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Die Kinder des Sysifos, Bd. 1: Ein Frühling irrer Hoffnung
 
 
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Die Kinder des Sysifos, Bd. 1: Ein Frühling irrer Hoffnung [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Erasmus Schöfer
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 493 Seiten
  • Verlag: Dittrich, Berlin; Auflage: 2. (1. März 2001)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3920862686
  • ISBN-13: 978-3920862682
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,4 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.831 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Erasmus Schöfer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Eine lebendige, szenisch anschauliche Darstellung der Ereignisse des Jahres 1968. Hier sind später sichtbar werdende Risse und Verwerfungen im Bewusstsein der Akteure noch überdeckt durch den begeisterten Aktionismus einer sich plötzlich als historische und revolutionäre Kraft verstehenden Generation. (Dieter Wellershoff)

Ein Zeitroman in dem jüngste deutsche Geschichte und persönliche Erfahrung des Autors verschmolzen sind, was dem Erzählten zu eindringlicher Authentizität verhilft. (Karl Otto Conrady)

Kurzbeschreibung

Das Jahr 1968: Viktor Bliss, Münchner Universitätsdozent und Lena Bliss, Gewandmeisterin an den Kammerspielen, werden aus ihrer bürgerlichen Genügsamkeit gerissen. 1968, das bedeutet: Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Unruhen nach dem Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke und die bevorstehende Verabschiedung der Notstandsgesetze. Frauenemanzipation, sexuelle Befreiung und Sturz der Autoritäten, all das hinterlässt auch in der persönlichen Beziehung von Lena und Viktor Bliss seine Spuren. Die Besetzung der Druckerei des Springer-Konzerns und der Streik an den Kammerspielen, an dem Therese Giehse, Peter Stein, Bruno Ganz und Edith Clever beteiligt sind, sind für sie ein weiterer dramatischer Höhepunkt. Auch in der Sprache dieses Romans werden Aufbruch und Experiment sichtbar. Erasmus Schöfers auf vier Bände angelegtes Werk "Die Kinder des Sisyfos" erzählt facettenreich und spannend den Lebensweg von Viktor Bliss und seinen Weggefährten zwischen 1968 und 1990. Schöfer schreibt nicht aus der Perspektive und Distanz von heute, sondern aus der Sicht der damals handelnden Personen: über ihre Versuche und Wagnisse, ihre Hoffnungen und Erfolge, ihre Selbsttäuschungen und Niederlagen. Die Geschichte der Linken dieses Landes zwischen 1968 und 1990 wird so von einem ihrer Zeitgenossen bewahrt. "Ein Frühling irrer Hoffnung" ist der erste in sich abgeschlossene Roman dieses vierteiligen Werkes."Eine lebendige, szenisch anschauliche Darstellung der Ereignisse des Jahres 1968. Hier sind später sichtbar werdende Risse und Verwerfungen im Bewusstsein der Akteure noch überdeckt durch den begeisterten Aktionismus einer sich plötzlich als historische und revolutionäre Kraft verstehenden Generation." (Dieter Wellershoff)
"Ein Zeitroman, in dem jüngste deutsche Geschichte und persönliche Erfahrung des Autors verschmolzen sind, was dem Erzählten zu eindringlicher Authentizität verhilft. (Karl Otto Conrady)Erasmus Schöfer, 1931 bei Berlin geboren und dort aufgewachsen, hat später in Köln, Freiburg, München, Neuss, in Paris und auf den Inseln Patmos und Ithaka als freier Schriftsteller gelebt. Er arbeitete mehrere Jahre in Berliner und Kölner Fabriken, promovierte in Bonn in Sprachwissenschaft und Philosophie, war einer der Gründer und Vorsitzender des "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt", Mitinitiator und Autor des "Industrietheater Der Wahre Anton" und Mitarbeiter im Bundesvorstand des Deutschen Schriftstellerverbandes (VS). Er ist seit 1980 Mitglied des Deutschen P.E.N.-Zentrums. Seine zahlreichen literarischen und publizistischen Arbeiten sind in Theatern, Rundfunkanstalten, Verlagen, Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht worden. Erasmus Schöfer lebt seit dreißig Jahren vorwiegend in Köln.

