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Die Kathedrale des Meeres
 
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Die Kathedrale des Meeres (Gebundene Ausgabe)

von Ildefonso Falcones (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
  • Verlag: Scherz Verlag, Frankfurt; Auflage: 1. (27. Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3502100977
  • ISBN-13: 978-3502100973
  • Originaltitel: La Catedral del Mar
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 16 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (80 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 48.447 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Langsam wird der Vergleich müßig. Kaum tauchen auf dem Buchcover irgendwelche sakralen Bauelemente auf, wandert der Blick durch düsteren Kreuzgang -, gibt’s Unruhe unter den Kathedralenliebhabern. Aha, ein neuerlicher Versuch, Die Säulen der Erde, diesen Everest unter den historischen Romanen, zu toppen. Der katalanische Anwalt Ildefonso Falcones kann einem schon Leid tun. An solch gnadenlosem Maßstab gemessen zu werden, erinnert schon eher an sportliche, denn literarische Kategorien. Und verstellt den Blick aufs Schöne und Wesentlliche. Fünf Jahre ließ der Mann sein Herzblut in die Entstehung von Barcelonas imposantestem Sakralbau fließen. Heraus kam ein dicht und streng erzähltes Werk, das Kataloniens dunkelste Zeit förmlich mit Licht durchflutet - und dabei sehr gut auf eigenen Säulen ruhen kann!

Dachten auch die Käuferscharen, die den mühevollen Weg eines Vaters und seines Sohnes in die Freiheit wie ein katalanisches Heldenepos bejubelten. Man versteht, warum. Die Bedeutung des Wortes ‚Leibeigenschaft’ wird im beklemmendem Eingangskapitel brutal bebildert. Mitten in die schlichte Hochzeitsfeier des Gutsherren Bernat Estanyol mit Francesca platzen der Lehnsherr Llorenç de Bellera und seine Ritter. Das nun eingeforderte „Recht der ersten Nacht“ war im katalanischen Rechtswesen des 14. Jahrhunderts fest verankert. Als der Feudalherr und seine feixenden Spießgesellen die Brautleute und das Gehöft johlend verlassen, ist eine gerade geschlossene Ehe in ihren Grundfesten zerstört. Ein Jahr später entflieht Bernat mit Arnau, seinem neugeborenen Sohn, dem Joch des furchtbaren Adligen. Barcelona heißt das Ziel. Hier, in der aufstrebenden Metropole, winkt die Freiheit. Und ihr mächtiges Symbol ist gerade im Werden!

In dem ehrfurchtgebietenden Gotteshaus Santa María del Mar, erbaut in der Rekordzeit von 55 Jahren und 1384 vollendet, manifestiert Falcones seinen Freiheitsbegriff. In diesem „vom Volk für das Volk“ errichteten Monument, wächst Arnau vom schlichten „Bastaixos“, dem Lastenträger, der die Steine aus den Bergen zur Kathedrale heranschleppt, zu einem der hochrangigsten Bürger Barcelonas empor. Es irrt nun, wer glaubt, das Leid habe damit ein Ende. Auf ein Leid anderer Art verweist der Klappentext: Der praktizierende Anwalt Falcones sei ausgewiesener Fachmann in der Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Kataloniens. Vielleicht eine Erklärung für die zuweilen quälend liebevolle Akribie, mit der Falcones die wahrhaftig nicht unkomplizierte politische Gemengelage der katalanisch-aragonesischen Historie ausbreitet, während sein Figurentableau ein durchaus kräftigeres Farbenspiel vertragen hätte. Was das Buch dennoch auszeichnet, kennzeichnet auch seinen Hauptschauplatz. Gleich diesem Meisterwerk katalanischer Gotik, ist es von unaufdringlicher und spröder Schönheit. -- Ravi Unger



Pressestimmen

"Wie in Ken Folletts SÄULEN DER ERDE wächst auch hier die Hauptfigur in dem Maße heran, wie der Bau der Kathedrale voranschreitet." (La Vanguardia)

