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Die Küchenfee: Roman [Taschenbuch]

Stella Conrad
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Juli 2008
Von Männern und anderen Leckereien

Delikate Orangensauce zur Entenbrust, zartschmelzende Mousse au Chocolat zum Dessert – das zaubert Spitzenköchin Lilli doch im Handumdrehen. Aber als sie den eigenen Mann in flagranti mit ihrer Chefin ertappt, kocht sie über und wirft ihn raus. Ohne Job und doppelten Boden fängt Lilli mit ihren beiden pubertierenden Töchtern noch einmal ganz von vorne an …

Eine spritzige romantische Komödie für alle Leserinnen, die bei TV-Kochshows ins Schwärmen geraten.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Diana Taschenbuch (1. Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453352521
  • ISBN-13: 978-3453352520
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 219.085 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stella Conrad, 1960 in Recklinghausen geboren, arbeitete lange Jahre als Köchin und verschiedensten Berufen, bevor sie sich 2005 dem geschriebenen Wort zuwandte. Als eine Hälfte des Autorinnenduos Minck & Minck veröffentlichte sie äußerst erfolgreiche schwarzhumorige Ruhrpottkrimis um die kratzbürstige Heldin Maggie Abendroth. Unter dem Pseudonym Stella Conrad schreibt sie heitere Liebes- und Familienromane, von denen „Die Küchenfee“ für die DeLia und damit für den Titel des besten deutschsprachigen Liebesromans 2008 nominiert war.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Verdammt, verdammt, verdammt!« Lilli Berger fluchte zwischen zusammengebissenen Zähnen, während sie fieberhaft mit einem Quirl in einer kleinen gusseisernen Pfanne rührte. Die orangefarbene Flüssigkeit blubberte laut, und schließlich traf ein dicker Spritzer ihre linke Hand. Sofort bildete sich eine große Brandblase. Keine Zeit, sich darum zu kümmern. Das gehörte, wie Schnitte und Verbrennungen, zum Alltag in einer Restaurantküche. Sehr treffend hatte irgendjemand mal gesagt, Profiköche trügen die Narben an ihren Händen wie Generäle ihre Orden, als sichtbare Beweise siegreich geschlagener Schlachten.
Die Schlacht um die Orangensauce allerdings war keineswegs geschlagen und siegreich erst recht nicht. Die Sauce in der Pfanne war weit davon entfernt, die gewünschte Sämigkeit zu erreichen.
»Mist, warum willst du nicht ...« Ihr Schimpfen ging im Scheppern zu Boden fallender Topfdeckel unter.
»Wo bleibt die Orangensauce für die Entenbrust?« Monsieur Pierres Bariton war die Ungeduld deutlich anzuhören. »Und, verflucht noch mal, wer ist hier zu dumm, einen Topfdeckel festzuhalten?«
In der nächsten Sekunde stand der Chefkoch schon neben Lilli am Herd und starrte ihr aus nächster Nähe missbilligend ins Gesicht. Er hatte die Hände in die Hüften gestemmt und wippte ungeduldig vor und zurück. Im Hintergrund versuchte die zu Tode erschrockene Spülhilfe hektisch, sich und die Topfdeckel aus der Gefahrenzone zu bringen.
»Soso, Sie wollen also dem Polizeipräsidenten das Mittagessen versauen? Oder will Madame Berger mich wie üblich bloß quälen? Hm?«
Lilli ließ ihre Sauce nicht eine Sekunde aus den Augen. Das hatte sie schon als Lehrling gelernt: die Wutanfälle des Küchenchefs stoisch über sich ergehen zu lassen, ohne ihre Arbeit zu unterbrechen.
»Und, Madame Lilli, ich bestehe darauf, dass Sie endlich eine vernünftige Kopfbedeckung tragen. Ich werde diese Hippie-Tücher in meiner Küche nicht länger dulden.« Monsieur Pierre schnaufte erbost.
Lilli drehte sich schwungvoll zu ihrem Chefkoch um und strahlte ihn an. »Hier ist die Orangensauce, oh göttlicher Maitre, möge sie dem Herrn Polizeipräsidenten zur Stärkung gereichen.«
Aus Richtung der Spüle erklang ein leises Kichern. Blitzschnell fuhr Monsieur Pierre herum und stürzte sich auf die Spülhilfe. »Was fällt Ihnen ein? Hm? Hm? Was ist denn hier so komisch?«, brüllte er die junge Punkerin an. »Und was sollen überhaupt diese Metallknöpfe in Ihrem Gesicht? Sich derart zu verschandeln! In meiner Küche ...«
Erschrocken riss das Mädchen in einer Abwehrbewegung den Spülschlauch hoch, sodass Monsieur Pierre plötzlich in einer Wasserkaskade stand, die ihm die Kochmütze vom Kopf spülte und damit seine verhassten Geheimratsecken zum Vorschein brachte.
Lilli konnte sich nur mühsam beherrschen. Einer musste schließlich in diesem Chaos die Ruhe bewahren und sich um die zur Nebenrolle degradierte Entenbrust kümmern, denn der aufgebrachte Koch und das junge Mädchen rangen weiter um den Schlauch. Wasser spritzte durch die Küche.
Lilli tranchierte das saftige, perfekt rosa gegarte Fleisch und richtete die Scheiben auf einem Saucenspiegel an. In letzter Sekunde rettete sie das Kartoffelgratin davor, ertränkt zu werden, und legte eine Portion auf den Teller. Ein Fächer aus marinierten Orangenfilets komplettierte das Gericht.
Lilli eilte mit dem Teller durch die Schwingtür zur Durchreiche für den Service und betätigte die Klingel. Sie zog eine pinkfarbene, gerade aufblühende Pfingstrosenknospe aus dem Strauß, der neben der Öffnung stand. Mit einem scharfen, kleinen Messer trennte sie sämtliche grünen Blätter vom Stiel, bis dieser vollkommen glatt aussah.
Vanessa Kamlots Gesicht erschien in dem kleinen Fenster.
»Lilli, endlich«, zischte sie. »Was ist denn da für ein Radau bei euch in der Küche? Man kann euch bis hier draußen hören!«
Lilli kürzte den Stiel der Pfingstrose und legte die Knospe auf den Teller. »Perfekt«, sagte sie.
»Perfekt«, bestätigte Vanessa und schnappte sich den Teller. »Aber ich möchte trotzdem gleich wissen, was bei euch los war.«

