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Die Königstochter aus Elfenland
 
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Die Königstochter aus Elfenland [Taschenbuch]

Lord Dunsany , Hans Wollschläger
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 1997 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 275 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608875190
  • ISBN-13: 978-3608875195
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 549.687 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Ich hoffe, daß der Leser, dem der Titel dieses Buches vielleicht die Vermutung eingibt, er werde da in ein wunderliches, ihm ganz fremdes Land geführt, sich davon nicht abschrecken läßt; denn wenn auch einige Kapitel wirklich von Elfenland erzählen, so zeigt sich im größeren Teil doch nur das Antlitz der Gefilde, die wir kennen: Ein ganz gewöhnlicher englicher Wald, ein Tal, ein ganz alltägliches Dorf, gut zwanzig oder fünfundzwanzig Meilen entfernt von der Grenze von Elfenland."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Lord Dunsany gehört zu den besten Autoren der märchenhaften Fantasy-Literatur. Er hat über 60 Erzählungen veröffentlicht in einem sehr altertümlichen, aber äußerst bildhaften Stil, wie etwa: "Im Lande des Yann." „Die Königstochter von Elfenland" ist ebenfalls eines seiner bekannten Werke. Er beschreibt die "Suche nach einer verlorenen Kindheit". Diese wird repräsentiert durch ein märchenhaftes zeitloses Elfenreich. Dort liebt die Tochter des Elfenreiches den jungen Protagonisten Alvaric und zieht mit ihm aus dem Märchenland, in welchem sie sich geborgen gefühlt hatte. Doch ihr Heimweh nach ihrer Heimat ist zu groß und sie fühlt sich in der realistischen Welt ihres Geliebten nicht wohl. So verlässt sie ihn wieder und kehrt ins Elfenland zurück. Dabei lässt sie sogar ihren Sohn Orion zurück. Alvaric sucht sie und das Elfenland vergeblich.

Auch in diesem Fall wird meisterhaft ein Märchen über ein Elfenland erzählt, welches den Leser von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt. Für mich gehört das vorliegende Märchen neben den Erzählungen Dino Buzzatis, an dessen märchenhaften Stil er mich erinnert, zu dem besten, was Fantasy zu bieten hat. Aber auch Anklänge an Algernon Blackwood, etwa seinen "Wendigo", lassen sich meines Erachtens hier finden.

