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Die Kinder des Gral
 
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Die Kinder des Gral [Taschenbuch]

Peter Berling
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 768 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 20 (28. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404120604
  • ISBN-13: 978-3404120604
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 12,8 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 198.973 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Jahre des Herrn 1244. Vom fernen Sizilien aus herrscht Friedrich II., der Staufer, über das Heilige Römische Reich. Im ewigen Rom regiert Innozenz IV. eine Kirche, die sich immer mehr in weltliche Politik verstrickt. In dieser Lage folgt Ludwig IX. von Frankreich dem Ruf des Papstes und sendet ein Heer gegen den Montségur, die unbezwingbare Ketzerburg im Languedoc.In einer dunklen und stürmischen Nacht werden zwei Kinder an Seilen an der Mauerkrone herabgelassen. Sie sind die Erben des Gral. Ihr Königtum könnte die Weltreligionen vereinen - doch können zwei Kinder eine solche Krone tragen, ohne davon erdrückt zu werden?Einen Schutzengel indes haben sie: William von Roebruk, ein dralles Bauernschlitzohr. Als Held wider Willen gerät der kleine Franziskaner in eine tödliche Auseinandersetzung zwischen Kaiser und Kurie, zwischen christlichen Rittern und islamischen Assassinen um imperiale Machtinteressen und einen großen Plan ...Die Kinder des Gral ist der erste Roman von Peter Berlings großem Gral-Zyklus.

Klappentext

1244: Ludwig IX. von Frankreich folgt dem Ruf des Papstes und sendet ein Heer gegen den Montségur, die unbezwingbare Ketzerburg im Languedoc. In einer stürmischen Nacht werden zwei Kinder an Seilen an der Mauerkrone herabgelassen. Sie sind die Erben des Gral. Ihr Königtum könnte die Weltreligionen vereinen - doch können Kinder eine solche Krone tragen, ohne davon erdrückt zu werden? Einen Schutzengel indes haben sie: William von Roebruk. Als Held wider Willen gerät der Franziskaner in eine tödliche Auseinandersetzung um imperiale Machtinteressen und einen großen Plan ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schwere Kost - aber ein Genuß für Freunde des hist. Romans, 3. April 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Gebundene Ausgabe)
Peter Berling macht den Lesern den Einstieg in seinen Grals - Zyklus nicht leicht, er serviert Ihnen ein opulentes Mahl mit herrlichsten Festtagsbraten - die der Leser aber erst einmal selbst tranchieren muss.

Ausgangspunkt der Handlung ist die Belagerung des Montségur, eine der letzten Festungen der Ketzer, wohin der junge, Genuss liebende, flämische Franziskanermönch Willem von Roebruk vom französischen König als Beobachter entsandt wurde. Sein Schicksal ist eng verbunden mit den Kindern des Gral, zweier Kleinkinder unbekannter, wie aber vermutet wird, allerhöchster Abstammung, die zwischen die Mächte von Papst Innozenz IV. , Kaiser Friedrich II, der Staufer, Ketzer (Katharer), Tempelritter und Assassinen geraten, die mit Hilfe der Kinder ihre jeweiligen Machtinteressen verfolgen wollen und sich dabei für kein Ränkespiel und keine Intrige zu schade sind. Gemeinsam mit den vermeintlichen Tempelrittern Crean de Bourivan und Sigbert von Ötzfeld beginnt eine lange Flucht quer durch Europa bis ins Heilige Land.

Meisterhaft verknüpft Peter Berling seine fiktive Geschichte mit den tatsächlichen historischen Ereignissen. Eine Vielzahl der Haupt- und Nebenpersonen sind historisch, auch wenn sie z. Teil in der Geschichtsschreibung nur als Fußnote auftauchen. Dies wird der Leser allerdings nur bei erheblicher Recherche feststellen, da Berlings fiktive Charaktere so mit den historischen interagieren, dass der Leser den Eindruck bekommen kann, alles hätte tatsächlich so stattgefunden.

