'Die Königin der Schwerter' liest sich wunderbar flüssig und bleibt dabei spannend bis zur letzten Seite. Dabei wechseln die Erzählstränge nicht nur zwischen unserer Welt und der Welt Benizes, sondern auch innerhalb dieses Reiches zwischen verschiedenen Personen, die mit der Geschichte verknüpft sind, hin und her. Dabei sind für mich alle Erzählstränge gleich spannend und die betroffenen Personen jeweils so interessant und vielschichtig, dass ich am liebsten immer auf allen Schauplätzen gleichzeitig gewesen wäre. Keine Erzählperspektive hat mich gelangweilt, im Gegenteil, ich wollte immer wissen, wie es den Einzelnen weiter ergeht. Die Erzählperspektive wechselt aber nicht nur zwischen einzelnen Personen und ihren Handlungen, sondern lässt auch immer mal wieder Geschehnisse aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten wiederholt passieren, so dass man sie nachträglich nochmals aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten kann und z. B. Auswirkungen eingesetzter Magie sofort an anderen Personen miterleben kann. Das gefällt mir immer wieder sehr gut.
Hervorzuheben ist auch, dass man lange Zeit im Ungewissen blieb, wer von den Personen als Gut oder Böse zu betrachten ist. Wobei es ein getrenntes gut und böse kaum gab, denn man entwickelt für die Personen und ihren Lebenshintergrund Verständnis und die Charaktere verändern sich im Laufe der Geschehnisse, bzw. die Geschehnisse verändern sie, so dass man lange hin- und hergerissen ist, wem man trauen kann und wem nicht. Das erhöhte in großem Maße die Spannung
Sehr gut beschrieben sind die magischen Momente und die Emotionen der Personen. Man konnte richtig mitfühlen, manche Szene war richtig unheimlich.
Das Ende ist kein totales Happy-End, sondern bleibt bei dem ein oder anderen Schicksal konsequent aber realistisch. Aber genau das hat mir hier gut gefallen, denn es passte und alles andere wäre unglaubwürdig gewesen.
Eine sehr schöne und für mich niemals langweilige Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.