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79 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Interessant,aber blutarm, 19. März 2008
Von K. Jilch ""1000 Seiten pro Woche"" (Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Mit blutarm meine ich jetzt nicht,dass dieses Buch ohne die Beschreibung von Grausamkeiten auskommt,sondern die darin auftretenden Personen.
Die Idee,einen flüchtigen Leibeigenen mit Sohn ins gelobte Barcelona zu schicken,um dort die Freiheit zu erlangen und den weiteren Lebensweg von Vater und Sohn zu erzählen,ist ja gut,aber es bleibt zu oberflächlich.
Falcones Charakterisierung der handelnden Personen ist eher schlicht,ihre Entwicklung stagniert(ausgenommen die von Joan,der ein paar Ecken und Kanten zeigt).
Dass der kleine Arnau sich für die Kirche Santa Maria del Mar begeistert-gut,dass er den Basteixos Verehrung entgegenbringt und sie mit Wasser versorgt-auch gut,aber dass er so ohne weiters selbst als Basteix aufgenommen wird,ja dass diese Lastenträger offensichtlich alle nur nett,freundlich und hilfsbereit sind-na ja.
Überhaupt sind alle Menschen,denen der Protagonist Arnau begegnet entweder ganz gut oder ganz böse(wie gesagt,ausgenommen sein Ziehbruder Joan,der eine Entwicklung vom Straßenjungen zum linientreuen Priester durchmacht).Diese Schwarz-weiß-Malerei ist ein bisschen dürftig und vergibt Chancen.
Die Kirche Santa Maria del Mar macht neugierig,ihre Beschreibung ist schön und erweckt den Wunsch,sie einmal im Original zu sehen-das immerhin hat Ildefonso Falcones geschafft!
Drei Sterne also- man kann dieses Buch ganz gut lesen,aber es ist kein absolutes Muss...
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47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Das Mittelalter, die Grausamkeit und das Glück, 14. Februar 2008
Von C.Borries - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Ildefonso Falcones Die Kathedrale des Meeres
Scherz Verlag ISBN 3502100977

Dramatisch beginnt die Geschichte, in der das Leben des Arnau Estanyiol seinen Anfang nimmt.
Wir schreiben das Jahr 1320.
Brutale Lehnsherren machen den Bauern, die den Status von Leibeigenen haben, das Leben zur Hölle. Bernat, der Vater von Arnau, muß erleben, dass bei seiner Hochzeit mit Francesca der Lehnsherr auf dem Recht der ersten Nacht, dem Ius primae noctis, besteht. Mit seinen gröhlenden Soldaten plant er weitere Schandtaten. Francesca ist dem Überfall nicht gewachsen und bleibt innerlich erstarrt zurück. Als Arnau geboren wird, kann sie keine Liebe für den Sohn empfinden. Nachdem der Lehnsherr sie auch noch als Amme abkommandiert hat, und ihr Sohn in einem Schuppen zu verhungern droht, wird er von seinem Vater entführt. Er flieht mit ihm nach Barcelona.

Hier beginnt ein Leben in Armut und Abhängigkeit, mit Demütigungen und Schwerstarbeit. Die Schwester von Berat, die mit einem hoch gekommenen Handelsherren verheiratet ist, kann zuerst helfen. Nach ihrem Tod heiratet ihr Mann erneut, dieses Mal eine Adlige. Sie lässt ihren Hass und Spott an den armen Hilfsleuten aus.
Hass gebiert Hass und zieht immer neue Schikanen nach sich.

Arnau findet einen Freund und Bruder im Geiste, Joan. Dank der Protektion eines Priesters kann dieser eine Domschule besuchen. Berat sieht beide Jungs nun als seine Söhne an.
1334 kam es in einem Hungerjahr zum Aufstand der Barcelonesen. Dabei kommt Berat zu Tode.
Arnau wird mit erst 14 Jahren in die ehrenwerte Zunft der Bastaixos, der Lastenträger, aufgenommen. Es sind die Basteixos, die im Hafen die Schiffe beladen und entladen.

Inzwischen ist Arnau gläubig geworden. In Ermangelung einer Mutter hat er die Jungrau Maria für sich entdeckt.
In Barcelona sucht er die Kirche Santa Maria auf, die einen Überbau bekommen soll: dort entsteht die Kathedrale Santa Maria del Mar, die Kirche des Volkes. Sie gilt als eine der schönsten gotischen Kirchen der Welt und ist in nur 55 Jahren erbaut worden. Den Bastaixos gereicht es zur Ehre, in ihrer Freizeit kostenlos die Steine für die Kathedrale herbeizuschleppen!
Arnaus weiteres Schicksal bestimmt den Fortgang der Geschichte.

