oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Die Jungfrau im Garten: Roman
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Die Jungfrau im Garten: Roman [Gebundene Ausgabe]

Antonia S. Byatt , Christa E. Seibicke
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Unverb. Preisempf.: EUR 9,95
Preis: EUR 7,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
Sie sparen: EUR 1,96 (20%)
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 3 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Die Jungfrau im Garten: Roman gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Hinweise und Aktionen

  • Christa Wolf: Stadt der Engel
    Suhrkamp-Insel-Shop:
    Hier finden Sie Neuheiten des Verlags, Taschenbuch-Highlights, Bücher im Großdruck, Schullektüren und mehr. Zum Suhrkamp-Insel-Shop

Wird oft zusammen gekauft

Kunden kaufen diesen Artikel zusammen mit Besessen: Roman (suhrkamp taschenbuch) EUR 11,00

Die Jungfrau im Garten: Roman + Besessen: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Preis für beide: EUR 18,99

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

  • Dieser Artikel: Die Jungfrau im Garten: Roman

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Besessen: Roman (suhrkamp taschenbuch)

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 683 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (21. September 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458169210
  • ISBN-13: 978-3458169215
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 121.829 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Antonia S. Byatt
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Antonia S. Byatt auf Amazon

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Lesezeichen

Bei Tudors unterm Bett

Antonia S. Byatts Roman «Die Jungfrau im Garten»

Fünfzig und noch immer keine Krone. Die Mama durfte sie mit 27 aufsetzen, die erste Elisabeth sogar mit 25, aber für Charles ist das Rennen wohl gelaufen. Und selbst wenn er seinen Nacken doch noch zur Salbung beugt: Nie mehr wird das englische Königtum sein, was es einmal war, damals, als die junge Frau nach gewonnenem Weltkrieg ihre Herrschaft begann; oder damals, als sich die andere junge Frau ihrem Reich vermählte. «Da stand sie, eine makellose, imposante Erscheinung in prunkvoller Robe aus crèmeweissem Atlas mit goldener Rankenstickerei, korallenroten Tressen und einem lässig über die Brust verschlungenen Perlengehänge.»

So stand sie 1575 vor einem unbekannten Maler, und so steht sie noch heute, die rätselhafte Virgin Queen. Die weisse Schöne in ihrem Hilliard-Look, blickt sie hoheitsvoll oder hochmütig, verhärmt oder verschlagen? Der Dramendichter Alexander Wedderburn hat sich für eine Unschuld entschieden, die voller Sinnlichkeit ist. Und trotzdem: Als Alexander sich 1968 ins königliche Porträt versenkt und vor der «makellosen, imposanten Erscheinung» erschauert, weiss er, dass er nun ganz anders über sie schreiben würde – anders als 1953, als er zur Krönung der zweiten Elisabeth ein Versdrama über die erste verfasste; ein Versdrama aus schwerem Atlas und voll güldener Rankenstickereien. Zu spät: «Zwar hatte er zuweilen mit dem Gedanken gespielt, den Topos – Jungfrau und Garten, England und die Gegenwart – moderner, abstrakter zu gestalten, ohne schwärmerische Sentimentalität oder plumpe Ironie. Aber versuchen würde er sich nicht daran.» Die Schöpferin dieses enttäuschten Poeten dagegen durchaus. «The Virgin in the Garden» betitelte Antonia S. Byatt ihren dritten Roman, der jetzt auf deutsch erschienen ist, und er handelt eben davon: von der Virgin Queen und der Jungfräulichkeit, von England im 16. Jahrhundert und in den fünfziger Jahren. Das alles findet wiederum im wilden Garten der englischen Provinz statt, im Kaff Blesford in den Yorkshire Moors.

