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Im Fall von Joy Fieldings Roman Die Katze ist das anders. Und das ist gleich im doppelten Sinn sehr wichtig. Zum einen ist die Hauptfigur der US-amerikanischen Bestsellerautorin, Charley Webb, Journalistin -- Kolumnistin, um genau zu sein. Zum anderen hat Fielding zahlreiche "ihrer" Kolumnen integriert, die für das mörderische Geschehen nicht unwichtig sind. Und da zeigt sich, dass Fielding auch mit diesem eher fremden Genre ihrer Geschichte fiktive Glaubwürdigkeit verleihen kann.
Um es kurz zu sagen: die Kolumnen Webbs sind böse. Und sie sind persönlich. Kein Wunder also, dass die Journalistin aus Palm Beach Droh-Mails erhält, die sogar ihre beiden Kinder nicht aussparen. Aber sie erhält auch Post von Bewunderern, die ihr eher unlieb ist: so von einer verurteilten Mörderin, die drei Kinder grausam zu Tode gefoltert hat. Webb nimmt deren Angebot, über die Geschichte ein Buch zu schreiben, an -- und bringt sich und ihre Familie dadurch in Lebensgefahr. Denn der Mittäter ist noch auf freiem Fuß. Und er denkt nicht daran, sich durch Enthüllungsjournalismus enttarnen zu lassen
Es ist nicht allein die Authentizität, die Fieldings Roman so unglaublich spannend macht. Es ist auch die Mischung aus komischen Dialogen, Thrill-Elementen und überraschenden Wendungen, die überzeugt. So ist Die Katze ein rundherum gelungener Krimi geworden, den man sogar lesen kann, wenn man journalistisch tätig ist-- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
solides Handwerk,
Von helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die Katze: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eins vorweg: Joy Fielding versteht ihr Handwerk. Im Gegensatz zu einigen ihrer KollegInnen kann die Frau wirklich schreiben. Wie sie das journalistische Metier beschreibt, wie sie Dialoge skizziert und Szenen entwirft, das hat Routine und Klasse und verdient Bewunderung. Auch das journalistische Umfeld der Hauptperson, einer Kolumnenschreiberin, leuchtet sie vorzüglich aus und die Psychologie der handelnden Personen ist verblüffend stimmig."Die Katze" ist eigentlich eine Familiengeschichte, die Geschichte einer Familie, in der ein gefühlskalter intellektueller Vater mitsamt vier Kindern von seiner Frau wegen einer anderen Frau verlassen wird und aus Rache alle Kontaktversuche der Mutter zu ihren Kindern unterbindet. Fielding erzählt gekonnt von den Brüchen und Verwerfungen und Folgen, die diese Familiengeschichte für die einzelnen Kinder hat und schildert den Prozess einer behutsamen Wiederannäherung der Mutter an die erwachsenen Kinder rührend. Aber da ja ein "Thriller" angekündigt ist, muss die Protagonistin, alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, ihr erstes Buch ausgerechnet über eine Frau schreiben, die angeklagt ist, mehrere Kinder gefoltert und ermordet zu haben. Auch die Interviews und das psychologische Profil dieser Frau in der Todeszelle bewältigt die Autorin noch mit erstaunlicher Brauvour. Leider versucht sie dann am Ende in einem hanebüchenen Showdown, dem "Thriller"-Anspruch endgültig gerecht zu werden. Damit stürzt der bis dahin überzeugende Roman am Ende leider unverdient ab. Es wäre vorteilhafter gewesen, die Autorin hätte sich auf die psychologische Schiene beschränkt, wo sie teilweise brilliert. Dann wäre es zwar kein Thriller gewesen, aber der Roman hätte seine Glaubwürdigkeit bis zum Ende hinüberretten können. So ist es auch kein Thriller geworden und das Ende hinterlässt ein wenig den faden Nachgeschmack, hier würden Kindesmissbrauch und -mord instrumentalisiert, um einen Roman in ein auflagestärkeres Segment zu hieven. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Die Katze lahmt,
Rezension bezieht sich auf: Die Katze: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich schließe mich den etwas enttäuschten Lesern an. Habe schon fast alles von J.F. gelesen aber das ist wirklich nicht ihr stärkstes Buch. Der Plot wirkt teilweise etwas zu simpel und langatmig, die Person der Charly ist sehr oberflächlich und nicht unbedingt immer sympathisch - gut, das muss sie ja auch nicht sein - aber in den letzten Romanen von J.F. wurden Frauen oft reduziert auf nur gutes Aussehen und weibliches "Dummchen", dass sich nur über die Anmache der - natürlich passenden - Männer definiert.Ist mir zu seicht. Schade, sie hatte schon viel bessere Bücher! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Naja,
Rezension bezieht sich auf: Die Katze: Roman (Taschenbuch)
Ich bin u.a. auch ein Joy Fielding Fan und ich habe mich durch andere, positive Rezessionen dazu verleiten lassen das Buch zu kaufen. Aber ich bin enttäuscht. Das Buch plätschert Ewigkeiten vor sich hin. Die Gespräche mit der Kindsmörderin sind konfus und haben mich nicht gefesselt. Auf den letzten 30 Seiten wurde es etwas spannender, umgehauen hat es mich aber nicht. Immerhin habe ich das Buch zu Ende gelesen, es war aber leider nicht so, dass ich mich morgens schon darauf gefreut hätte, abends endlich weiter lesen zu können.
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