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Die Könige von Albion
 
 
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Die Könige von Albion [Gebundene Ausgabe]

Julian Rathbone
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 478 Seiten
  • Verlag: Europa Verlag (Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3203816008
  • ISBN-13: 978-3203816005
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.751 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buchkultur-Rezension

Abenteuer Geschichte

Nicht nur die politische Tendenz stimmt bei diesem historischen Roman, dessen Handlung zwar rein erfunden ist, der aber in den Details ein getreues, sehr plastisches Bild zeichnet. Rathbone verarbeitet neben wissenschaftlichen Informationen auch Gedanken aus der Weltliteratur und Philosophie weiter (Conrads, Marcuse u.a.), sodass auch spekulative Hirne ihr Vergnügen an dem witzig geschriebenen Text finden können.

Worum geht es? Die Geschichte ist nicht rasch erzählt. Ein Prinz aus Vijayanagara, einem südindischen Königreich, das 1565 von brahmanischen Sultanen ausgelöscht wurde und damit auch aus dem Gedächtnis der Menschheit verschwand, und das von Rathbone phantasievoll als eine Art Atlantis geschildert wird, macht sich in Begleitung des Assassinen Ali nach Ingerlond (England) auf, um dort seinen verschollenen Bruder Jehani zu finden und heimzubringen.

Die Engländer sind aus der Sicht Vijayanagaras ein wildes Volk, das allein aufgrund seines Kampfesmutes und seiner Kampftechniken Beachtung verdient. Spaßig, wenn des Prinzen Diener Anish aus seiner Sicht die Welt bewertet: "Sofern man unser Reich Vijayanagara als die erste und die arabischen Länder als die zweite Welt bezeichnen mag, dann ist das hier sicherlich die dritte und schlimmste. Eine Welt, in der die bissigen Hunde der Hungersnot, das Schwert, die Pestilenz und die Willkür herrschen und wo der Kriegsgott regiert."

Das barbarische Ingerlond wird nun aus wechselnden Perspektive geschildert. Prinz Harihara reflektiert in Briefen an seinen Vetter über die Kultur und Politik des fremden Landes, Ali, Kaufmann und Freidenker, ein weiterer Erzähler, vergleicht immer wieder die ideologischen Grundlagen der Welten. Recht deftige Sexszenen mit Männern, die im "Ploetz" prominent erwähnt sind, beschert dem Leser die dritte Erzählerin, das Mädchen Uma aus Vijayanagara. Die orientalische Reisegesellschaft landet mitten in einem Zentrum der Macht: als Gäste des "Königsmachers" Richard Neville Warwick lernen sie dessen Günstling Eddie March kennen, den späteren König Eduard IV., und geraten so mitten in die großen Schlachten der Rosenkriege.

Fazit: Witziger, detailreicher historischer Schmöker für Mußestunden.

Veronika Doblhammer

Über den Autor

Julian Rathbone, lebt in Hampshire und ist Autor mehrerer historischer und zeitgenössischer Romane und Thriller.

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Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wieder einmal besticht Julian Rathbone durch gute Kenntnisse der damaligen Zeit, denn schon sein letzter historischer Roman "Der letzte englische König" beschäftigt sich mit der Zeit des normannischen Einfalls in England. Etwaige Fehler entschuldigt der Autor gleich am Anfang seines neuen Buches "Die Könige von Albion", und im Hinblick auf die wieder einmal gelungene Darstellung der Zeit von vor über 500 Jahren in England sei ihm dankbar verziehen.

Die Geschichte ist einfach erzählt: Ein "indischer" Prinz aus Vijayanagara (Birma) sucht nach seinem Bruder, der sich aus ungeklärten Gründen schon sehr lange in Ingerlond (England) um das Jahr 1460 aufhält. Eine Rettungsmission wird angestrengt, nachdem den Prinzen Harihara eine Botschaft seines Bruders überbracht wird, um den verschollenen Bruder zu retten und nebenbei das Geheimnis der englischen Verteidigung zu lüften, die der Staat Vijayanagara so dringend gegen die Arier und die Sulatane benötigt.

Julian Rathbone hat die wunderbare Gabe, eine so lang vergangene Zeit mit wenigen Worten wieder auferstehen zu lassen. Und er scheut sich auch nicht, derb und direkt einige Verhaltensweisen der Engländer an die Öffentlichkeit zu bringen. Selbst das englische Wetter ist vor seinem Spott nicht sicher, und letztendlich gibt er weder den Normannen, noch den Engländern den Vorzug, denn beide Gruppen haben es faustdick hinter den Ohren.

In wenigen Sätzen befindet man sich sogleich im Rosenkrieg um das Jahr 1460 oder im Orient, den die Gruppe durchqueren muss. Auch die Schilderungen aus Vijayanagara sind authentisch, denn der Autor hat auch hier neueste Grabungsdetails der Archäologie einfließen lassen. Dieses sagenhafte Vijayanagara existierte nämlich tatsächlich und wurde um das Jahr 1500 durch kriegerische Überfälle bis auf die Grundmauern zerstört.

