Bücher über Liebesgeschichten gibt es viele. Die Kameliendame ist eines davon. Dieser Roman aber, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist, hat seine Zeit überdauert und ist zu Weltruhm gelangt, der auch in der Gegenwahrt noch nicht erloschen ist. Es ist die Geschichte von Marguerite Gautier, die ihre selbstlose Liebe zu Armand Duval entdeckt. Das ist insofern ungewöhnlich, da es sich bei Marguerite Gautier um eine Pariser Kurtisane im 19. Jh. handelt, bei denen Selbstlosigkeit in Liebesdingen oftmals berufliche Veränderungen heraufbeschwören. Armand Duval will sie also dem ältesten Gewerbe der Menwschheit entreißen und sie seelisch und gesundheitlich "heilen". Auf dem Lande strebt man das Glück zu zweit an, bis die bürgerliche Moral in Form des Vaters ihres Geliebten auf den Plan tritt. Dieser fordert von Marguerite seinen Sohn zu verlassen um dessen Zukunft und die der Familie Duval nicht zu ruinieren. Das ist alles was ich zur Handlung sagen möchte, denn es lohnt sich wirklich diesen kleinen Roman zu lesen, in dem der jüngere Dumas mit erstaunlicher Kenntnis und fesselnder Wirklichkeitskunst ein Sittengemälde der Pariser Halbwelt zeichnet. Es gelingt Dumas diese Liebesbeziehung ergreifend und mitfühlend, doch ohne Sentimentalität darzustellen, obwohl oder gerade weil er hier über eigene Erfahrungen schreibt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)