... ist dieses Standardwerk der ägyptischen Literatur (wenn nicht sogar der Weltliteratur) erneut enorm zu empfehlen.
Die Liebe, die Mahfus zu seinen Charakteren entwickelt ist beeindruckend, wenn es auch für den westlich, aufgeklärten Leser/Leserin nie leicht sein wird zu verstehen, wie insbesondere die Clanmutter ihren Patriarchen auf Dauer "aushalten" kann. Gerade diese (und andere) Befremdlichkeit(en) machen die Trilogie so lesenswert.
Die epische Länge vermittelt einen Eindruck in die ägyptische Seele und lässt die Ereignisse aus dem Februar verständlicher werden: Die endlose, bisweilen masochistisch anmutende Geduld, dann die Euphorie der Erhebung ... das autokratische, selbstherrliche Verhalten von Mächtigen...
Wer sich einmal in der Altstadt von Kairo bewegt hat und die Häuser hat zeigen lassen, in denen Mahfus die Romane ansiedelt, wer sich von dieser Atmosphäre hat verzaubern lassen und darin schwelgen will, wer sich für Ägypten in der heutigen Zeit interessiert (oder, wie ich, beruflich öfters dort zu tun hat), dem sei die Trilogie ans Herz gelegt.
Wer das in einer Kurzversion haben möchte, dem sei: "Die Midaq-Gasse" von Mahfus empfohlen.