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Der Krimi des Vollblut-Journalisten Wolfgang Kaes beginnt in Bonn und packt einen gleich mit der ersten Seite. Was folgt sind kurze Kapitel, die man nach dem Motto: Eins geht immer noch regelrecht verschlingt. Zu abenteuerlich, dabei genial durchdacht, blendend eingefädelt und ausgeklügelt ist die Geschichte, die von Bonn in spanische Gefilde führt. Jo Morian hat bei der Klärung des Falles Helfer: der Journalist und Detektiv Max und der gut durchtrainierte Hurl, beide sind aus Kaes erstem Roman Todfreunde für den Leser bereits alte Bekannte.
Wolfgang Kaes schreibt eine einfache Sprache, vielleicht liegt darin sein großer Erfolg: nichts großartig Konstruiertes, Verschlungenes, auf Wohlklang Bedachtes, nein, er erzählt einfach, so, wie es die Art eines Journalisten ist, oder sein sollte: Fakten, Fakten, Fakten. Und wenn die dann auch noch so mitreißend sind, nervenaufreibend in Szene gesetzt werden, kann nicht mehr viel schief gehen.
Hatte er sich etwas verliebt? Konnte sich das mit 43 tatsächlich genauso anfühlen wie mit 16? Natürlich schlängelt sich um harte Tatsachen auch eine charmante, zunächst natürlich holprige Liebesgeschichte und auch der Kommissar hat mit den Dingen zu kämpfen, von denen seine literarischen Berufskollegen ein Lied singen können: in der Ehe kriselt es und dann noch die neue Kollegin, die nervt, den altgewohnten Trott durcheinanderbringt, sich bis zur letzten Seite allerdings ganz schön mausert!
480 Seiten sind es, die man gebannt liest, bei denen man schon ein bißchen aufpassen muß, denn Autor Kaes verteilt Wissen und Fakten sehr freizügig und dementsprechend üppig blüht stellenweise die Handlung. Dennoch: rundum ein Polit-Thriller mit Klasse ! --Barbara Wegmann
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