"Die Königin von Saba" ist ein Band mit stark autobiografisch gefärbten Kurzgeschichten des jungen Hamsun.
Der Autor zeigt sich darin als Heißsporn und Gernegroß, der sich noch die Hörner abstoßen muss. Mit seiner fordernden, selbstbezogenen, hochmütigen Art eckt er an oder stößt sogar auf Ablehnung, in der Titelgeschichte etwa, in der er einer Frau hunderte von Kilometern in der Eisenbahn nachfährt und auf ein Zeichen von ihr wartet - um dann festzustellen, dass sie verheiratet ist. Pluspunkt: In den Bildern, die die damalige Welt sehr genau heraufbeschwören, zeigt sich das erzählerische Talent.
Später erhielt Hamsun den Literaturnobelpreis, hier übt er noch.