Als einer der ersten Leser habe ich vor fast 10 Jahren schon die Urfassung von Clou Gallagher lesen können. Clou Gallagher ist ein raumfahrender Söldner, der zwar die verschiedensten Aufträge annimmt -so führt er mal Frachtaufträge aus, mal arbeitet er für diverse Auftraggeber als Söldner oder als Scout mit diplomatischem Geschick-, sich aber immer ehrenhaft verhält. Sein Raumschiff Trigger ist ein kleines Kompaktraumschiff, was aber von ihm und seinem Freund Cartier umgebaut und modifiziert wurde. Den Bordcomputer hat Clou im Laufe der Zeit so programmiert, daß er sich mit Trigger wie mit einem Freund unterhalten kann. Dabei hat Trigger manchmal durchaus seine eigenen Vorstellungen, was als nächstes zu tun ist, und möchte dieses mit Clou gerne diskutieren. Bei diesen Unterhaltungen erfährt der Leser eine ganze Menge über Clou: was er denkt, was er fühlt und was er am liebsten tun möchte.
Der Roman ist durchweg sehr spannend geschrieben und man möchte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Man fiebert mit dem Helden mit, wenn er gleich von zwei Kopfgeldjägern, die zudem noch alte Bekannte sind, gejagt und schließlich über dem Wasserplaneten Hokata abgeschossen wird. Man möchte wissen, ob und wie es ihm gelingt, sich vor den Kopfgeldjägern zu retten und die gegen ihn gerichtete Verschwörung aufzudecken.
Besonders gut haben mir neben den Kampfszenen auch die verschiedenen Figuren und Rassen gefallen, die sehr phantasievoll und detailliert beschrieben werden - allein die verschiedenen Namen sind genial!
Einer seiner besten Freunde ist Raymon Cartier, der einen kleinen Asteroiden zu einer Raumschiffwerft umgebaut hat. Dort ist Clou mit seinem Raumschiff Trigger Stammkunde; zahlreiche seiner „Extras" hat schließlich Cartier entwickelt und eingebaut, wie z.B. einen schnelleren Antrieb, verbesserte Waffen und andere nützliche Sachen. Die Charakterisierung Cartiers ist hervorragend gelungen: Er ist nicht einfach irgendein Ingenieur oder Mechaniker in irgendeiner Werft, sondern ein genialer Konstrukteur, der gerne trinkt, raucht und flucht und dessen mit Bierflaschen, allen möglichen Zeichnungen und Konstruktionsplänen vollgestopftes Büro jeden ordnungsliebenden Menschen erbleichen ließe. Man kann sich gut vorstellen, wie Clou und Cartier hier zusammensitzen und weitere Pläne schmieden - schließlich sind hier schon einige geniale Erfindungen und Weiterentwicklungen entstanden, die Clou bei seinen Erlebnissen sehr gut gebrauchen kann und die ihm vielleicht helfen könnten, sich vor den Kopfgeldjägern zu retten...