Im übrigen trifft hier die Definition der phantastischen Erzählung zu: es existieren zwei Welten, die - wie sich zeigt - nicht miteinander vereinbar sind, jede der beiden Welten kann nur für sich sein, ein nebeneinander ist - wie an der erfolglosen Suche Alvarics deutlich wird, der das Elfenland nicht wiederfindet, nicht wieder. Es ist meines Erachtens das Verdienst der Übersetzung, den symbolistisch-altertümlichen Stil der Erzählung bewahrt zu haben. Offenbar knüpft Dunsany an irische Elbenmärchen an (eine Tradition, die dann Tolkien im "Hobbit" und "Herr der Ringe" fortgesetzt hat - und sie lassen den Leser in eine wunderbar-mythische Welt "eintauchen". Es lohnt sich, die phantastischen Geschichten Dunsanys, eines Professors für Englische Literatur (und dies merkt man an der feinsinnigen Sprache) zu lesen und sich von seiner Sprachgewalt in ein anderes Reich "entführen" zu lassen - das Elfenland.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Klassiker der Fantasy 12. Januar 2002
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Edward John Moreton Drax Plunkett, der 18. Baron Dunsany, der in der Literatur als „Lord Dunsany" bekannt wurde, war eine schillernde Figur: der Nachfahre von „Räuberbaronen" besuchte die Eliteschule von Eton, später die Militärakademie Sandhurst, und war Soldat, Großwildjäger, Sportler, Schachmeister von Irland und Professor für englische Literatur an der Universität von Athen. Daß er nebenbei von 1905 bis 1950 an die 60 Bände mit Erzählungen, Kurzgeschichten, Gedichten und Dramen herausbrachte, und das mit einer Wortgewalt und einer derart bilderreichen Sprache, das macht ihn zu einem der Klassikerautoren des Fantasy-Genres.
„Die Königstochter von Elfenland" ist eines seiner bekanntesten Werke, und ein Roman um die Suche des Menschen nach den verlorenen Zaubern der Kindheit: Dunsany entführt den Leser in eine Welt voller Magie, weg von den „Gefilden, die wir kennen" bis hin zu dem mystischen Elfenreich, wo die Zeit keinen Einfluß hat, wo immer Frühling oder Sommer ist, dorthin, wo das Schloß des Elfenkönigs steht, „davon im Lied nur erzählt wird". Der junge Alveric gelangt also ins Elfenreich und die Tochter des Elfenkönigs verleibt sich in den jungen Helden, mit ihm verläßt sie die magischen Reiche. Doch in den irdenen Gefilden vermag sie schwer Fuß zu fassen, zu elfisch ist ihre Weltsicht, und so reist sie eines Tages wieder zurück, selbst ihren Sohn Orion zurücklassend. Der Elfenkönig verschleiert daraufhin die Elfenlande, denn Alveric macht sich auf die Suche nach den mystsichen Gefilden. In den nächsten Jahren wird Orion erwachsen und ein berühmter Jäger, während Alveric noch immer mit einer Schar verrückter Träumer auf der Suche nach Elfenland ist.
Soweit die kurze Inhaltsangabe. Was sich hier reichlich trivial anhört, wird jedoch von Dunsany in Worte gekleidet, die von einer phantastischen Fabulierkraft, einer spielerischen Umgang mit der Sprache zeugen, sodaß der Stil des Romans alsbald den Leser in Bann nimmt so wie die immergrünen Wiesen von Elfenland, darauf alldiemal leuchtet das Zwielicht und der Tau, umgeben von einer malvenblassen und rötlichen Herrlichkeit, davor unsere Sonnenuntergänge blaß werden... Dunsany erzählt von dem goldenen Schimmer, den die Staubteilchen im Sonnenlicht tanzen und von den sternenbeschienenen Lichtungen der Einhörner, vom Tanze der Irrlichter und von viel Zauberei mehr.
Der eigentliche Zauber aber ist es, daß der Leser gefesselt wird von dieser ausdrucksstarken Beschrei-bung und von den Wortkonstruktionen altertümlicher Begebenheiten - die Erinnerungen an Kindertage, da wo jeder Tag ein Wunder und die Zeit etwas Abstraktes war, werden auf wundersame Weise geweckt.
Großes Lob gebührt natürlich auch der gelungenen Übersetzung von Hans Wollschläger. Das Zitat auf der Buchrückseite „...man hält sich in den Sätzen auf wie in einem Zimmer, das eigentlich die Schatzkammer eines Märchenkönigs ist." trifft es eigentlich ganz genau.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein Buch nicht für jedermann. Ein Fantasyroman? Nein, eher ein langgezogenes Märchen. Am Anfang wird gar nicht so recht klar, worum es eigentlich gehen soll, in jedem Kapitel mäandert die mit leichter Hand hingeworfene Geschichte von einer Wendung zur nächsten. Hauptfiguren kommen und gehen wieder, Orte werden entdeckt und wieder vergessen. Erst langsam wird klar, dass all diese Schicksale tatsächlich eine ganze Geschichte bilden. Und die geht so: Die Bewohner des unbedeutenden Dorfes Erl wollen ihrer Grafschaft etwas mehr Glanz und Glamour verleihen und überreden so den König, etwas zauberisches Blut in sein Geschlecht zu bringen. Schweren Herzens entsendet der seinen Sohn ins Elfenland um die Königstochter zu heiraten. Der Anfang zahlreicher Probleme und Schicksalsschläge. Die Elfenprinzessin wird im Land der Sterblichen nicht glücklich, der gemeinsame Sohn jagt lieber Einhörner als sich zu seiner Verwandtschaft mit ihrem Geschlecht zu bekennen und der verlassene Königssohn begibt sich in Begleitung von Mondsüchtigen, Verrückten und depressiven Künstlern auf eine sinnlose Reise an den Rand der Welt. Dazu eine gute Hexe, übersinnliche Füchse, verwirrte Tauben, jede Menge Trolle und Einhörner und einen christlichen Missionar auf verlorenem Posten. So verzaubert wie die Welt der Elfen, so kommt auch diese Geschichte daher. Nichts für Leser die Prosa nach Schema F erwarten, mit Spannungsbogen, Pro- und Antagonisten. Man muss sich schon einlassen auf diese literarische Märchenwelt. Aber dann wird man reichlich belohnt. Das Leben am Rande des Elfenreiches wird so plastisch dargestellt, dass man selber dort gewesen zu sein glaubt. Meine Lieblingsstelle ist die, als eine ganze Gruppe Trolle das Menschenreich betritt und das in ihrer Zeitlosigkeit noch nie zuvor erlebte Verstreichen der Zeit bestaunt, wie sich Tage verwandeln von Morgenstimmung über Geschäftigkeit bis hin in die Gemächlichkeit der Abende und die Ruhe der Nacht, toll und ein guter Anlass mal selber auf eventuell in den eigenen Adern fließendes Elfenblut zu hören. Ein Meisterwerk aus der prä-Tolkien-Ära der 20er Jahre, als Fantasy noch nicht zwangsweise mit Schwertkämpfen und Ungeheuern verbunden wurde. Sie lieben Goldman's und Grimm's Märchen? Dann sind Sie hier richtig. Sie wollen lieber eingeölte Muskelmänner die devote Burgfräuleins aus den Klauen dämonischer Bösewichter befreien? Dann nicht.
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