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Die Kapuzinergruft [Gebundene Ausgabe]

Joseph Roth
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

23. September 2005
'Die Kapuzinergruft' schließt unmittelbar an den 'Radetzkymarsch' an: Franz-Ferdinand von Trotta gehört zur Wiener Jeunesse dorée, man pflegt die gelangweilte Dekadenz - "In dieser Atmosphäre hatten Gefühle kaum einen Platz, Leidenschaften gar waren verpönt" - bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. In den Kaffeehäusern des Wiens zwischen den Kriegen findet die Saga der von Trottas ihr Ende.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 2 (23. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462036459
  • ISBN-13: 978-3462036459
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 567.747 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Joseph Roths gefeierter Roman vom unaufhaltsamen Untergang Österreich-Ungarns

Über den Autor

*Joseph Roth *wurde am 2. September 1894 als Sohn jüdischer Eltern in Brody (Ostgalizien) geboren, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg und nahm als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Ab 1916 veröffentlichte er Erzählungen und Romane, lebte ab 1918 als Journalist in Wien, dann Berlin, und war von 1923–1932 Korrespondent der Frankfurter Zeitung. Anfang der 1930er Jahre erlangte er mit den Romanen Hiob und Radetzkymarsch Weltruhm. 1933 emigrierte Roth nach Frankreich. Er starb am 27. Mai 1939, verarmt und alkoholkrank, im Pariser Exil und im Alter von nur 45 Jahren.

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4.5 von 5 Sternen
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Melancholie des Untergangs 22. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Joseph Roths „Kapuzinergruft" ist ein Abgesang auf das Habsburger-Reich in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg - daraus erklärt sich auch der Titel: der letzte große Kaiser dieses Reiches, Franz Joseph, ist in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt - der Protagonist des Romanes sucht mehrmals im Verlaufe der Handlung die Gruft auf.
Die Zeitspanne von der berichtetet wird, ist die Zeit kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges bis zum Ausbruch des Faschismus in Österreich (Dollfuß - später Anschluss ans Deutsche Reich).
Der Handlungsort ist Wien, unterbrochen von der Kriegszeit von Trottas - des Protagonisten-, die er hauptsächlich in russischer Gefangenschaft verbringt.
Die Handlung kreist um die durch den Krieg orientierungslos gewordenen Hauptfigur - ein dekadenter slowenischer Adliger, ohne Ausbildung und durch Investitionen in Kriegsanleihen ohne Vermögen. Eine herausgestellte Rolle spielt auch seine Mutter, die versucht, die großbürgerlichen und adligen Ideale der Kaiserzeit in Würde bis zu ihrem Tod aufrecht zu erhalten. Trottas Frau Elisabeth stellt hierzu das Gegenbild dar - sie ist einer ungarischen Künstlerin in einer lesbischen Allianz verbunden und verkörpert in vielen Dingen den Geist der Nachkriegszeit. Wichtig für Trotta sind auch die beiden Figuren Branco (ein Maroniverkäufer) und Reisiger (ein jüdischer Kutscher), die das ursprüngliche und kraftvolle Leben verkörpern, nach dem sich Trotta sehnt, aber auch die Vielfalt der Völker und Kulturen der Donaumonarchie darstellen.
Dekadenz, Todesahnung, ja -sehnsucht und Zerfall kennzeichnen Trottas Leben im Wien der Nachkriegszeit - das letzte Mal hat er sich bizarrerweise in russischer Kriegsgefangenschaft zu Hause gefühlt.
Lesenswert wird der nicht sehr umfangreiche Roman vor allem durch die wunderschöne Prosa Roths, die einerseits reflektierende Passagen anbietet, andererseits in der Dialoggestaltung und Personenskizzierung ihre Meisterschaft zeigt.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Erzählung im Schatten ihres Vorgängers 17. Juli 2007
Von hartmutw
Format:Taschenbuch
In der 'Kapuzinergruft' durchlebt der Großneffe des berühmten Helden von Solferino aus dem 'Radetzkymarsch' Vorkriegszeit, Ersten Weltkrieg mit Untergang der Habsburger Monarchie sowie die Wirren der Nachkriegszeit bis zum Anschluß an Hitlerdeutschland 1938.

Während das Nachkriegs-Wien in seiner Orientierungslosigkeit und seinem Wertewandel (oder -verfall?) bestechend geschildert wird, mutet der Roman im Ganzen doch etwas zu sehr wie ein Aufguß des großartigen 'Radetzkymarsches' an: Nicht nur aufgrund der ähnlichen Personen (ein anderer Graf Chojnicki, ein anderer Diener Jacques), auch aufgrund der ähnlichen Grabgesänge auf Monarchie und Vielvölkerstaat wirkt die 'Gruft" oftmals eher wie eine Kopie als wie eine Weiterführung der Geschichte aus dem 'Radetzkymarsch'.

