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Die Königin der Raben: Historischer Roman
 
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Die Königin der Raben: Historischer Roman [Taschenbuch]

Julie Watson , Gloria Ernst
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 640 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442376858
  • ISBN-13: 978-3442376858
  • Originaltitel: The Raven Queen
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 201.030 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine große keltische Saga um Pflicht, Ehre, Liebe und Hass

Erst wenn der Frühling wieder erblüht, darf Königstochter Maeve weiterleben, denn ein Fluch liegt auf ihr, seit sie es gewagt hat, ihres Vaters Schwert zu entwenden, um an die Macht zu gelangen. Drei Mal schon ist die schöne, rothaarige Tochter Eochaids von ihrem Vater wie ein Stück Vieh verheiratet worden, doch nun will die kriegerische Maeve ihr Schicksal als Spielball der Männer nicht länger ertragen und ist zurückgekommen, um ihre Freiheit und die ihres Volkes zu erkämpfen. Mit Hilfe ihres Geliebten, dem Druiden Ruan, tritt sie den Kampf gegen ihre Feinde an, aber wird sich die willensstarke Kriegerin zwischen Macht und Liebe entscheiden können?

Über den Autor

Die junge Engländerin Julie Watson wuchs in Australien auf. Seit ihrer Heirat mit einem Schotten arbeitet sie als freischaffende Journalistin und PR-Managerin in England. Doch ihre große Leidenschaft gilt der Archäologie, der wenig dokumentierten Geschichte der Kelten und Pikten. Julie Watson und ihr Mann teilen ihre Zeit auf zwischen England und Australien.

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Kundenrezensionen

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Löttle
Ich merke vorerst an, dass ich wohl auf Grund dieses Romans in den Legenden der Kriegerkönigin Connachts gestöbert habe...

Als ich das Buch begann war ich erstmals skeptisch, da ich ebenfalls die "Tochter der Schwäne" gelesen habe und Maeves Geschichte noch vor Deidres begann. Eine Weile spielt sie sogar zur selben (und dann späteren) Zeit
Allerdings kann ich beruhigt sagen, dass die "Tochter der Schwäne" nicht hundertmal wieder hervorgewürgt wird, um nochmals alles wiederzukauen.
Man kann die Königin der Raben lesen, ohne den Vorgängerromen zu kennen, doch tauchen nur allzu viele bekannte Gesichter wieder auf und man erfährt endlich, was aus dem Roten Zweig wird. (Aber keine Sorge, die in die "Tochter der Schwäne" Gestorbenen hüpfen nicht munter wieder ins Blickfeld, wie ich zunächst befürchtete. ;))
Soviel dazu

Der Charakter von Maeve selbst war äußerst nachvollziehbar und auch sympathisch, obgleich ich mich nicht wirklich mit ihr identifizieren konnte. Sie ist eine unglaublich starke Frau, oftmals ZU stark, um Gefühle zuzulassen.
Durch ihre schwere Vergangenheit und ihren Hass auf Conor geprägt,begeht sie manchmal Fehler, vorallem menschliche. Denn auch um ihr Volk zu führen und zu schützen geht die Füchsin von Connacht über Leichen und Frevel. Trotzdem schloss ich sie allmählich ins Herz, verstand ihre Gefühle und litt mit ihr...

Die Nebenfiguren sind eigentlich eher Beiwerk und bleiben recht blass und farblos. Nur Maeves Tochter Finn und einige Personen aus Tochter der Schwäne wurden glaubwürdig charakterisiert.
Selbst Ruan, der mir als blinder Druide anfangs recht faszinierend erschien, trieb mich mit seinem ewigen Feng-Shui Gerede allmählich in den Wahnsinn. Denn anderer Wesenszüge hat er eigentlich nicht. (Okay höchstens... ausgeglichen)
Die Welt der Sidhe wurde von der Autorin hingegen wieder mystisch- schön und auch poetisch geschrieben, sodass man in eine fremde Welt einzutauchen schien.
Sonst ist der Schreibstil recht gewöhnungsbedürftig, mal geradlinig und direkt, dann wieder detailreich und voller Schnörkel.

Die Handlung ist eigentlich nicht vorhersehbar (teils auch weil Maeve ebenso unberechenbar ist), zieht sich jedoch in Langeweile über einige Etappen des Buches hinweg.
Ob es eine schöne Geschichte ist? Na ja mir war des öfteren mehr zum Weinen oder Schreien zumute. Ergreifend ist sie allemal.
Und ein sehr überraschendes Happy-End, dass nicht mal allzu gezwungen wirkte.

