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Die Kinder der Rothschildallee: Roman
 
 
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Die Kinder der Rothschildallee: Roman [Taschenbuch]

Stefanie Zweig
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (8. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453407784
  • ISBN-13: 978-3453407787
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.234 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stefanie Zweig
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der große historische Roman der Bestsellerautorin jetzt im Taschenbuch

Der Boykott der jüdischen Geschäfte im April 1933 nimmt dem Kaufmann Johann Isidor Sternberg jede Hoffnung auf eine Zukunft in Deutschland. Er, seine Frau Betsy, die Kinder und Enkel werden zu Aussätzigen in ihrer geliebten Heimatstadt Frankfurt. Die Nazis nehmen ihnen Arbeit, Sicherheit und schließlich die Heimat. Die Bedrohung ihres Lebens wird für die jüdische Familie Sternberg zur schrecklichen Normalität.

Über den Autor

Stefanie Zweig, 1932 in Oberschlesien geboren, wanderte im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung 1938 mit ihren Eltern nach Kenia aus und verlebte ihre Kindheit auf einer Farm. Ihre Romane "Nirgendwo in Afrika" und "Nur die Liebe bleibt" schildern diese Zeit. Nach der Rückkehr nach Deutschland im Jahre 1947, die Stefanie Zweig in dem Roman "Irgendwo in Deutschland" beschreibt, zog ihre Familie schon bald in das Haus in der Rothschildallee.
Stefanie Zweig hat dreißig Jahre lang das Feuilleton einer Frankfurter Tageszeitung geleitet und lebt heute als freie Schriftstellerin in Frankfurt. Für ihre Jugendbücher wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Alle ihre großen Romane standen wochenlang auf den Bestsellerlisten und erreichen eine Gesamtauflage von über 7,5 Millionen Büchern. 1993 erhielt Stefanie Zweig die "Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland". "Nirgendwo in Afrika" wurde von Caroline Link verfilmt und erhielt 2003 den "Oscar" für den besten ausländischen Film.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auf leisen Füßen 22. September 2009
Von Isabelle
Format:Gebundene Ausgabe
kommt dieses Buch daher. Mit leichter Feder und unendlich viel (Galgen)humor geschrieben hinterlässt es jedoch am Ende einen bestürzten und fassungslosen Leser.

Wie im Vorgängerband verfolgt Stefanie Zweig das Leben der jüdischen Familie Sternberg aus dem Frankfurter Nordend. Weder übermäßig religiös noch bankiersmäßig reich ("wir wohnen zwar in der Rothschildallee, aber dessen Geld haben wir noch lange nicht...") sind sie eigentlich eine ganz normale Frankfurter Familie aus dem oberen Mittelstand, die sich mittlerweile drei Läden und mehrere Häuser erarbeitet hat und davon träumt, endlich als das zu leben was sie auch sein sollte: gleichberechtigte Deutsche. Eigentlich - wenn es die Zeit und die Umstände nur zuließen.

Dabei nutzt die Autorin keine fortlaufende Geschichte, sondern schaltet die "Kamera" immer dann ein, wenn sich im Leben der Sternbergs oder in der Politik von Ende 1926 bis November 1937 Besonderes ereignet und lässt den Leser als Mäuschen zusehen. Neudeutsch würde man dies im Fernsehen wohl als Reality Doku bezeichnen. Im Unterschied dazu liebt Frau Zweig allerdings jede ihrer Figuren. Und das sind mittlerweile so einige:

Die Eltern Sternberg, die Zwillinge Erwin und Clara (sie mit unehelicher Tochter Claudette), die verwöhnte Victoria, das Nesthäkchen Alice, Isidor Sternbergs uneheliche Tochter Anna, die treue und sture (nichtjüdische!) Perle und Zweitmutter Josepha, das befreundete Arztehepaar, Schwiegersohn, Enkel, und, und... Otto fehlt natürlich seit dem ersten Weltkrieg. So dicht, wie Frau Zweig sie beschreibt, beneidet man sie um ihre Menschenkenntnis.

Die Ereignisse überschlagen sich und man sitzt atemlos und schreckensstarr im Sessel, während sich die Sternbergs einer nach dem anderen von allen Illusionen über die Menschheit und das Leben verabschieden müssen. Nichts wird am Ende mehr so sein, wie es war.

Wer sich je die Frage gestellt hat, wie sich das Leben als Jude zwischen und während der Weltkriege anfühlte - der bekommt hier die anschauliche Antwort und als Frankfurter gleichzeitig noch lokalhistorischen Unterricht. Selbst Bewohnerin einer mehrfach erwähnten Straße konnte ich jeden Schritt mitgehen und abnicken.

Den Schlusspunkt hat die Autorin so gelegt, dass viel Raum für eine weitere Fortsetzung bleibt. Die Familie ist vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges schon in alle Himmelsrichtungen verstreut - übrig bleibt Ende 1937 in der Rothschildallee nur die ältere Generation, nämlich die Eltern und Josepha. Die anderen sind in Südafrika, Belgien, auf dem Weg nach Palästina, notgedrungen losgelöst von den anderen in Frankfurt-Sachsenhausen, mit einem Bein im Gefängnis.

Darauf auf einer Lesung in Frankfurt angesprochen, meinte Frau Zweig zwar, dass sie über das nächste Buch vorsichtshalber immer erst dann rede, wenn es fertig sei, aber ich hoffe inständig, dass sie uns über den weiteren Weg der Kinder der Rothschildallee nicht im Dunkeln lässt und bereits daran arbeitet. Schonungslos und realistisch wie sie mit ihren Figuren umgeht, ist allerdings mit einem Happy End kaum zu rechnen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verblüfft 19. März 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Im Gegensatz zum "Haus in der Rothschildallee" habe ich dieses Buch sehr, sehr gerne gelesen. Ob es nun daran lag, dass mir die im anderen Buch bereits eingeführten Personen alle vertraut waren, oder ob es daran lag, dass mir der Zeitabschnitt - Das dritte Reich - vertrauter ist, weiß ich gar nicht zu sagen. Fakt ist, dass Stefanie Zweig in diesem Buch diese verwirrenden Sprünge oder Abbrüche vermieden hat und der Schluss etwas besser ausgestaltet wurde, auch wenn er Fragen offen lässt, doch ein "Happy End" auf der ganzen Linie wäre denkbar unpassend gewesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Traurig und wichtig!!! 16. Juni 2011
Format:Taschenbuch
Gerade habe ich diese Buch ausgelesen. Es bricht einem fast das Herz. Stefanie Zweig schildert sehr eindringlich und anschaulich, wie das Leben einer ehemals priveligierten jüdischen Familie im Frankfurt am Main in den 30er Jahren unter Hitler zusammenbricht. Eine vor der Machtergreifung der Nazis fröhliche Familie löst sich quasi auf! Diese Buch gehört für mich in den Literatur- und / oder Geschichtsunterricht z.B. der 7. Klasse. Unbedingt!!!
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