Ja, spannend ist sie, die Geschichte von der Keltennadel. Solche Bücher braucht der Mensch zum Entspannen, zum Entfliehen aus dem schnöden Alltag. Aber schön schaurig geht es auch her. Man mag es sich gar nicht ausmalen, was diesen armen, bedauernswerten jungen Mädchen angetan wurde. Da hat Herr Dunne schon eine abseitige Fantasie entwickelt. Ähnliche Fähigkeiten zeigte er bereits bei seinem Buch, das Maya-Ritual, in dem es auch zu ungewöhnlichen Todesarten kommt. Das Buch ist temporeich erzählt, hier kann keine Langeweile aufkommen. Das war wohl auch die Intention des Autors, er wollte einfach ein reines Lesevergnügen schaffen. Das ist ihm durchaus gelungen. Was die Beziehungen zu Sekten, zu den ganzen New-Age-Angelegenheiten betrifft, hätte ich mir durchaus noch mehr Detailinformationen gewünscht. Ihm ist es auch nicht so sehr gegeben, eine gewisse Situationskomik einzustreuen. Vielleicht fand er dies bei seinem Plot nicht angebracht. Dass er Sinn für Humor hat, zeigt der Dialog von Jane Wade mit Ihrer Mutter. Diese Szene ist hervorragend gestaltet. Ein richtig nettes Urlaubsbuch. Ich habe es mit Vergnügen gelesen.