Durch das Fenster der Durchreiche sah Lilli, dass der Polizeipräsident die Blüte vom Teller nahm und Vanessa mit einer kleinen Verbeugung überreichte. Diese nahm die Blume huldvoll entgegen und kam dann lächelnd auf Lilli zu. »Der Herr
Polizeipräsident schickt sein Kompliment an die Küche. Und seinen Dank, dass ihr ihm etwas zu essen gemacht habt, obwohl wir eigentlich schon Mittagsruhe haben.« Sie schnupperte an der Blüte. »Euer Gezeter hat er ignoriert wie ein echter Gentleman.«
Lilli wollte gerade mit der Schilderung der dramatischen Vorkommnisse beginnen, als Monsieur Pierre durch die Schwingtür gestapft kam. Lilli konnte gerade noch hastig flüstern: »Die Spülhilfe hat keine Schuld, es war reine Notwehr«, als auch schon der wütende Koch neben ihr stand und tief Luft holte, bereit, seiner Empörung freien Lauf zu lassen.
Vanessa hob die manikürte Hand.
Monsieur Pierre klappte den Mund zu.
Lilli bildete sich für den Bruchteil einer Sekunde ein, Dampf aus seinem knallroten Kopf aufsteigen zu sehen.
Mühsam beherrscht presste der Küchenchef hervor: »Ich will Sie sofort sprechen, Madame Kamlot. Mir reicht es endgültig. Ich kann so nicht arbeiten.«
»Monsieur Pierre!«, rief Polizeipräsident Gruber in diesem Moment. »Kompliment an die Küche! Und diese originelle Dekoration, wunderbar.«
Monsieur Pierre fuhr sich durch seine nassen Haare und rang sich ein gequältes Lächeln ab. »Merci, Monsieur Gruber.« Dann drehte er sich zu Lilli um und fauchte: »Welche Dekoration? Wieso originell?« Seine Kiefermuskeln traten vor Anspannung hervor, seine dunklen Augen sprühten Funken. Die sonst immer akkurat sitzende Kochjacke klebte klatschnass an seinem mächtigen Oberkörper, und zu seinen Füßen hatte sich eine kleine Wasserpfütze gebildet.
Wieder rang Lilli um Fassung und kämpfte verzweifelt gegen das aufsteigende Lachen an. Monsieur Pierre agierte wie der Darsteller in einem Slapstick-Stummfilm - maßlos übertrieben, pathetisch und mit raumgreifender Gestik.
Vanessa Kamlots Gesichtsausdruck zeigte allerdings unmissverständlich, dass sie die Situation keineswegs komisch fand. »In mein Büro, Monsieur Pierre. Ich lasse dich dann rufen, Lilli.«
Ohne eine Antwort ihrer Angestellten abzuwarten, verschwand Vanessa in ihrem Büro, gefolgt von dem tropfenden Monsieur Pierre.
Lilli schlenderte zum Tresen, nahm sich ein Glas Mineralwasser und prostete dem Polizeipräsidenten zu.
»Frau Berger, leisten Sie mir und meiner Entenbrust einen Moment Gesellschaft?«, flachste Gruber und tupfte sich mit seiner Serviette die Mundwinkel ab.
Lilli lächelte und ging auf seinen Ton ein. »Ich habe doch gar nichts verbrochen.«
»Ich befürchte, doch. Ich habe Indizien dafür, dass diese hervorragende Orangensauce auf Ihr Konto geht.«
Lilli trat an den Tisch ihres Gastes, ließ theatralisch den Kopf hängen und sagte: »Sie haben mich überführt.«
»Ich würde Sie gern für meine Geburtstagsparty in drei Monaten verhaften und in meiner Küche einsperren. Ich hoffe, Sie kommen freiwillig, und ich brauche keine Handschellen. Ich konnte Ihre Kunst ja auch bei der Silberhochzeit Ihrer Cousine bewundern. Fantastisch. Wie wär's?«
Die Klingel in der Durchreiche ertönte und rief sie in Vanessas Büro. Gerettet.
Polizeipräsident Gruber sah sie erwartungsvoll an.
»Warum nicht?«, sagte Lilli. »Lassen Sie uns doch darüber ein andermal reden, jetzt muss ich leider zurück in meinen Küchenknast. Mein Hofgang ist um. Ich wünsche Ihnen noch einen guten Appetit.«

