Ahlbeck, nahe der holländischen Grenze, war bereits in Mani Beckmanns erstem historischen Roman "Moorteufel" Zentrum der Handlung. Diesmal reisen die Leser ins 17. Jahrhundert, gerade wurde der dreißigjährige Krieg durch den westfälischen Frieden beendet. Daniel Wagenknecht schlägt mit einer Gruppe Zigeuner sein Lager nahe der kleinen Ortschaft auf, denn es ist Kirmes. Zu seinem Klan gehören Gaukler, Händler und Wahrsagerinnen. Damit die auch tatsächlich die Wahrheit sagen, wird Daniel, der mit seinen rotblonden Haaren nicht wie ein Zigeuner aussieht, als Priesterschüler in den Gasthof einquartiert. Was er dort zu hören bekommt, ist nicht von schlechten Eltern. Zwischen den drei Großbauern herrscht tiefe Feindschaft, der Priester ist ein Säufer, der Kaplan treibt es mit den Frauen und den hässlichen Gastwirt verbindet ein schreckliches Schicksal mit seiner schönen Frau. Doch auch dem Geheimnis seiner eigenen Herkunft kommt Daniel auf die Spur, und dazu muss er die geheimnisvolle Kapelle im Moor aufsuchen ... Ein äußerst spannender und fesselnder Roman. Man darf gespannt sein, welche Zeit sich Mani Beckmann als nächstes nimmt, um uns die kleinen Geschichten der deutschen Provinz zu erzählen.