FAZIT: Vorallem für (begeisterte) Leser von die "Tochter der Schwäne" empfehlenswert. Eine unglaublich faszinierenden Hauptfigur,mystische Anderswelt, harte Realität, ein (kleiner) Hauch Romantik und der spannende Kampf um Macht und Freiheit.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happy End Bücher - Nicole TOP 50 REZENSENT
Maeve hat bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Bereits drei Mal wurde sie von ihrem Vater mit Männern verheiratet, um Bündnisse zwischen den Stämmen zu stärken. Nie durfte sie Liebe erfahren, zudem wurde ihr die Tochter weggenommen, als Maeves Vater das Bündnis zwischen ihrem damaligen Mann und Maeves Stamm brach. All das führt dazu, dass Maeve immer mehr verbittert- allerdings regt sich nun das erste Mal der Kampfgeist in ihr, als ihr dritter Mann, Conor, plant, Maeves alten Stamm zu hintergehen.
Sie kehrt zurück in ihre Heimat, doch Eochaid, Maeves Vater und König von Connacht schäumt nicht gerade über vor Freude sie zu sehen. Allerdings besitzt er auch nicht mehr die Kraft, sie zurückzuschicken, denn er liegt im Sterben.

Da sein Nachfolger und Maeves grausamer Bruder, Innel keinen Zweifel daran lässt, dass sie ihm ein Dorn im Auge ist und ihr zudem nach dem Leben trachtet, bleibt Maeve nur die Flucht nach vorn.
Die Kriegerin entwendet das Schwert des Vaters von seiner Ruhestätte und fordert ihren Bruder zum Zweikampf auf. Obwohl sie durch jahrelanges Kämpfen gestählt ist, glaubt keiner ihres Clans an einen Sieg, doch Maeve entwickelt während des Kampfes eine seltsame Leichtigkeit und Furchtlosigkeit. Kann es sein, dass Ruan, der blinde Druide, den Maeve am See traf, dafür verantwortlich ist und ihr den Segen der Sidhe ermöglicht hat?

Nachdem Innel besiegt ist, schlägt Maeve ihren Clansleuten und den Druiden vor, ihr bis zum nächsten Frühling eine Art Bewährungsfrist einzuräumen. Mögen die Götter ihr nicht gesonnen sein, will sie sich dann als Menschenopfer zur Verfügung stellen. Doch Connor hat nicht die Absicht so lange mit einem Angriff zu warten.
Derweil sucht Maeve immer wieder Ruan am See auf und bittet ihn, ihr zu helfen den Kontakt zu den Sidhe herzustellen- sie ahnt jedoch nicht, dass Ruan allein der Schlüssel zu ihrem Glück bedeutet'

Nach 'Tochter der Schwäne', in dem Deirdres Geschichte erzählt wird, widmet sich die Autorin erneut einer irischen Sage. Im Fokus des Geschehens steht nun Maeve, eine starke Frau und Kämpferin, die alles dafür tun will, um ihrem Volk Frieden und Wohlstand zu bringen. Maeve ist kein einfacher Romancharakter- zwar ist sie ihrem Volk gegenüber absolut loyal, doch wenn es ihrer Sache dient, kann sie durchaus verschlagen und manipulativ agieren. Ihre Intelligenz ist Segen und Fluch zugleich, ihr überschäumendes Temperament gepaart mit ihrer Verschlossenheit und ihrer Verletzlichkeit die sie vor allen anderen verbirgt, machen sie keinesfalls zu einer Heldin, die man schnell in sein Leserherz schließt, doch man entwickelt im Laufe des Romans Respekt ihr gegenüber und kann durchaus, nachdem man erfährt, wie viel Leid sie in ihrem kurzen Leben bislang erfahren musste, Verständnis für sie aufbringen. Die Autorin erzählt aber nicht nur über Maeves Werdegang in Bezug auf ihre Ambitionen Königin ihres Volkes zu werden, sondern webt zudem eine sich sehr zart entwickelnde Liebesgeschichte in diesen Roman mit ein. Die Liebesgeschichte jedoch ist eher schmückendes Beiwerk, obwohl gerade diese wenigen Momente in denen Maeve und Ruan zusammen sind, besonders poetisch und ergreifend beschrieben wurden.
Ruan selbst blieb mir leider auch im Laufe der Story stets ein wenig fremd.

Da einige magische Elemente in dieser Story verwoben wurden, würde ich dieses Buch eher der Fantasylektüre zuordnen, allerdings ist es durchaus auch als Lektüre für historische Romanfans zu empfehlen, die ein Faible für Märchen und Sagen besitzen.
Obwohl ich diesen Roman im Großen und Ganzen unterhaltend fand, fehlte mir hier jedoch der letzte Kick, das Tüpfelchen auf dem 'i', um mich restlos begeistern zu können. Ich wurde einfach nicht richtig warm mit den agierenden Personen in diesem Roman und da sich der Löwenanteil der Geschichte mit Maeves Vorbereitungen auf den Kampf gegen ihren Widersacher beschäftigt, hatte ich zwischenzeitlich mit einigen Längen innerhalb des Buches zu kämpfen, weil einfach ansonsten zu wenig geschieht, auf den immerhin 637 Seiten.

