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Die Kartenmacher: Der Wettstreit um die Vermessung der Welt Gebundene Ausgabe – 15. August 2010


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Die Kartenmacher: Der Wettstreit um die Vermessung der Welt + Längengrad: Die wahre Geschichte eines einsamen Genies, welches das größte wissenschaftliche Problem seiner Zeit löste + Das Weltgeheimnis
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
  • Verlag: Artemis & Winkler; Auflage: 1 (15. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3538072957
  • ISBN-13: 978-3538072954
  • Originaltitel: Full Meridian of Glory
  • Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 3 x 21,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 348.499 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Paul Murdin, Astronom, war an vielen Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt tätig. Zurzeit arbeitet er am Institute of Astronomy in Cambridge. Neben wissenschaftlichen Publikationen hat Murdin zahlreiche populäre Sachbücher zur Astronomie geschrieben.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Raumzeitreisender TOP 500 REZENSENT am 19. September 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Unsere Landvermesser vergangener Jahrhunderte waren echte Pioniere und Abenteurer. In unruhigen Zeiten wie z.B. der französischen Revolution war es lebensgefährlich, mit seltsamen Gerätschaften durchs Land zu reisen und auf einsamen Bergen weit sichtbare Leuchtfeuer zu errichten. Dass es sich dabei lediglich um harmlose Triangulationen handelte, mit dem Ziel, das Land zu vermessen, konnte von dem Volk auf der Straße nicht nachvollzogen werden. Wer nicht mit Mathematik und Astronomie vertraut war, und das waren die wenigsten, konnte einfach nicht verstehen, um was es da ging.

Es gab im 17. Jahrhundert noch keine zuverlässigen Kartenwerke, mangels präziser Uhrwerke existierten bei der Navigation der Schiffe große Probleme und auch fehlten einheitliche Normen für Maße und Gewichte.

Autor Paul Murdin, selbst Astronom, beschreibt die Geschichte der Vermessung vom 17. Jahrhundert bis hin zur Neuzeit. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung in Frankreich. Vermessungen benötigen eine Basis und so wurde ein Meridian (Großkreis) durch Paris definiert und astronomisch vermessen. Ziel war es, genaue Karten zu zeichnen und die wahre Gestaltung der Erde zu erforschen. Notwendige Vermessungsarbeiten führten die Akteure bis in die entlegensten Winkel der Erde.

Murdin beschreibt die Lebensgeschichten zahlreicher Wissenschaftlicher, die an diesem Großprojekt beteiligt waren. Dabei wird, am Beispiel von Pierre-François-Andre Méchain, eins deutlich: Messfehler sind das schlimmste, was einem Landvermesser passieren kann.

Der Autor erzählt keine unmittelbar zusammenhängende Geschichte, sondern er beschreibt die historische Entwicklung anhand zahlreicher Biographien.
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Format: Gebundene Ausgabe
Das vorliegende Buch ist wissenschaftliche Prosa vom Besten. Der Astronom Paul Murdin, der in vielen wissenschaftlichen Einrichtungen überall auf der Welt schon tätig war, beschreibt auf dreihundert Seiten die Geschichte der Vermessung der Welt. Unter diesem Titel hatte schon vor Jahren Daniel Kehlmann sich dem Thema belletristisch genähert.

Paul Murdin holt viel weiter aus. Es beginnt damit, dass vor etwa 350 Jahren mit der Festlegung des Pariser Meridians als Nullpunkt die Voraussetzung für alle weitere Vermessungstätigkeit geschaffen wurde. Murdin schildert spannend und unterhaltsam, wie die Forscher aus den verschiedenen Ländern einen regelrechten Wettstreit um die Maße der Welt veranstalteten und auch, wie viele, zum Teil schwere Hindernisse, die ihnen in den Weg gestellt wurden, sie dabei überwinden mussten. Vor allem die Politik war es, die ihnen Steine in den Weg legte. So wurde aus politischen Gründen der Pariser Meridian später durch den Londoner ersetzt (Greenwich).