Als sie auf Vanessas Büro zuging, hörte sie Monsieur Pierre schon durch die geschlossene Tür toben: »Ich kann so nicht arbeiten! Erst versaut meine werte Kollegin die Sauce, und dann werde ich von diesem Punk an der Spüle tätlich angegriffen. Ich verlange, dass die Küchenhilfe gefeuert wird. Madame Kamlot,...

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
4.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufschlagen und Wohlfühlen 19. August 2008
Von Leseliebe
Format:Taschenbuch
Gepflegte Unterhaltung ist selten. Ideenreiche, intelligente und zusätzlich gepflegte Unterhaltung besonders dünn gesät. Da ist es eine Erfrischung für die Sinne ein Buch in Händen zu halten, das alles dies bietet: Echtheit, Witz, Spannung, stimmige Dialoge - und als Dessert leckere Küchenrezepte!
Meine Nachbarin und ich haben das Buch parallel gelesen und waren unisono begeistert: diese Stella Conrad kann schreiben! Und was sie schreibt, geht eben auch Leser(innen) jenseits der dreißiger Grenze wohltuend ans Herz.
Die Geschichte um Lilli, die Küchenfee, ist eine, wie sie täglich tausendfach auf der Welt passiert - aber Stella Conrad versteht es die Geschichte einer betrogenen Frau und ihren Weg in eine neue (persönliche und berufliche) Selbstständigkeit mit Verve und wunderbar lebendigen Dialogen zu präsentieren - und mit zusätzlichen Genüssen wie einen leckeren Sonntagsbraten zu spicken.
Unbedingt lesen: Aber vorher mit dem Hund Gassi gehen, den Telefonstecker ziehen und alle Verabredungen absagen. Dieser Roman ist ein großes Stück Vollmilchschokolade mit einer unerwarteten Explosion frischen Pfeffers, den man erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legen will.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine zauberhafter und berührender Roman 3. März 2010
Von Büchersüchtig TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
ZUM INHALT:
Lilli Berger ist Anfang Vierzig und Köchin im Nobelrestaurant "Camelot". Sie liebt ihren Beruf und ihre Familie (GöGa Armin und ihre Töchter Kati und Svenja) über alles. Die Harmonie hat ein Ende, als sie eines Tages herausfindet, dass ihr Mann mit ihrer Chefin bereits seit 3 Jahren ein Verhältnis hat.

In ihrer Wut kündigt sie ihren Job und setzt ihren Mann vor die Tür.
Nach einiger Zeit der Verzweiflung macht sie sich gemeinsam mit ihrer Freundin Gina -mit dem Cateringservice "Lillis Schlemmereien"-selbständig. Tatkräftige Unterstützung erhält sie von ihren Freunden und ihren Töchtern...

MEINE MEINUNG:
Dieses Buch ist wirklich traumhaft geschrieben & hat viel Suchtpotential - man lebt, leidet und lacht mit den Figuren richtig mit.
Es zeugt von menschlich beschriebenen und vorwiegend sympathischen Protagonisten, einem toll umgesetzten Plot sowie vielen Gefühlen samt Wortwitz.

Bei den Beschreibungen der tollen Gerichte ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen und die Dekorationen, passend zum Essen, sind ebenso bildlich und fantasievoll beschrieben.

FAZIT: Ein köstlicher Roman, der zum Träumen und Mitfiebern einlädt.
Ein Highlight sind auch die 15 Rezepte, die in der Geschichte vorkommen -sind im hinteren Teil des Buches zu finden- und zum Nachkochen anregen sollen.

Ein Genuß fürs Auge (beim Lesen) & für den Magen (beim Essen)! Volle 5 STERNE!!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Locker und leicht 6. Januar 2009
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist so locker und leicht geschrieben, sodass man es in einem Rutsch durchlesen will. Manche Situationen hat jeder schon mal erlebt und fühlt mit Lilly so richtig mit. Auch für "Nichtköche" sind die Rezepte und Dekorationen sehr vorstellbar geschildert. Einfach GUT!!!
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ARRAY(0xa4a6e6a8)

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