Ein unterhaltsamer historischer Roman ist es dennoch, trotz einiger Längen und kleiner Kritikpunkte, der die Geschichte einer interessanten und mutigen Frau erzählt.

Eine Rezension von Happy End Bücher. (NG)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Episch- tragische Legende 24. August 2011
Von Neptun
"Die Königin der Raben" ist eine moderne Nacherzählung der berühmten keltischen Sage um den Helden Cúchulainn aus Sicht einer Frau. Im Mittelpunkt des Romans steht Maeve, die Tochter des Königs von Connacht. Ihr Leben lang musste sie ihre Wünsche den politischen Interessen ihres Vaters unterordnen. Sie hat schon mehrere taktische Ehen hinter sich, mehrere Kinder verloren. Nun will sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.
Sie verlässt ihren Ehemann Conor, den brutalen König der Ulaid, und kehrt nach Hause zurück. Dort liegt ihr Vater mittlerweile im Sterben und Maeves männliche Familienmitglieder streiten sich um die Nachfolge. Doch Maeve ist es leid von Männern beherrscht zu werden. Sie beschließt, selbst nach der Königswürde zu streben, Conor zu besiegen und die Völker Irlands zu vereinen.
Der geheimnisvolle blinde Druide Ruan soll ihr dabei helfen den Segen der Sídhe für ihr Vorhaben zu gewinnen. Mit all der Verbitterung, die Maeve in sich trägt, ist sie jedoch selbst blind für die Wunder der Anderswelt und merkt zu spät, dass Ruan für sie viel mehr ist als nur ein Mittel zur Macht.

"Die Königin der Raben" vereint viele Motive, die ich in einem historischen Fantasy-Roman schätze. Es gibt eine epische Handlung über Krieg und Frieden, Treue und Verrat, tapfere, sagenhafte Helden und göttliche Visionen. Dazu eine leise, tragische Liebesgeschichte, die sich durch das ganze Buch hindurch zieht, sich jedoch angenehm im Hintergrund hält.
Doch trotz all dem ist es der Geschichte nicht gelungen, mich vollends in ihren Bann zu ziehen. Für meinen Geschmack entwickelt sich die Handlung zu gemächlich. Von Beginn an ist klar, dass die Geschichte auf eine (kriegerische) Auseinandersetzung zwischen Maeve und König Conor hinauslaufen wird. Mir fehlten jedoch ernsthafte Zwischenhindernisse, die Maeves Weg für den Leser kurzweiliger gestaltet hätten.

Die fehlenden äußeren Schwierigkeiten fallen umso mehr ins Gewicht, da Maeve ein sehr distanzierter Charakter ist. Sie hält nicht nur die Menschen in ihrer Umgebung, sondern auch den Leser auf Abstand. Über einen Großteil des Buches lässt sie keine (oder nur wenig) Gefühle zu, was es für mich sehr schwierig gemacht hat, mich mit ihr zu identifizieren oder ihre Entscheidungen nachzuvollziehen. Julie Watson schildert zwar immer wieder Maeves innere Zerissenheit zwischen Schicksal und Selbstbestimmung, Macht und Liebe. Ihre innere Wandlung ist jedoch schwierig und braucht Zeit.
Die Nebenfiguren hingegen, allen voran Ruan, aber auch die Helden der Ulaid, Cúchulainn und Ferdia, wirkten da durchaus greifbarer auf mich. Es war das erste Mal, dass ich ein Buch aus diesem Sagenkreis gelesen habe, doch der Autorin ist die Vorstellung der Hauptcharaktere so gut gelungen, dass sie schon bald wie alte Bekannte für mich waren.
Besonders hervorheben möchte ich Watsons Darstellung der Sídhe und der Anderswelt. Sie beschreibt wunderbar die Leichtigkeit und Zwischenweltlichkeit der Feenwesen und fängt den Zauber der Natur sehr gekonnt ein ohne zu weit ins Esoterische abzugleiten.

"Die Königin der Raben" ist ein Roman mit Licht- und Schattenseiten. Es ist eine gute Geschichte über eine große keltische Legende und eine verzweifelte Liebe. Ich hatte mir jedoch etwas mehr Spannung und etwas mehr Gefühl erwartet. Für alle, die die Abenteuer von Maeve, Cúchulainn und Co. noch nicht kennen, trotzdem ein guter Einstieg in die Sage.
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