Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ägyptologisch und literarisch eine Katastrophe, 10. Dezember 2007
Mir wurde dieses Buch von mehreren Leuten empfohlen, aber da muss wohl die Begeisterung für Ägypten mit dem guten Geschmack durchgegangen sein. Dieses Werk ist ägyptologisch und literarisch eine Katastrophe. Literarisch: Alle Charaktere sind einseitig schwarz-weiß gezeichnet und deshalb völlig unglaubwürdig. Selbst der Hund der Königin Ahotep erscheint wie Lassie zuverlässig immer an der "richtigen" Stelle, um einen Bösewicht zu stoppen. Die Handlung springt unmotiviert von einem Ereignis zum nächsten. Es fehlt eine zündende Idee hinter dem vordergründigen historischen Geschehen. Als Comic könnte man es sich vielleicht gefallen lassen. Als Roman nicht. Ägyptologisch: Der Autor schafft es keine Sekunde, sich in die Zeit der Hyksos und die geistige Verfassung der Menschen von damals einzufühlen. Wenn die Namen von Orten und Menschen nicht ägyptisch klingen würden, würde man sich eher zur Zeit der französischen Revolution wähnen. Genauer: In einem billigen Filmchen über die französische Revolution. Der Autor schreckt auch nicht davor zurück, wiederholt platte Esoterik einzubauen. Eine Ahnung davon, was zur Hyksoszeit wirklich geschah, und warum die Personen damals so handelten wie sie handelten, bekommt man nicht. Fazit: Ein richtig schlechtes Buch. Ich rate ab.
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14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Wilder Wein, 16. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Königin von Theben (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich ein treuer Fan von Herrn Jacq, muß ich an dieser Stelle doch die Gelegenheit ergreifen und leise Kritik und argwöhnendes Unverständnis äußern. Daß Herr Jacq in seinen vorherigen Büchern keinen großen Sinn für Romantik, Stilistik und Erzählkunst offenbarte, verzieh man ihm leicht, da er als großer und bekannter Wissenschaftler auftrat und somit den fehlenden Lesefluß vergessen machte. Mit diesem Buch bezeugt Herr Jacq, daß er nicht nur kein Literatur-Gourmet ist, sondern auch nichts von der Welt des alten Ägypten versteht! Wie sonst sind die Truthähne (S. 15!), Mais als Futter für den Falken (S. 37) und Kaffee (!) in der Taverne (Zitat, S. 124) von Memphis zu erklären? Jetzt reichts! Von der Universität vertrieben, sollte Herr Jacq auch von der privaten Bibliothek ausgeschlossen werden. Ich werde jedenfalls dieses Buch nicht kaufen und lesen!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ägypten unter den Hyksos, 31. März 2006
Die Hyksos unter "Pharao" Apophis halten fast ganz Ägypten besetzt, unterjochen das Volk und sind grausamer als sich ein Ägypter das je hätte träumen lassen. Lediglich Theben ist noch nicht besetzt, muss sich aber allen Forderungen der Besatzer beugen. Somit ist Theben völlig machtlos und die Königin nur eine Marionette der Hyksos, jedenfalls machen sie das Apophis in seinem fernen Auaris im Delta glauben. Tatsächlich haben sich viele Ägypter und speziell die Thebaner noch nicht völlig geschlagen gegeben. Ahotep und ihr Mann Sequen bauen im Geheimen eine kleine Streitmacht auf und auch im übrigen Ägypten bauen sich kleine Widerstandsgruppen auf. Die Hyksos sind jedoch viel zu mächtig, als dass man an ein schnelles Zuschlagen denken könnte, somit vergehen viele Jahre der Untergrundbewegung, bis es am Ende des Buches zu einem ersten Kampf für die Freiheit kommen kann. Das Buch ist wie üblich hervorragend recherchiert mit vielen historisch belegten Anhaltspunkten. Darüber hinaus hält sich das überaus unrealistische Übernatürliche, welches Christian Jacq in seinen Büchern ja nie auslässt, in einem halbwegs erträglichen Rahmen. Da es erst der erste Band der Geschichte ist, geschieht bis zum Ende noch nichts Überwältigendes, trotzdem verebbt die Spannung nie wirklich, da der Widerstand auf so wackligen Beinen steht, dass er bei der kleinsten Unachtsamkeit noch leicht niedergeschlagen werden könnte.
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