Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Marc-Uwe Kling - Die Känguru-Chroniken, 28. Juni 2009
Marc - Uwe Kling wohnt mit einem sprechendem, kommunistischem Känguru zusammen. Das hätte er zunächst nicht gedacht, war dabei aber auch nicht überrascht, als er von diesem außergewöhnlichem Känguru regelrecht überfallen wird und akzeptiert es, als wäre es die normalste Sache der Welt.
Marc - Uwe Kling erzählt in kurzen Geschichten von seinem Leben mit dem neuen Mitbewohner, dem Känguru. Oft macht er das auf unterhaltsame und witzige Weise, was er in absurden und liebevoll erzählten Abschnitten verpackt.
Was man sich aber als Leser oftmals fragt war, warum sich der Protagonist und auch andere in "Die Känguru - Chroniken" vorkommenden Figuren kein einziges Mal über ein sprechendes Känguru wundern, es dann aber auch Figuren gibt, die diese Sache für vollkommen erfunden, unglaublich oder seltsam fanden.
Auch störte mich Klings Angewohnheit die wörtlichen Reden in Dialekt zu schreiben, da das den Lesefluss deutlich gehemmt hat.
Alles in allem ist das Buch "Die Känguru - Chroniken" ein sehr unterhaltsames, manchmal zähes aber doch angenehmes Buch.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So lustig!!!, 13. April 2009
Eines vorneweg: Man sollte dieses Buch nur dann in der Öffentlichkeit lesen, wenn einem schiefe Blicke von völlig fremden Menschen nicht peinlich sind. Denn "Känguru-Chroniken" erzeugt unter Garantie große Lachanfälle! Dieses Känguru macht einfach enorm viel Spaß! Und vor allem gute Laune!
Erzählt wird von der Freundschaft des Autors zu einem vorlauten, kommunistisch gesinnten Känguru. Alles beginnt damit, dass das Känguru in der Nachbarschaft von Marc-Uwe - so heißt unser Autor - einzieht. Schnell werden sie Freunde und das Känguru fühlt sich bei ihm so wohl, dass es sich kurzerhand bei ihm einnistet. Nun kann der Spaß erst richtig beginnen! Denn durch seine rotzfreche und vorlaute Art bringt es seinen neuen Freund immer wieder in Schwierigkeiten. Mehr als einmal landen sie deswegen sogar kurzzeitig hinter Gittern. Dabei ist das Känguru aber alles andere als unsympathisch. In seltenen, kurzen Momenten kann es sogar richtig süß sein - auch wenn diese natürlich die absolute Ausnahme sind.
Da jeder Mensch aber eine andere Auffassung von Humor hat, sollte man vor dem Kauf dieses Buches besser wenigstens eines der vielen kleinen Kapitel lesen um sicherzugehen, dass man mit dem Buch auch seine Freude hat. Zudem werden diese Geschichten als wöchentliche Kolumne auf RBB Radio Fritz ausgestrahlt, die ich nicht kenne. Fans könnten vielleicht von der bloßen Niederschrift der Episoden, ohne die Stimme des Poetry-Slam-Meisters Marc-Uwe Kling, enttäuscht sein.
Ich jedenfalls habe auf vielen Seiten herzhaft gelacht und hoffe, dass es bald einen Nachfolgeband mit neuen Geschichten dieser ungewöhnlichen WG gibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alltagsgeschichten eines ungleichen Paares, 12. April 2009
Was bisher geschah!?
Nichts!
Der neue Mieter von nebenan ist ein Känguru. An sich nichts ungewöhnliches wie man findet. Der Nachbarin von ganz unten macht es eher nervös das der Islam sich in Deutschland breit macht und wenn man sie genau anschaut sieht man einen kleinen Flaum auf ihrer Oberlippe. (Autsch, die Erste)
Das Känguru ist nun unmittelbarer Nachbar von Marc-Uwe, einem Kleinkünstler (aber er möchte bitte nicht so genannt werden). Zuerst borgt sich der neue Nachbar nur Eier, Salz und Mehl. Dann fehlt zu allerletzt der Herd und die Füllung für die Eierkuchen. Marc-Uwe lässt ihn also in seine Wohnung und springt derweilen schnell mal zum Metzger.