Das Buch über "Die Kartenmacher" ist eine ganz hervorragende Wissenschaftsgeschichte, geschrieben mit viel Fachkenntnis und wissenschaftlicher Begeisterung, aber auch mit viel Gespür für verständliche Sprache und anschauliche Darstellungsweise.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dariux182 am 13. Februar 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Die Idee eine Geschichte über die Vermessung der Welt zu schreiben,
und dabei auf die begleitenden wissenschaftlichen Innovationen einzugehen ist genial.
Der Leser nimmt die verschiedenen Epochen, die man noch auf dem Geschichtsunterricht kennt,
aus einer neuen Perspektive wahr. Und diese Perspektive ist sehr spannend!
So hilft das Buch ungemein zum Ausbau der eigenen (Allgemein-)Bildung,
und ist allein deshalb sein Geld wert. Und was man nebenbei über englisch-französische Rivalitäten
und die Eigenheiten der akademischen Gemeinde liest ist oft sehr amüsant.
Bei allem Lob möchte ich aber auch zwei Kritikpunkte anbringen:

1. Die Anzahl der Illustrationen ist auf das Nötigste begrenzt. Gerade wenn der Aufbau von technischen Apperaturen oder theoretischen Zusammenhängen beschreibt fehlt oft eine AUSFÜHRLICHE ERKLÄRENDE Zeichnung. Zwar kann man dem Text auch ohne diese folgen, ich aber habe bei der Abendlektüre weniger Lust mir über so etwas den Kopf zu zerbrechen wenn eine Zeichnung Abhilfe leisten könnte.

2. Ich weiß nicht ob es den anderen Rezensenten aufgefallen ist, aber ich finde das Buch wirklich schwach übersetzt.
Der Text kommt manchmal arg ins "ruckeln" und wirkt nicht wie lebendiges Deutsch. Immer wieder kann man erahnen wie der engl. Wortlaut der entsprechenden Passage war und wundert sich weshalb der Übersetzer nicht den Mut hatte, sich von einer seltsam klingenden Wort-für-Wort Übersetzung zu lösen. Sehr schade!

Fazit, eine tolle Idee Wissenschaftsgeschichte unter diesem Gesichtspunkt darzustellen, so bleibt beim Leser jede Menge "hängen". Die zwei Kritikpunkte stören das Gesamtbild m.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 31. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Wie Wikipedia uns lehrt, finden wir Wandmalereien von Siedlungen bereits 6200 v. Chr. Bis zu den ersten ernsthaften Versuchen für brauchbare Karten dauerte es dann allerdings wieder etwas. Aber über Anaximander von Milet, der um 541. V. Chr. mittels Mathematik und Geometrie solches Kartenmaterial ablieferte, spricht der Autor dieses Buches kaum. Da Paul Murdin Astronom ist, setzt er dort ein, wo sein Wissensgebiet zum Tragen kommt. Und er schrieb auch kein Buch über die Geschichte der Kartografie, sondern über die Suche nach Anhaltspunkten und Instrumenten, wie sich die Welt, ihre Landschaften, Meere und Orte in Zahlen beschreiben lassen. Der Originialtitel lautet denn auch: "Full Meridian of Glory. Perilous Adventures in the Competition to Measure the Earth."

Abenteuerlich ist dieser Wettbewerb tatsächlich. Und Paul Murdin gelingt es hervorragend, die Helden, Helfer, Kämpfe und Bösen dieser Abenteuergeschichte in eine nachvollziehbare Erzählung einzubetten. Auch weil er auf die Gründe eingeht, warum man sich dem Ziel manchmal schneller näherte und weshalb es zu unerwarteten Rückschlägen kam. Wissenschaftler nehmen eben nicht nur aus purer Lust am Entdecken Wagnisse in Kauf oder arbeiten rund um die Uhr, um der Menschheit zu dienen. Auch bei der Suche nach möglichen Mitteln, die Welt zu vermessen, spielten Politik, Machtansprüche, Geld und Ruhm eine Rolle. Daher passt es auch gut zum Thema, dass Paul Murdin zum Schluss noch auf den Besteller von Dan Brown "Sakrileg" zu sprechen kommt. Aber die Intrigen, Verschwörungen und Mordgeschichten des Romans interessieren ihn weniger als die vielen wissenschaftlichen Unwahrheiten und Spekulationen.
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