Eher skeptisch nahm ich Meher Pestonjis "Die Kinder von Bombay" zur Hand, da die Thematik doch sehr ernst ist. Aber eine Freundin, die Indologie studiert, hatte es mir empfohlen.
Ich war dann sehr positiv überrascht, wie die Kinder von Bombay ihr hartes Leben annehmen und versuchen, stets das Beste daraus zu machen, sich gegenseitig ermutigen, unterstützen und nicht aufgeben. Meher Pestonji versteht es, einerseits die kindliche Seite zu zeigen, aber immer wieder überraschen ihre jungen Figuren durch ihre erwachsenen Aussagen. Mir fiel es etwas schwer, nachzuvollziehen, warum die Hauptfigur immer wieder seine Chancen vertut, aber er ist eben doch noch ein Kind.
"Die Kinder von Bombay" ist sehr flüssig geschrieben, viele indische Begriffe sind eingeflochten und im Glossar ausführlich erklärt, mir kam es bald so vor, als sähe ich einen Film.