Die Übersetzung aus dem Englischen ist Karin Dufner wunderbar aus der Feder geflossen, und man erkennt problemlos den Stil des britischen Autors wieder. Wer noch mehr von Julian Rathbone lesen möchte, dem sei "Der letzte englische König" empfohlen.

Für alle, die ein Faible für historische Romane haben, sei "Die Könige von Albion" sehr empfohlen, und auch für diejenigen, die wieder einmal bei einem guten Buch entspannen wollen und hoffen, die Welt um sich herum für ein paar Stunden zu vergessen, ist dieser historische Roman eine Bereicherung.
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zum weglegen 14. März 2009
Von MrMe
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch wurde gerade sehr günstig angeboten, also habe ich es dazugekauft. Mein Glück, denn für gutes Geld hätte ich mich richtg aufgeregt.
Es handelt von Reisenden aus Indien, die im 14ten Jahrhundert England besuchen, soweit der Klappentext, etwas anderes passiert auch nicht.
Der Autor wollte gerne einen Blick auf England durch die Augen eines Fremden werfen. Da hätte sich natürlich auch ein Aufsatz angeboten, denn für einen Roman sollte man zumindest irgendwetwas das sich "Spannungsbogen" nennt.
Den sucht man allerdings vergebens!
Zu Erklärung: ACHTUNG SPOILER
Zunächst will einmal ein Grund gefunden werden, warum diese Inder nach England reisen. Der ist auch schnell bei der Hand. Der Bruder eines indischen Prinzen ist dorthingezogen, nachdem sich die beiden wegen einer Frau überworfen haben. Was hier wie eine Zusammenfassung durch mich klingt, nimmt im Roman auch nicht deutlich mehr Platz ein (ich würde schätzen eine Seite, aber es mögen auch zwei sein).
Nun hat man eine hahnebüchene Truppe aus Indien nach England verfrachtet (Eine indische Nymphomanin, ein entstellter fahrender Händler, ein Prinz Prinz mit Diener. Mann sollte sich von dieser spaßigen Zusammensetzung nicht täuschen lassen, denn die Charaktere sind nicht gegenstand des Romanes und entwickelen sich auch nicht. Es geht dem Autor um etwas anderes, nämlich ums daherschwadronieren und pseudolehrreich sein)
Jetzt wird man mal so richtig vom Leder gezogen. Da wird nichts ausgelassen worüber es zu mäkeln gäbe, das Wetter, das Essen, die Hygiene, die Religion, die Geisteshaltung im Allgemeinen...
Auch das könnte noch eingermaßen witzig sein, wenn die Haltung der Charaktere etwas mit Indern aus dieser Epoche zu tun hätte. Hat es aber nicht, man hat vielmehr den Eindruck sie wären alle dem Geist der westlichen Aufklärung entsprungen und vertreten Haltungen, die wohl erst 1968 so richtig aktuell wurden (Sicher nicht schlecht, aber wozu dann die Inder? Wie gesagt Ein Aufsatz mit dem Titel: "Jetzt sag ich euch mal wie die Welt funktioniert, und warum die abendländische Kultur total zum Kotzen ist" hätte es auch getan. Da muß man keinen Roman schreiben, oder wenn doch dann bitte eben zu diesem Thema direkt. Das wäre zumindest ehrlicher gewesen ;-)).
Ausßerdem kann man die Ramenhandlung so richtig schön über Bord kippen, und ergeht sich statt dessen in philosophischen Diskursen und epischen Beschreibungen der Schlachten der Rosenkriege.
Alles in allem, ist der Roman meines Erachtens eine bunte Mischung von allem, was an sich von Interesse sein mag, jedoch in dieser Zusammenstellung so überhaupt nicht passen will. Es spottet dem Wort "stimmig" in jeder Hinsicht . Nicht, dass der Autor nicht mit vielem Recht haben mag, aber bitte nicht so verpackt.
Ich gebe zwei von fünf Sternen, weil das Buch so billig war, ich selbst zu dumm oder stur es einfach wegzulegen und weil noch Platz nach unten sein muss, falls der Autor sich zu einer Fortsetzung entschließt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Gruppe um einen Prinzen aus Vijayanagara, der auf der Suche nach seinem Bruder ist, reist nach England, wo sie mitten in die Rosenkriege platzt. Dort treffen die Reisenden auf die in ihren Augen völlig unzivilisierten Sitten und Grebräuche der Europäer und sind erstaunt über bei uns so alltägliche Dinge wie "Wetter".

Erzählt wird die Geschichte auf völlig unterschiedliche Weise von drei Ich-Erzählern, was ich zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus interessant fand. Dennoch hat das Buch einige Längen, vor allem im mittleren Teil. Und auch die Briefe, die der Prinz an seinen Vetter, den Kaiser, schreibt, haben mir nicht immer ganz so gut gefallen. Hauptsächlich durch diese Briefe erfährt man zwar die Geschichte der Rosenkriege, aber dadurch, dass er seinem Vetter vor allem die Kriegstechniken näherbringen will, die das Königreich Vijayanagara so dringend brauchen kann, ist sie oft einfach zu sachlich beschrieben.

Alles in allem ist dies aber auf jeden Fall ein ganz nettes Buch, mit dem man sich trotz des eigentlich recht düsteren Themas der Rosenkriege gut amüsieren kann.

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