Mir hat die Erzählung im Großen und Ganzen dennoch gut gefallen, da Roth über einen fast melodiösen Schreibstil verfügt und die Thematik reizvoll bleibt. Insgesamt aber kein Vergleich zu dem fabelhaften 'Radetzkymarsch'.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Kriegsspielverderber Joseph Roth 11. April 2010
Format:Taschenbuch
Häufig werden "Die Kapuzinergruft" und "Radetzkymarsch", beide von Joseph Roth, in einem Atemzug genannt, wobei der vorliegende, in 1938 erschienene Roman meistens im Schatten von "Radetzkymarsch" aus dem Jahr 1932 steht. Völlig zu Unrecht, denn genau genommen ist "Die Kapuzinergruft" die pointierte und logische Konsequenz, die sich aus "Radetzkymarsch" ergibt. Beide Romane haben als gemeinsame Schnittmenge den Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie durch den Ersten Weltkrieg. Aber "Die Kapuzinergruft" ist ein politischer Roman, ohne dabei seine literarische Qualität einzubüßen. Er ist zugleich ein Antikriegsroman der besonderen Art. Er hat es nicht nötig, die brutale Wirklichkeit von Kriegen auszumalen; es reicht, die Folgen des Ersten Weltkrieges für die verunsicherten und orientierungslosen Menschen in der ehemaligen Donaumonarchie zu beschreiben, um den Ersten Weltkrieg zu verdammen und vor weiteren zu warnen. Wie wir wissen, haben alle Mahnungen von Joseph Roth, dem genialen Kriegsspielverderber, letztendlich nicht geholfen und der Zweite Weltkrieg begann drei Monate nach seinem Tod am 27.05.1939. Dem außergewöhnlichen literarischen Stellenwert des Gesamtwerkes von Joseph Roth tut das jedoch keinen Abbruch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen sehr lohnenswert - herrliche Sprache
wundervolle Sprache. Eindrückliche Schilderung
der späten KuK Zeit.
Themen breit ausgearbeitet - nichts für den schnellen
Querleser. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von hellmuth weisser veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant
es ist interessant einiges aus der Geschichte zu lesen. Der Titel Kapuzinergruft ist für mich nicht wirklich verständlich gewesen. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Alexandra Zdrazil veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Untergang
Auch wenn Ihnen vielleicht die Geschichte und Landkarte( Galicien etc ) der K. u. K Monarchie nicht so vertraut sind, auch wenn Ihnen die Vorgeschichte, die im Radetzkymarsch... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von caulfield veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich ging durch leere Strassen mit einem fremden Hund''....
'.."'Gott segne Sie!"' Sagte der Bruder Kapuziner und schlug das Kreuz über Trotta. "'Gott erhalte....." "'Pst! Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von "Kaktusblüte" veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen lesenswert
Die Fortsetzung zum Radetzkymarsch bietet wieder treffende Stimmungen und sehr subtile Schilderungen zum Untergang der Ö-Ung Monarchie. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. April 2010 von hugo van hayen
5.0 von 5 Sternen Auch ein Spiegelbild der gegenwärtigen Dekadenz
Sechs Jahre nach dem großartigen Roman "Radetzkymarsch", ließ Joseph Roth seinen Helden Franz Ferdinand Trotta wieder zu Wort kommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Januar 2010 von Fuchs Werner Dr
5.0 von 5 Sternen Der Schwanengesang einer untergegangen Welt
Unter allen untergegangen Imperien der europäischen Geschichte ist wohl die Habsburgermonarchie die melancholischste. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2009 von ludwigwitzani
5.0 von 5 Sternen Kapuzinergruft
Es tut mir leid, ich habe es verschenkt und kann nichts darüber sagen.
5 Sterne, weil Roth einer meiner Lieblingsschriftsteller ist.
Veröffentlicht am 1. Mai 2009 von Dr. Mona Obländer
4.0 von 5 Sternen Im direkten Vergleich mit dem "Radetzkymarsch" vielleicht wirklich nur...
DENNOCH ein Werk aus dem österreichischen Literatur-Parnass und, gemeinsam mit dem umfangreicheren Vorgängerroman, eine unverzichtbare Landkarte für alle Erhebungen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juli 2007 von Daniel Johannsen
3.0 von 5 Sternen Das Ende einer Dynastie
Der Roman zeigt die österreichische Geschichte seit der Jahrhundertwende. Es wird die Wende zu einer neuen Zeit, zur Zeit der Demokratie und Republik gezeigt, und die... Lesen Sie weiter...
Am 4. August 1999 veröffentlicht
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