Schwierig ist es für den Leser die Handlungsfäden, die Berling spinnt, schnell aufzugreifen, einzuordnen und verfolgen zu können, da er mit einer Vielzahl von Personen, Schauplätzen, Motiven und Handlungssträngen konfrontiert wird und der Leser oft nicht vom Beginn eines Handlungsstranges an feststellen kann, ob die handelnden Charaktere für den Roman eher zu den wichtigen oder zu den unwichtigen Figuren gehören. Sicherlich helfen das Personenverzeichnis und der nach Kapiteln sortierte Anhang dabei ein wenig, leider aber nicht vollständig. Der geschichts- insbesondere mittelaltererfahrene Leser ist anderen gegenüber sicher deutlich im Vorteil, was das Verständnis des Textes beim Erstlesen angeht. Aus meiner Erfahrung empfehle ich den jeweiligen Anhang zum Kapitel immer vor der Lektüre eines Kapitels zu lesen, das hilft zumindest bei der Einordnung der neu auftretenden Personen. Berling erweist sich als Kenner des Mittelalters und offeriert uns seine Geschichte detailverliebt, farbenprächtig und blendend recherchiert - eben opulent.

Manch einer mag Berlings Sprache als antiquiert und überfrachtet empfinden. Ich freue mich immer wieder, wenn ein Autor eines historischen Romans einer angepassten, wortgewaltigen und blumigen Sprache mächtig ist und Sätze konstruiert, die dem Leser den Sinn der Interpunktion einmal wieder ins Bewusstsein bringen und ich als Leserin mich an einer ausgefeilten Sprache erfreuen kann. Letztlich ist es vor allem Berlings sprachliche Fähigkeit, die es ihm erlaubt die Klaviatur der Emotionen zu bedienen, so finden sich z. B. in seinem Roman sowohl Stellen des feinen Witzes wie auch des krachenden, derben Humors.

Genauso detailliert wie Peter Berling die geschichtlichen Fakten offeriert, genauso liebevoll zeichnet er seine Charaktere. Einzig Willem erscheint mir etwas unlogisch schwankend zwischen Cleverness, Bauernschläue und dümmlicher Naivität, der seine Triebhaftigkeit noch die Krone aufsetzt.

Der Lübbe-Verlag hat den Roman ergänzt um einen ausführlichen Anhang, der aber durchaus noch sinnvoll erweitert werden könnte, ein Personenverzeichnis und zwei Karten des mittelalterlichen Europa als Taschenbuch und als gebundene Ausgabe herausgegeben. Letztere ist in weißes Leinen, das mit einem geprägten Bruchstück eine Kettenhemdes in schwarz und silber bedruckt ist, gebunden und mit einem praktischen Lesebändchen versehen. Leider hat uns der Autor keine Abgrenzung historischer Tatsachen und fiktiven Geschehens mitgegeben, so dass der interessierte Leser sich diese Informationen selbst erarbeiten muss - oder darf.

„Die Kinder des Gral" ist ein üppiger historischer Roman, den man sich wie ein gutes Festessen oder einen besonderen Wein für Mußestunden vorhalten sollte, da es sich nicht um leichte Kost handelt. Dafür überrascht Peter Berling seine Leserschaft dann aber mit einem besonderen Genuss. Aufgrund seiner Komplexität ist „Die Kinder des Gral" zweifellos ein Roman, der durch mehrfaches Lesen gewinnt. Bei mir erhält dieser Roman einen Ehrenplatz im Regal gleich neben Umberto Ecos Werken.

