In "Die Katze mit den blauen Augen" beschreibt Doreen Tovey witzig und zugleich sehr gefühlvoll das Zusammenleben mit Siamkatzen. Nach dem Tod ihres von Hand aufgezogenen Eichhörnchens legen sich die Toveys eine Siamkatze zu. Fortan hält Sulka, eine Schönheit mit blauen Augen, das Zepter fest in der Hand/Pfote und stellt den einst so friedlichen Haushalt komplett auf den Kopf. Als Sulka dann auch noch Nachwuchs bekommt, ähnelt das Haus eher einem Schlachtfeld, sobald die ganze Katzenbande wieder einmal alle Zimmer unsicher gemacht hat.
Siamkatzen gelten ja als besonders gesprächig und so fand ich jene Abschnitte besonders witzig, wenn die Katzen wieder mal eine Geschichte zum Besten gegeben haben. So will Katerchen Salomon jedem weismachen, dass er eigenhändig/-pfötig einen Fasan erlegt hat, obwohl er noch nicht einmal eine Maus zur Strecke gebracht hat. Peinlich wird es für die Toveys, als Salomon den toten Fasan in die Küche schleppt, wo gerade Handwerker arbeiten.
Jeder Katzenbesitzer wird in den vielen Anekdoten seine eigene Katze wiedererkennen. Ja, denn den anderen Katzenbesitzern geht es genauso. Aber egal, welchen Blödsinn die kleinen Fellknäuel anstellen, man kann ihnen einfach nicht böse sein.