Ja, es ist schon schlimm, was so eine Kinderbibel alles anrichten kann... ... nicht nur, wenn sie christlichen Glauben in der Kinderseele weckt, sondern ein Leben vor Augen stellt, das Gottes Geboten entspricht und dadurch erzieherisch wirkt!
Die amtliche Religionspädagogik ist längst in eine Sackgasse geraten. Der Anspruch gelingender religiöser Kinderziehung wird heute (jedenfalls auf evangelischer Seite) kaum mehr eingelöst. Die Begegnung der Kinder mit der Bibel verkommt zum Experimentierfeld für alle möglichen "Neuansätze". Nur das "Korrekte", letztlich ideologisch Motivierte, passt in den Rahmen und wird zugelassen.
Dabei verdeckt das Verdikt über Autoren, die der Tradition verpflichtet sind, das eigene Versagen.
Viele der zeitgeistigen Erzeugnisse vermögen nicht zu überzeugen, sind größtenteils belanglos, oberflächlich und substanzlos. Zwangsläufig müssen sie hinter den Erwartungen zurückbleiben. Ein persönliches Verhältnis zu Jesus lässt mit ihnen nicht aufbauen.
Solange dieser Zustand fortdauert, ist es wichtig und richtig auf Anne de Vries' Kinderbibel zurückzugreifen. In ihrer "Zeitlosigkeit" wird sie auch heutigen Anforderungen mehr als gerecht. Die Sprache ist kindgerecht, aber nicht simpel, einfühlsam und keineswegs gefühlsschwer." Selbstverständlich ist ihre Aufgabe nicht eine "kritische" (das kann sie auch gar nicht sein), sondern das schlichte Nacherzählen die biblischen Geschichten und deren erlebnismäßiges Nachvollziehen. Auf dieser Grundlage werden Kinder weiter nach Gott fragen, in der Bibel suchen und so langsam aus der Unselbstständigkeit herauswachsen.
Dieses klassische Werk ist heute so ansprechend wie damals. Weil es grundsolide ist, wird es wird auch zukünftig seinen Weg zu den Herzen der Kinder finden.