Ich lese die Reihe "Die Katze, die ..." wohl nur aus dem Grunde mit Vergnügen, weil sich die Spannung in Grenzen hält, man die Augen zumachen kann und beruhigt schläft - bis zum nächsten Abend. Und dann mag ich natürlich die beiden Katzen, den wunderbaren Koko und seine Heldentaten. Erfreulich an dieser Ausgabe ist, daß der Verlag endlich mal die schlimmsten Ecken überarbeitet hat. Es gibt nämlich in der Reihe Ausgaben, die sind sprachlich eine einzige Katastrophe - ich vermute Übersetzungschlampereien. Aber "Die Katze, die Postbote spielte", kommt in einem erfreulichen neuen Einband daher und der schlimmsten Sprachschlampereien hat sich jemand erbarmt. Daß es dem Helden wirtschaftlich gut geht, daß seine Mitmenschen davon profitieren, daß er als abhängig gewesener Alkoholiker zu seinem Problem steht und nicht in jeder Fortsetzung erneut in der Gosse landet, ist ganz und gar ungewöhnlich in der heutigen Zeit, in der Krimis eigentlich immer von der ersten bis zur letzen Seite bluten, stinken und die Erbärmlichkeit des Lebens beschreiben müssen.
Brigitte Babbe