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Die Jungfrau von Orleans: Eine romantische Tragödie Berlin 1801: Eine romantische Tragödie Berlin 1802 [Taschenbuch]

Joseph Kiermeier-Debre , Friedrich Schiller
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Mai 2009

Schillers »romantische Tragödie« um die sagenumwobene Figur der Jungfrau von Orleans, die in den französischen Befreiungskriegen des 15. Jahrhunderts letztlich die Wende herbeiführte, ist weltberühmt und zählte bereits zu Lebzeiten Schillers zu den am häufigsten gespielten Stücken.

Die vorliegende Ausgabe folgt originalgetreu dem Erstdruck von 1801.

Mit Originalpaginierung, Anmerkungen zur Textgestalt, Glossar, Zeittafel und Nachwort.


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Die Jungfrau von Orleans: Eine romantische Tragödie Berlin 1801: Eine romantische Tragödie Berlin 1802 + Lektüreschlüssel zu Friedrich Schiller: Die Jungfrau von Orleans
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423026820
  • ISBN-13: 978-3423026826
  • Größe und/oder Gewicht: 17 x 11,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 87.914 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Friedrich Schiller (seit 1802 von Schiller) wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren und starb am 9. Mai 1805 in Weimar. Er studierte Jura, später Medizin und wurde 1780 Regimentsmedikus in Stuttgart. Allerdings fühlte er sich mehr zum Schriftsteller berufen, begann Dramen und Gedichte zu schreiben und hatte mit der Uraufführung der ›Räuber‹ im Jahr 1782 großen Erfolg. Das herzogliche Verbot jeglicher poetischen Tätigkeit veranlasste ihn zur Flucht aus Stuttgart. Schiller wurde Professor in Jena, begann einen intensiven Ideenaustausch mit Goethe und prägte mit ihm ab 1799 das »klassische Weimar«. Das seiner Dichtung und seinen Schriften zugrunde liegende Denken wurde später als pathetisch empfunden. Heute werden seine Werke vielfach neu gedeutet und die Dramen inszenatorisch neu interpretiert. Mit seinen lyrischen, dramatischen, erzählerischen, ästhetischen und historischen Werken gilt er − neben und mit seinem späteren Freund Johann Wolfgang von Goethe − als bedeutendster Dichter des »Sturm und Drang« und der »Weimarer Klassik«.


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Klassiker 31. August 2008
Format:Broschiert
Die Kunstsprache der Klassik mag auf viele potenzielle Leser immer etwas abschreckend wirken. Friedrich Schiller gelingt mit »Die Jungfrau von Orleans« jedoch der Balanceakt zwischen gekünstelter Sprache und echter Kunstsprache. Die Handlung wirkt so nie zu aufgesetzt und der Leser kann der Handlung auch immer gut folgen.

Diese romantische Tragödie entspricht zwar nicht zu hundert Prozent den historischen Ereignissen, welche als Vorlage dienten. Dies wirkt sich aber durchaus positiv auf das Leseerlebnis aus, weil der Handlungsverlauf so weniger voraussehbar ist. Geschichtsinteressierte Leser bekommen zudem mit diese Ausgabe eine exakte historische Zeittafel zum Vergleich mitgeliefert.

Die vielen Schlachtszenen ergänzen die Handlung um ein sehr unterhaltsames abenteuerliches Element, auch wenn die Art von religiöser Thematik wohl heute nicht mehr ganz dem Geist der Zeit entspricht.

Ein solides Zeugnis der Klassik, dessen Leseerlebnis durchaus gut ist und das wieder mehr Lust auf Werke dieser Epoche macht.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gummiklos
Format:Broschiert
"Die Jungfrau von Orleans" ist wahrlich nicht eines der unbekannten Werke von Schiller und auch ist der Plott nicht allein seinem geistigen Schaffungsvermögen entsprungen. Doch was diese Version der Jeanne D'Arc zu einer ganz besonderen macht ist die Fähigkeit Schillers, als einem der größten deutschen Sprachmeister, eine oft gehörte Erzählung in packende Worte zu bringen, die das Lesen zu einem wahren Genuss zu machen. So kann man regelrecht in den altmodischen, aber perfekt geformten Kompositionen, wie man sie in der deutschen Sprache kaum besser kennt, versinken und in eine Zeit abtauchen, in der noch Krieg, Adel, Gott und die Kirche das Leben der Menschen bestimmten.

