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Jeder Tag auf Bullerbü ist ein kleines Abenteuer, das auch heute noch und immer wieder die Fantasie der Kinder aufs Neue anregt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Aus heutiger Sicht Spektakuläres passiert sicher nicht in Bullerbü, diesem kleinen schwedischen Dorf, das eigentlich nur aus drei Bauernhöfen besteht, dem Nord-, dem Mittel- und dem Südhof. Doch gerade das ist es, was den Leser in eine andere Welt führt, eine längst vergangene, da noch nicht die Hektik der heutigen Zeit und die leider viel zu häufig auftretende Kälte im menschlichen Miteinander herrschten, sondern vielmehr Ausgeglichenheit und Wärme, obwohl oder vielleicht auch gerade weil diese Leute sicherlich keine großen materiellen Güter hatten und denen Konsumrausch völlig fremd war. Sicherlich hatten auch die Kinder zur damaligen Zeit einmal Streit miteinander oder Kummer, doch herrschte ein herzlicherer Umgang miteinander.
Das ist es, was diese Bücher so liebens- und lesenswert macht! Dazu braucht es keine vorgekaute Abenteuererzählung, die zwar sicher spannend ist, doch m.E. nicht zu vergleichen mit den leiseren, philosophischen Tönen einer Astrid Lindgren.
Hauptcharaktere sind auch hier die Kinder mit der kleinen Lisa vom Mittelhof als Ich-Erzählerin, die von ihren aus heutiger Sicht harmlos anmutenden Abenteuern berichtet, von der Kartoffelernte, wie sie mit ihrer besten Freundin Inga (die mit ihrer älteren Schwester Britta auf dem Nordhof lebt) einkaufen geht und sie wieder und wieder zum Laden zurückkehren müssen, da sie immer etwas zu kaufen vergessen haben, sogar den Ring Bratwurst ("von der besten", wohlgemerkt), dessentwegen sie ursprünglich losgegangen waren, wie sie ihre kranke Mitschülerin Märta glücklich machen oder Kristin im Waldhaus besuchen.
Es sind liebevolle, charmante Kindheitserinnerungen der ruhigen Art, die jedoch eben deswegen hervorragend geeignet sind, die Phantasie anzuregen, sowie etwas über das Leben schwedischer Kinder in früheren Zeiten zu lernen, da noch mit Pferdefuhrwerken gefahren wurde und das Leben ruhiger und langsamer war, doch ganz bestimmt nicht langweilig.
Astrid Lindgren und ihre wunderschönen Erzählungen werden unvergeßlich bleiben.
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