinnen) und reproduktiven (Königinnen) Tätigkeiten, in diesem Fall sogar unter den Weibchen. Es handelt sich dabei um keine Marotte der Natur, sondern um eine biologische Notwendigkeit, der ganz ähnlich auch menschliche Sozialstaaten unterliegen. Um es kurz zu machen: Wenn sich alle Arbeiterinnen sowohl an der gemeinsamen Nahrungsbeschaffung beteiligen würden als auch individuell beliebig viele Eier legen dürften, dann würden diejenigen Arbeiterinnen die meisten Nachkommen haben, die die wenigste Zeit für soziale Aufgaben verrichten. In der Folge würde sich der Insektensozialstaat auflösen, weil sich immer weniger Exemplare an den sozialen Aufgaben beteiligten. Unter genau dem gleichen Problem leidet auch unser Sozialstaat. Bedauerlicherweise tun Sozialwissenschaftler Argumente, deren Wurzeln in der Biologie liegen, oftmals vorschnell als Biologismus ab, was ein Fehler ist.

Einmal mehr ignoriert Beck-Gernsheim das Problem Mehrkindfamilie, die es aufgrund des in modernen Gesellschaften zu erwartenden hohen Anteils an Kinderlosen und Einkindfamilien, weiterhin in nennenswerten Anteilen geben muss. In solchen Familien fällt für gewöhnlich so viel Familienarbeit an, dass die Eltern (meist primär die Mutter) ihr berufliches Engagement reduzieren müssen. Der Familie entstehen dann mit jedem Kind zusätzliche Kosten, während gleichzeitig ihre Einnahmen sinken. Andere Autoren haben deshalb längst plausibel darauf hingewiesen, dass es sich bei der klassischen Ernährerfamilie (egal ob nun der Vater, die Mutter oder beide Elternteile die Ernährer sind) um ein patriarchalisches Konstrukt handelt, welches in der aktuell gelebten Ausschließlichkeit unter der Gleichberechtigung der Geschlechter nicht länger bestehen bleiben kann.

Nach der Lektüre blieb bei mir das schale Gefühl zurück, dass es der Autorin überhaupt nicht um Lösungsvorschläge für ein drängendes Problem ging, sondern um die Vertretung eines geschlechtspolitischen Standpunktes.
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