Sam Cayhall, ein Mitglied des Ku Klux Klan, wurde 1979 zum Tode verurteilt, weil er für schuldig befunden wurde, die Kanzlei eines jüdischen Bürgerrechtlers in die Luft gejagt zu haben, wobei dessen kleine Zwillingssöhne ums Leben gekommen sind. Seitdem wartet er im Todestrakt des Staatsgefängnisses auf seine Hinrichtung. Elf Jahre später will ein junger Anwalt Cayhalls Fall, dessen Hinrichtungstermin inzwischen festliegt, wieder neu aufrollen, um dessen Leben zu retten. Obwohl der junge Mann Cayhall in seinem Leben noch nie gesehen hat, hat er einen Grund, dem alten Mann sein Leben zu retten: Er ist dessen Enkel. Man merkt dem Roman deutlich an, daß sich John Grisham im amerikanischen Gerichtswesen auskennt. Beim Lesen wird man unwillkürlich in die Handlung hineingezogen und man beginnt früher oder später sich Gedanken über den Sinn der Todesstrafe zu machen. Aber nicht nur deswegen ist das Buch lesenswert: Es ist einfach faszinierend, wie sich zwischen Cayhall und seinem Enkel langsam eine Beziehung aufbaut und welche Tricks der Enkel im und außerhalb des Gerichts anwendet, um seinen Großvater vor der Gaskammer zu retten. Gleichsam ist es auch makaber mitzubekommen, wie genau so eine Hinrichtung geplant ist, man wird dabei erinnert, daß es ein bis in das kleinste Detail geplanter Mord ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)