Falcones hat in seinem opulenten Roman die Geschichte Spaniens im Mittelalter verarbeitet. In einem Nachwort kann man lesen, wo er sich an historische Tatsachen gehalten hat, und wo sein Roman fiktiv bleibt.
Gelungen ist der Einblick in eine Zeit, in der schroffe Verhältnisse herrschten. Die Reichen und Adligen hatten das Sagen. Bauern und Leibeigene sind den Gräueltaten der Herrschenden ausgesetzt. Recht und Ordnung wurden mit martialischen Maßnahmen durchgesetzt.
Was einfach beginnt und als Geschichte sofort gefangen nimmt, weitet sich zu einem gewaltigen Gesellschaftsepos.
Da fehlt nichts: von der Pest und dem Judentum, vom Geldwechsler zum Angeklagten, von der Liebe und dem Sumpf der Verkommenheit, Intrige, Glanz und Gloria ist jedes Genre der Geschichte vertreten.
Der Focus richtet sich auf die Hauptpersonen, die dem Erzählstrang den roten Faden liefern. In erster Linie sind das Arnau, sein Vater Berat, Joan und der Pater Albert. Später finden noch weitere wichtige Personen Eingang in das Handlungsgemenge. Für sie interessiert man sich, möchte jede Einzelheit ihres Lebens mit ihnen teilen, und man empfindet Sympathie, Anteilnahme oder je nach Lage der Dinge auch Hass.
Aus den Anfängen einer ländlichen Gemeinschaft, der Hochzeit von Berat mit Francesca, in der es zuerst noch heiter und fröhlich zuging, erblüht ein Roman, der die Zeit in ausufernder und mit Detailkenntnissen versehener Manier ausmalt. Die Architektur, Kriege, Inquisition, Marterungen und Fehden zwischen Adelshäusern bieten ausreichend Stoff, um einen spannenden Schmöker daraus zu erdichten.
Von gelegentlichen Längen einmal abgesehen kann man sich dem Sog der Lektüre nicht entziehen.
Die Personifizierung von Geschichte ist lehrreich, weil trockene Daten ein Gesicht bekommen.

Der erste Roman von Ildefonso Falcones, eines Anwalts aus Barcelona, steht schon lange auf Bestsellerlisten und wird sicher seinen Erfolg fortsetzen!


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54 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Erfolgsschmöker!, 9. Januar 2008
Von zeilensprung - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Dem Vergleich mit Ken Folletts Buch "Die Säulen der Erde", dessen langersehnte Fortsetzung im Frühjahr erscheinen wird, der ja bereits von meinen Vor-Rezensenten angestellt wurde, kann Ildefonso Falcones Schmöker "Die Kathedrale des Meeres" spielend standhalten!

Auch in diesem Buch wird ein sehr pralles Mittelalter-Szenario mit viel Liebe zum Detail für den Leser erfahrbar.
Zurecht ist dieses Buch in Spanien ein absoluter Megaseller, auch hierzulande wird das Buch gewiss eine große Fangemeinde erreichen.

Ildefonso Falcones beschreibt auf über 600 Seiten das Leben des Arnau Estanyol im Barcelona des 14. Jahrhunderts. Dieser Arnau kommt als Säugling mit seinem Vater als Landflüchtling in die reiche katalonische Metropole und erlebt eine entbehrungsreiche Kindheit im Haus seiner Tante und seines Onkels, bei dem er mit seinem Vater schnell in Ungnade fällt. Als sein Vater aufbegehrt und hingerichtet wird, muss sich Arnau alleine durchkämpfen.
Sein Mittelpunkt wird der Bau der Kathedrale Santa Maria del Mar, eine Kirche vom Volk für das Volk, wo er als Steineschlepper anheuert. Über viele Umwege und Zufälle gelingt ihm schließlich ein märchenhafter Aufstieg zum Seekonsul, doch auf dem Weg dorthin schafft er sich viele mächtige Feinde....

Der Autor hat das Genre sicher nicht neu erfunden, aber er beherrscht die Klaviatur perfekt! Sein Buch ist so facettenreich und farbig erzählt, das es auch Leser, die eigentlich gerne ihre Vorurteile und Abneigungen gegen historische Romane pflegen, zu begeistern versteht!

Man sieht, hört, riecht und schmeckt das Gewirr des barcelonesischen Hafenviertels, es ist ein sinnenreiches Lesevergnügen, das Ildefonso Falcones hier dem Leser beschert.

Genau das richtige Buch, wenn man abschalten möchte und sich hineinziehen lassen mag in eine üppig ausgestaltete Erzählwelt.
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Vor 4 Tagen von B. Preuschoff veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Lesenswert
Die Geschichte zu beschreiben erspare ich mir, denn das ist hier ja bereits mehrfach geschehen.
Falcones riskiert einen Vergleich mit Ken Follets Meilenstein an den er aus... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von Marcus Assindia veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Kein Bestseller
Das Buch ähnelt in keinster Weise Ken Follets "Säulen der Erde". Die Handlung erinnert eher an Dumas's Buch "Die Elenden". Allerdings nur die Handlung. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Nando veröffentlicht

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Mir hat das Buch nicht besonders gefallen. Zunächst sind die Personen sehr einfach und vorhersehbar, man kann sich immer denken, was gleich passiert. Lesen Sie weiter...
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