Als ich schon dem "eigentlichen" Alter, in dem man Astrid-Lindgren-Bücher liest, entwachsen war, nahm ich trotzdem manchmal abends die "Bullerbü-Kinder" zur Hand: wenn der Tag traurig gewesen war und ich in die tröstende Idylle, die heilste Welt, die ich kannte, eintauchen wollte, eh ich schlief. Das Bullerbü-Buch ist "mein heilsames" Buch bis heute. Auch meine Kinder kennen die Geschichten, seit sie 3 waren, aber nun haben sie die "Krachmacher" entdeckt, und ich weiß: Lotta wird bei meiner Tochter bleiben bis ins hohe Alter.
Jonas und Mia-Maria, die älteren Krachmacher, sind den Bullerbü- Kindern nicht unähnlich, es ist Lotta, die mit ihrer grenzenlosen Dickköpfigkeit, aber auch ihrem drolligen Charme den Geschichten einen anderen Charakter verleiht. Ich habe den Eindruck, daß meine Kinder sich in dem Unfug, der Widerspenstigkeit und vor allem der Verspieltheit stark wiedererkennen, außerdem quietschten sie über jeden Blödsinn, der Lotta einfällt.
Daß die Geschichten aus einer anderen Zeit stammen, macht gerade ihren Zauber aus. Nie klingelt ein Telefon, das Spielzeug ist "altmodisch", die Eltern achten auf gutes Benehmen und Sauberkeit...Es ist ein ganz anderes Leben, eine ganz andere Welt - aber Kinder können sich in dieses "Früher" einfühlen.
Es wäre wünschenswert, daß jedes Kind ein Stück des Wegs mit den Kinderbüchern von Astrid Lindgren teilt.