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Die Kelten in Deutschland
 
 
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Die Kelten in Deutschland [Gebundene Ausgabe]

Sabine Rieckhoff , Jörg Biel
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 542 Seiten
  • Verlag: Theiss (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806213674
  • ISBN-13: 978-3806213676
  • Größe und/oder Gewicht: 24,9 x 18,2 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 180.008 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Spektrum der Wissenschaft

Als die Ausgräber im Juni 1996 am Fuße des Glauberges in Hessen die lebensgroße Sandsteinstatue eines Keltenfürsten zutage förderten (Spektrum der Wissenschaft 05/2002, S. 96), hatte die Keltenforschung ihre größte Sensation, seit 1978/79 das ungestörte und reich mit Beigaben versehene "Fürstengrab" von Hochdorf in Württemberg aufgedeckt worden war. Spätestens mit der damals folgenden Wanderausstellung nahm das allgemeine Interesse an "den Kelten" einen rasanten und bis heute ungebrochenen Aufschwung. Die Zahl der Museumsbesucher und der Veröffentlichungen steigt; die populäre Literatur treibt die kuriosesten Blüten. Material über die Hinterlassenschaften und Gebräuche ist reichlich vorhanden; in dem vorliegenden Werk wird es aus archäologischer Sicht überregional zusammengefasst.

Das Buch besteht aus zwei ungefähr gleich großen Teilen. Im ersten fasst Sabine Rieckhoff, Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Leipzig und zuvor lange in Süddeutschland in der Denkmalpflege tätig, auf mehr als 260 Seiten den aktuellen Forschungsstand zur Geschichte und Kultur der Kelten zusammen.

Die Kelten, so die Autorin, waren mangels gemeinsamer Identität und politischen Bewusstseins zu keiner Zeit ein einheitliches Volk in einem einheitlichen Staatsgebilde, sondern ein Sammelsurium vielfältiger ethnischer Gruppen, die einerseits viele Gemeinsamkeiten über große Entfernungen, andererseits tief gehende Unterschiede auch unter engen Nachbarn aufwiesen. Mit dieser These geht Rieckhoff auf eine tour d’horizon durch sämtliche Bereiche keltischen Lebens zwischen dem 8. und 1. Jahrhundert v. Chr.: Wohnen und Arbeiten, Wirtschaft und Gesellschaft, Religion und Kunst, Tod und Nachleben.

Der zweite Teil des Buches führt alle wesentlichen heute noch in Deutschland sichtbaren Geländedenkmäler aus dieser Zeit auf. Koordiniert von Jörg Biel, dem Leiter der Archäologischen Denkmalpflege des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg und seinerzeit verantwortlich bei der Ausgrabung des Fürstengrabs von Hochdorf, stellen hier fast fünfzig erfahrene Forscher "ihre" Geländedenkmäler von etwa 120 Orten in sechs Bundesländern vor.

Die Zusammenstellung umfasst in Text und Bild alle wichtigen Siedlungen, Gräber(-felder), Werk- und Kultplätze sowie Deponierungen in ihrer ganzen Variationsbreite. Die Einträge sind knapp, aber präzise und unterrichten über Forschungsgeschichte, Befund, Funde, Funktion und zeitliche Einordnung der Anlagen. Die Auflistung erfolgt alphabetisch nach Ortsnamen, sodass die Lektüre in der Reihenfolge des Textes einem wilden Ritt durch die Südhälfte der Republik gleichkommt. Eine Übersichtskarte der aufgenommenen Orte hätte die Orientierung wesentlich erleichtert.

Viele Fragen sind noch offen und werden in der Forschung sehr kontrovers diskutiert. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass einzelne Autoren des topografischen Teils des Öfteren andere Meinungen vertreten als Sabine Rieckhoff in ihrer Synthese, vor allem was die soziale Organisation der Kelten und ihre zivilisatorischen Leistungen angeht.

Das Kerngebiet der keltischen Kultur erstreckte sich mindestens vom Pariser Becken bis zu den Karpaten. Durch die geografische Beschränkung auf Deutschland bleiben also weite Teile außen vor; im Überblick werden darum immer wieder auch die angrenzenden Siedlungsräume, vor allem Frankreich und die Nordschweiz, aber auch der nördliche Mittelmeerraum als Herkunftsgebiet vieler Importgüter in die Darstellung einbezogen.

Ein umfassender, gut lesbarer und gleichzeitig fundierter Überblick auf aktuellem Stand.

Rezensent: Martin Wieland

Kurzbeschreibung

Auf der Basis neuester Untersuchungen bietet dies reich bebilderte Werk einen umfassenden Überblick über das keltische Leben. Im topografischen Teil des Bandes werden besuchenwerte Stätten der Kelten in Text und Bild vorgestellt, so dass der Leser sich selbst auf die Spuren unserer Vorfahren begeben kann.

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48 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch bietet einen sehr schönen Überblick über die neuesten Erkenntnisse der Keltenforschung. Sabine Rieckhoff stellt im ersten teil des Buches Kultur und Geschichte über die kelten dar, die einst in dem Gebiet lebten, das heute zu Deutschland zählt. Fans der irischen und britischen Kelten werden sich allerdings ärgern: Rieckhoff stellt schon ganz zu Anfang klar, daß die dort lebenden Volksgruppen ihrer Meinung nach überhaupt nicht zu den Kelten gehören und nur aufgrund eines Fehlers der Linguistik dazugezählt werden. Im zweiten Teil gibt Jörg Biel einen topographischen Überblick über archäologische Fundorte. Das Buch hat sich als äußerst interessant erwiesen, denn ich habe entdeckt, daß "um mich herum" unzählige Fundorte sind, von denen ich noch nichts gewußt habe. Als Kritik ist jedoch anzumerken, daß Frau Rieckhoff ihre Zitate (vor allem bei historischen Texten) äußerst unzureichend gekennzeichnet hat, so daß ein Nachlesen für Interessierte sehr schwierig wird.
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