Irgendwann wohnt das Känguru, welches Schnaps-Pralinen süchtig ist und Aschenbecher mitgehen lässt, dann auch bei Marc-Uwe. Denn schließlich ist so der Weg zum Kühlschrank kürzer.
Sie verbringen von nun an viel Zeit miteinander, gehen zusammen zu Demos, die sie sich vom Caféhaus-Fenster anschauen, natürlich ist hier der beste Platz am Fenster schon vorreserviert. Sinnieren über das Leben, teilen sich einen Joint und schwafeln mit einem kommunistischen Geist. Mit dabei hat das Känguru immer seine roten Boxhandschuhe, welche er in seinem Beutel trägt und mit denen er Marc-Uwe aus so manch brenzliger Situation gerettet hat. Vielleicht sollte man anmerken, dass der Chronist gar nicht erst in diese brenzligen Situationen gekommen wäre ohne dieses Känguru.
Die Ideen, die die beiden aushecken sind meist skurril und aberwitzig, dennoch absolut real und nachvollziehbar.
Ein Szene, die typisch für das Känguru ist:
Warum es keinen Führerschein hat?
(Auszug)
"Was?", frage ich.
"Ich habe meinen Führerschein abgebrochen, weil ich rechts vor links nicht akzeptieren wollte."
"Wie?"
"Warum rechts vor links? Warum nicht links vor rechts?
Sogar in Australien gibt's links vor rechts und das Heimatland meiner Vorfahren kann sich sonst nicht gerade einer sehr fortschrittlichen Politik rühmen." (Ende)
Die Chroniken, eine geschichtliche Prosa-darstellung in zeitlicher Reihenfolge. Der rote Faden, der sich durch diese Buch zieht ist die Alltagsironie.
Zum Beispiel, wie unwichtige Nachrichten wichtiges Wissen aus unseren Köpfen verdrängt. Wenn man das Buch liest, sollte man dies beim ersten mal unbedingt der Reihe nach machen, da einige Kapitel auf vorhergehende aufbauen. Die Kapitel sind nie mehr als 4 Seiten lang und somit hat man immer etwas für den kleinen Genuss zwischendurch.
Fazit:
Ein Buch in dessen Handlung sich Tiefgang versteckt, man muss sich nur etwas bemühen um die versteckten Botschaften zu erkennen. Zum Beispiel wie lachhaft uns manchmal unser Leben erscheint und welchen Konventionen wir erlegen sind.
Marc-Uwe Kling nimmt mit Wortwitz Wirtschaft, Politik und Gesellschaft (Klingeltonanbieter, Marktforscher, Psychologen, Ikea, Talkshows) und vieles mehr auf sprachlich hohem Niveau auf die Schippe. Dies schafft er indem er das Känguru als Sprachrohr benutzt.
Ein Auszug:
"Kannst du heute mal bezahlen?", fragt das Känguru nach dem Essen. "Heute?" frage ich. "Mal?", frage ich. "Ich muss immer bezahlen, weil du nie Geld mitnimmst."
"Tja", sagte das Känguru lächelnd. "So ist das in der Welt. Der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld."
Der Wortwitz wird durch wenige kleine Fußnoten gespickt, diese kommen je nach Kapitel vom Chronisten Kling oder vom Känguru. Und wenn es passend ist kann man am Ende eines Kapitels auch Auszüge aus dem Buch des Kängurus finden - "Opportunismus-Repression". In machen Kapiteln finden sich auch kleine, völlig sinnlose, aber sehr witzige Gedichte.
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