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Die Kapuzinergruft
 
 
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Die Kapuzinergruft [Gebundene Ausgabe]

Joseph Roth
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 189 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: Sonderausgabe. (23. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462036459
  • ISBN-13: 978-3462036459
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 412.950 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joseph Roth
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Die Kapuzinergruft", die mit dem Niedergang des Geschlechts der Trotta endet, zeigt gleichzeitig den Niedergang eines Reiches und einer Epoche. Dem voraus ging für die Trottas ein Aufstieg über mehrere Generationen, der aus dem slowenischen Sipolje über die österreichisch-ungarische Armee bis in die Machtsphäre des Kaisers Franz Joseph und des Erzherzogs und Thronfolgers Franz Ferdinand führte.
Der Erzähler jedoch, der von seinem Leben außerhalb dieser adligen Kreise und von seinem Weg aus der Welt berichtet, stemmt sich gegen die Zeit, verzweifelt, aussichtslos und anrührend.

Der Verlag über das Buch

Joseph Roths gefeierter Roman vom unaufhaltsamen Untergang Österreich-Ungarns

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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Joseph Roths „Kapuzinergruft" ist ein Abgesang auf das Habsburger-Reich in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg - daraus erklärt sich auch der Titel: der letzte große Kaiser dieses Reiches, Franz Joseph, ist in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt - der Protagonist des Romanes sucht mehrmals im Verlaufe der Handlung die Gruft auf.
Die Zeitspanne von der berichtetet wird, ist die Zeit kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges bis zum Ausbruch des Faschismus in Österreich (Dollfuß - später Anschluss ans Deutsche Reich).
Der Handlungsort ist Wien, unterbrochen von der Kriegszeit von Trottas - des Protagonisten-, die er hauptsächlich in russischer Gefangenschaft verbringt.
Die Handlung kreist um die durch den Krieg orientierungslos gewordenen Hauptfigur - ein dekadenter slowenischer Adliger, ohne Ausbildung und durch Investitionen in Kriegsanleihen ohne Vermögen. Eine herausgestellte Rolle spielt auch seine Mutter, die versucht, die großbürgerlichen und adligen Ideale der Kaiserzeit in Würde bis zu ihrem Tod aufrecht zu erhalten. Trottas Frau Elisabeth stellt hierzu das Gegenbild dar - sie ist einer ungarischen Künstlerin in einer lesbischen Allianz verbunden und verkörpert in vielen Dingen den Geist der Nachkriegszeit. Wichtig für Trotta sind auch die beiden Figuren Branco (ein Maroniverkäufer) und Reisiger (ein jüdischer Kutscher), die das ursprüngliche und kraftvolle Leben verkörpern, nach dem sich Trotta sehnt, aber auch die Vielfalt der Völker und Kulturen der Donaumonarchie darstellen.
Dekadenz, Todesahnung, ja -sehnsucht und Zerfall kennzeichnen Trottas Leben im Wien der Nachkriegszeit - das letzte Mal hat er sich bizarrerweise in russischer Kriegsgefangenschaft zu Hause gefühlt.
Lesenswert wird der nicht sehr umfangreiche Roman vor allem durch die wunderschöne Prosa Roths, die einerseits reflektierende Passagen anbietet, andererseits in der Dialoggestaltung und Personenskizzierung ihre Meisterschaft zeigt.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von hartmutw
Format:Taschenbuch
In der 'Kapuzinergruft' durchlebt der Großneffe des berühmten Helden von Solferino aus dem 'Radetzkymarsch' Vorkriegszeit, Ersten Weltkrieg mit Untergang der Habsburger Monarchie sowie die Wirren der Nachkriegszeit bis zum Anschluß an Hitlerdeutschland 1938.

Während das Nachkriegs-Wien in seiner Orientierungslosigkeit und seinem Wertewandel (oder -verfall?) bestechend geschildert wird, mutet der Roman im Ganzen doch etwas zu sehr wie ein Aufguß des großartigen 'Radetzkymarsches' an: Nicht nur aufgrund der ähnlichen Personen (ein anderer Graf Chojnicki, ein anderer Diener Jacques), auch aufgrund der ähnlichen Grabgesänge auf Monarchie und Vielvölkerstaat wirkt die 'Gruft" oftmals eher wie eine Kopie als wie eine Weiterführung der Geschichte aus dem 'Radetzkymarsch'.

Mir hat die Erzählung im Großen und Ganzen dennoch gut gefallen, da Roth über einen fast melodiösen Schreibstil verfügt und die Thematik reizvoll bleibt. Insgesamt aber kein Vergleich zu dem fabelhaften 'Radetzkymarsch'.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
DENNOCH ein Werk aus dem österreichischen Literatur-Parnass und, gemeinsam mit dem umfangreicheren Vorgängerroman, eine unverzichtbare Landkarte für alle Erhebungen, Schluchten und sumpfigen Ebenen (sie sind das vorherrschende Terrain) der Wiener Seele. Ich bin wahrlich kein Monarchist, aber für die Dauer der Lektüre von Leutnant Trottas fassungslos-traurigen Streifzügen durch eine kaputte Welt muß ich es jedesmal werden - überdies mit tränennassen Wangen...
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