Der Plot ist schnell erzählt und auch sicherlich bekannt. Trotzdem hier eine kurze Einführung: Die junge Johanna D'Arc, eine Schafshirtin, wird von Gott selbst dazu berufen die französische Armee anzuführen und die bisher unbesiegbar erscheinenden Engländer bei Orleans zurück zu schlagen, um den verzweifelten König Karl VII erneut zum König aller Franzosen zu machen. Natürlich geht dieser Plan nicht ganz so leicht auf, und Johanna verliebt sich kurzzeitig in den Führer der englischen Schlachttruppen. Letztendlich schließt das Drama genretypisch mit dem Tod der Protagonistin, allerdings anders als historisch belegt.

Im Endeffekt gibt es für eine gelungene Adaption des Themas von mir 4 Sterne. Vorallem aufgrund der grandiosen, sprachlichen Leistung, die eine dichte, niemals unglaubwürdig erscheinende Athmosphäre schafft. Allerdings ist die Message, die Schiller übermitteln möchte für die heutige Zeit nichts besonderes mehr und nimmt daher dem Werk, den früher sicherlich vorhandenen, prägenden Faktor. "Die Jungfrau von Orleans" ist somit heute eine kurzweilige, hochqualitative Lektüre, die jeder Literaturinteressierte gelesen haben sollte, die ihn in der heutigen Zeit allerdings wohl kaum noch vorranbringen wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Brüder überm Himmelszelt 30. Mai 2011
Von Timo Brandt TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
muss ein lieber Vater wohnen!"
Ode an die Freude

Bis heute ist es eine dieser Szenen der Geschichte, die sich vom scheinbar allumfassenden Menschenwissen abhebt und eine fast unbeugsame Glorie in sich trägt - das bereits verlorene Frankreich wird durch ein Bauernmädchen gerettet, das mit der Hilfe Gottes die Engländer schlägt und dem Dauphin, dem rechtmäßigen Thronfolger, als König von Frankreich proklamiert. So faszinierend ist die Geschichte, so tragisch und gleichsam verworren, dass sie in ausnahmslos allen Künsten Anklang fand. Wer kennt nicht das berühmte Bild von Dominique Ingres; Shakespeare schilderte sie in seinem Drama -Heinrich VI- mit einer ganz besondere Note der Begeisterung, neben Schiller haben auch der große irische Dramatiker George Bernhard Shaw (Die heilige Johanna) und der französische Dramatiker Jean Anouilh (Jeanne oder Die Lerche) die Geschichte und Rolle Johannas beleuchtet; auch die Spielentwickler haben in dem grandiosen Strategiehit Age of Empires 2 eine Kampagne nach ihrem Leben ausgerichtet.
Sie wurde selig und heilig gesprochen und heute, am 30. Mai, ist ihr Gedenktag.

Schiller hält sich eher leidlich an die historisch korrekten Abläufe, doch trotzdem hat er geschafft das Wesen der Personen, vor allem das von Johanna, einzufangen. Sein Drama ist lebendig und farbenreich wie selten ein Stück, Emotionen fließen (vielleicht überschäumend von Zeit zu Zeit) durch jede Zeile - so in dieser, in der der Herzog von Burgund seines Vaters Mörder vergibt:

"Ihr Todesgötter, rechnet mir's nicht zu,
Dass ich mein schrecklich Rachgelübde breche.
Bei euch dort unten in der ew'gen Nacht,
Da schlägt kein Herz mehr, da ist alles ewig,
Steht alles unbeweglich fest - doch anders
Ist es hier oben in der Sonne Licht.
Der Mensch ist, der lebendig fühlende,
Der leichte Raub des mächt'gen Augenblicks."

Der ganze Text ist gleich einem kunstvollen Hohelied, mit Wundern, Wandel und Verirrungen. Keine Figur ist Frage und wenn Johanna sagt: "Der Geist zeigt mir nur große Weltgeschicke/ DEIN Schicksal ruht in deiner eigenen Brust!" wirft sich eine Frage über das ganze Drama: galt (bzw. gilt) dies auch für sie selbst?

An anderer Stelle sagt sie zu ihrem Jugendfreund:

"Du siehst nur das Natürliche der Dinge,
Denn deinen Blick umhüllt das ird'sche Band,
Ich habe das Unsterbliche mit Augen
Gesehen - ohne Götter fällt kein Haar
Vom Haupt des Menschen - Siehst du dort die Sonne
Am Himmel niedergehen - So gewiss
Sie morgen wiederkehrt in ihrer Klarheit,
So unausbleiblich ist der Tag der Wahrheit!"

Und obwohl es wohl hauptsächlich ein sprachliches Lesevergnügen ist, wer tiefer gehen will, der findet hier einen komplexen dialektischen Zwiespalt vor, das Problem vom Göttlichen und Menschlichem.

Zuletzt sei noch gesagt: Goethe, hielt es, zu dessen Lebzeiten, für das beste Stück von Schiller.
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