Der Grals-Zyklus von Peter Berling setzt sich aus folgenden Bänden zusammen:

1. Die Kinder des Gral (1991)

2. Das Blut der Könige (1993)

3. Die Krone der Welt (1995)

4. Der schwarze Kelch (1997)

5. Der Kelim der Prinzessin (2005)

Des Weiteren hat Peter Berling folgende Vorgeschichten zum Grals - Zyklus verfasst:

Franziskus oder das zweite Memorandum (1990)

Die Ketzerin (2000)

Außerhalb des Grals-Zyklus, aber mit gleicher Handlungszeit verfaßte Peter Berling:

Das Kreuz der Kinder (2003)
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Über 700 Seiten Spannung, 5. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Es begann mit einem Zufallsfund an einem Büchergeschäft in Aachen. Peter Berlings Buch:"Die Kinder des Gral" erregte wegen seines interessanten mittelalterlichen Äußeren meine Aufmerksamkeit. Ein Blick hinein, oh eine Karte mit Regionen die ich von meinen Frankreich reisen kannte - gekauft. Die erst etwas abschreckend wirkenden 736 Seiten samt 26 Seiten Anhang mit Hintergrundwissen zu Personen und Historie fesselten mich nach kurzer Zeit ungemein.

Peter Berling versteht es durch seine detaillierten Recherchen und Kenntnisse der Geschichte, dem Leser ein facettenreiches, manchmal derbes aber -meiner Meinung nach- ein relativ realistisches Bild des Hochmittelalters zu skizzieren. Der Vergleich zwischen Europa und dem im Hochmittelalter brisanten Nahen Osten, die Vision einer Annäherung von Islam und Christentum kommen nicht zu kurz. Dabei ist es selbstverständlich, dass auch die mittelalterliche "alleinseligmachende" römische Kurie mit einem Augenzwinkern ihr Fett weg bekommt.

Von den Gestaden der Langue d'Oc führt uns die Geschichte des jungen Franziskanermönchs William von Roebruk und zwei Katharerkindern quer durch das mittelalterliche Europa. Berling versteht es die reale Literaturgrundlage - das Diarium des William von Roebruk - mit fiktiven Handlungssträngen zu verknüpfen. Dabei benutzt er Personen, die zur jeweiligen Zeit real existierten und deren Lebensläufe er genau recherchiert und für passend befunden hat. Das gleiche gilt für die Machtpositionen, Herrschaftsverhältnisse, Orte und Ereignisse, alles passt hier zusammen und hat seine Bedeutung (wie der Anhang offenbart).

Durch diese perfekte Einpassung in die historischen Verhältnisse, hat das Buch für mich als Mittelalter-Begeisterten - neben der überaus spannenden Handlung - zu einer veränderten Weltsicht geführt.

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Macht Lust auf mehr!, 3. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Es ist die Zeit der Glaubenskriege, es ist Mittelalter und die letzte Festung, der Montségur, wird fallen. Doch in ihm sind noch die beiden Kinder Roc und Yesabel, beide auserkoren die neuen Könige der Welt zu werden. Sie sollen gemeinsam ein Friedensreich begründen, welches die Welt umspannt, welches die Religionen einigt und Orient und Okzident endlich zusammenführt. Es geht um Ritter, Kaiser, Könige und den Papst, bzw. den ganzen Apparat, den Rattenschwanz, der sich hier anschließt. Es geht aber auch um Geheimbünde, wie die Assassinen, und einfach nur um Freunde, die an dem gemeinsamen Ziel arbeiten. Eine der Hauptfiguren dieser Geschichte, ein kleiner etwas dicklicher Franziskaner-Mönch William von Roebruk, wird unfreiwillig zum Beschützer der Kinder und gleichzeitig zum Erzähler, der aus der Ich-Perspektive das Geschehen berichtet. Ständig auf der Flucht kommt es schließlich in Byzanz, einer der größten Städte des Mittelalters zum großen Knall.

Auch wenn dies erst der erste Roman von Berlings Geschichte um die Kinder des Gral ist, so ist es eine Wonne ihnen bei ihren Abenteuern beizustehen und mit ihnen zu hoffen und zu bangen. Freunde kommen und gehen, und so ist vielleicht am Anfang auch die Fülle von neuen ungewöhnlichen Namen etwas erdrückend, aber Berling schaffte es, durch einen sehr ausführlichen Index am Ende des Buches nahezu alle Fragen zu beantworten. Und schließlich wartet man voller Ungeduld auf die weiteren Bände ... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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