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Format:Gebundene Ausgabe
Wir Mitdreißiger wissen ja alles über die 68er ... Entweder haben wir heimlich Sympathie oder wir sind genervt, wenn wir von einem der alten Kämpfer als unpolitische Spaßgeneration beschimpft werden. Von Erasmus Schöfers Werk habe ich etwas ganz anderes mitgenommen: die Stimmung, in der sich Einzelne befunden haben: ein Student, seine Geliebte (?), ein Arbeiter. Ich habe viel gelesen vom Glauben an Veränderung, aber auch von der Angst vor den gewalthaften Auseinandersetzungen. Vor allem aber habe ich ein Stück überwältigende Literatur gelesen, denn Schöfer hat nicht einfach einen Zeitroman geschrieben. Nein, sein Thema hat die Sprache geformt. Und dann macht er das einfach in seiner eigenen Rechtschreibung, ohne dass es anstrengend wird. Ich empfehle das Buch rundum, weils gegen die allzu bequeme Melancholie hilft.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ein irgendwie geläuterter Achtundsechziger ist Außenminister geworden - und muss sich für seine Vergangenheit rechtfertigen; ein anderer sitzt als Grüner im Europa-Parlament. Wieder andere gehören auf andere Weise zum bundesdeutschen Establishment. Die Revolution, die eigentlich keine war, hat längst ihre Kinder entlassen, auch wenn immer mal wieder eine Debatte über die Zeit und ihre Folgen geführt wird - mit einem leicht nostalgischen Touch.

Erasmus Schöfer, Jahrgang 1931, widmet den Achtundsechzigern und ihren Folgen eine ganze Roman-Tetralogie: "Die Kinder des Sisyfos", deren erster Teil der vorliegende Titel "Ein Frühling irrer Hoffnung" ist. Schöfer hat diese Zeit als freier Schriftsteller in Köln, Freiburg, München, Paris und auf Ithaka miterlebt. Er war Fabrikarbeiter in Berlin und Köln, promovierte in Bonn, war Gründer des "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt", Mitarbeiter im Bundesvorstand des Deutschen Schriftstellerverbandes und Mitglied im Deutschen P.E.N.-Zentrum. Seit weit über dreißig Jahren lebt er vorwiegend in Köln. Man muss diese Biografie kennen, will man die eindringliche Authentizität, die stupende Kenntnis aus persönlicher Erfahrung heraus über Zeit und Geschehen, die diesen Roman kennzeichnen, recht würdigen.

Wir schreiben das Jahr 1968. Viktor und Lena Bliss - er Münchner Universitätsdozent, sie Gewandmeisterin an den Kammerspielen - geraten anfangs eher unfreiwillig in den Strudel der Geschehnisse. Demos gegen den Vietnamkrieg, das Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke, Notstandsgesetze, Frauenemanzipation, sexuelle Befreiung, Kampf gegen Autoritäten: es ist wie ein Ruck durch die Gesellschaft gegangen. Und schnell schieden sich die Geister.

Schöfer schildert den "Bewusstseinsprozess" der jungen Generation, ihr Aufbegehren gegen die bisherige Ordnung, die Verurteilung des Vietnamkriegs und den daraus resultierenden Antiamerikanismus. Er beschreibt SitIns und GoIns, die Besetzung der Springer-Druckerei, um die Auslieferung des "Erzfeinds" Bild-Zeitung zu verhindern. In den Münchner Kammerspielen solidarisieren sich Künstler wie Therese Giehse, Bruno Ganz, Hans Clarin, Peter Stein, Edith Clever mit den Studenten und rufen zum Streik auf. Dem Autor gelingt es, auch durch seine eigenwillige Diktion, diese Atmosphäre der Zeit einzufangen und dem Leser zu vermitteln.

Es war "ein Frühling irrer Hoffnung", es war aber auch ein trügerischer Frühling. Längst reiften nicht alle Blütenträume. Es gab Verwerfungen, es gab ideologische Unterschiede und sehr pragmatische Differenzen. Noch war man sich einig in einem begeisterten Aktionismus. Man verstand sich als die revolutionäre Generation. Man war sich einig in einer klassen-übergreifenden Form der Solidarität. Doch bald wurden auch die Risse deutlich, die bis hinein in die persönlichen Verhältnisse reichten.

Mittendrin Viktor und Lena. Auch sie machen einen Bewusstseinsprozess durch. Der Aufbruch aus der bürgerlichen Genügsamkeit in die antibürgerlichen Kampf bleibt nicht ohne Verletzungen persönlicher Art, ohne Gefahren für Leib und Leben, nicht ohne Selbstzweifel und seelische Beschädigungen. Aus der Sicht der handelnden Personen, dieser Kinder des Sisyfos, in ihrer Zeit erzählt Erasmus Schöfer die Geschichte der Achtundsechziger, der APO, der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen, sehr differenziert, facettenreich und in jeder Hinsicht spannend.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Für jemanden, der wie ich 1967 geboren wurde, war es sehr aufschlußreich, die 68er Zeit und ihre Folgejahre in diesem Roman durchleben zu können. Neben vielen historischen Details wird sehr eindrucksvoll das damalige Lebensgefühl vermittelt. Etwas Sachkenntnisse werden aber vorausgesetzt. Nicht jeder weiß vielleicht, daß der "alte Herr aus Trier" natürlich Karl Marx ist.
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