Grossbritannien im Dorftheater

Die Schriftstellerin zeichnet ein Panorama von Grossbritannien im aufgeregten Krönungsjahr 1953. Das Dorftheater wird zum theatrum Britanniae. Im letzten Eckchen suchen alle noch einmal nach jenem merry old England, das es schon vor dem grossen Morden nicht mehr gab und vielleicht nie gegeben hat. Heftig prallen die Kriegs- und die Nachkriegsgeneration aufeinander, Konvention und Tabubruch, Askese und Dandytum, schöne Worte und schöne Taten. Während die Bewohner von Blesford monatelang Alexander Wedderburns Stück «Astraea» für die Feierlichkeiten vorbereiten, während sie historische Kostüme nähen, altenglische Buchweizenklösse kochen, urwüchsigen Stabwurz anpflanzen und ihre Häuser im Tudor-Look ausstaffieren, tun sie gleichzeitig das, was alle Protagonisten in einem rechten (hier fast 700 Seiten langen) Epos tun: Sie breiten sich aus. Sie träumen, streiten, gehen ihre eigenen Zickzack-Wege aus der Story hinaus und wieder in sie hinein. Allen schenkt Byatt eine eigenständige Geschichte, eine kleine oder grössere Arabeske im Gesamtkunstwerk ihres Textes, im Labyrinth ihres Gartens.

Zum Beispiel dem Rektor der örtlichen Internatsschule: Er ist ein fanatischer Kirchengegner, ein wortverliebter Missionar des Humanismus, der von seinen Kindern «bloss» eins erwartet: dass sie die besten sind. Seine Frau hat all ihre Ambitionen begraben und versumpft in der Ehe; seine ältere Tochter Stephanie flüchtet sich in die Trägheit und unterrichtet als Cambridge-Spitzenabsolventin an der kleinen Provinzpenne, die sie selbst besucht hat; die jüngere, die Abiturientin Frederica, setzt sich mit Wutausbrüchen und Grössenphantasien zur Wehr; und in welche gefährlichen Abgründe sich der jüngste, Teenager Marcus, zurückzieht, wird lange Zeit niemand wissen. Beide Schwestern schwärmen für den scheinbar unerreichbaren Ästheten Alexander Wedderburn, der am Internat ihres Vaters Englischunterricht erteilt. Alexander wiederum, der mit Worten kühn und geschliffen Liebe macht, schreckt immer zurück, wenn's zur Sache geht: Seine langwährende, aber nie vollzogene Liebschaft mit der Frau eines Kollegen erreicht während der Theaterproben von «Astraea» ihren Höhepunkt und ihr bitteres Ende. Stephanie hingegen lernt, zum Entsetzen ihres Vaters, zu dieser Zeit einen energischen Vikar kennen, der von Worten gar nichts hält, dafür um so mehr vom fleischgewordenen Evangelium. Was es mit den Mysterien des Fleisches auf sich hat, erfährt auch Frederica in den überhitzten Monaten, in denen das Theaterstück – und sie selbst als Darstellerin der jugendlichen Elisabeth – auf die Bühne kommt: Zumindest diese «Jungfrau im Garten» ist – ironische Pointe – am Schluss keine mehr.

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden. So heisst es stets in Michael Endes «Unendlicher Geschichte». Antonia S. Byatt indessen scheut sich nicht, jeweils auch die «andere Geschichte» zu erzählen; und sie erzählt sie nicht linear, sondern unterbricht, wechselt den Schauplatz, die Perspektive, um nach drei Schlaufen (was ist die Schlaufe, was die Geschichte?) doch wieder zurückzukehren: zu Marcus und seinem verwirrten Freund, der ihn mit seiner Theorie über parapsychologische Phänomene gefangennimmt. Zu Stephanies zartfühlenden Gedichtinterpretationen und stürmischen Meerspaziergängen. Zu Fredericas intellektuellen Höhenflügen mit und ohne Alexander und ihren sexuellen Abstürzen, ebenfalls mit und ohne Alexander. Zu einer Mutter, deren Kind beim Spielen ums Leben kam. Zu einer anderen, deren Kind Autist ist. Zu einer weiteren schliesslich, deren Baby ständig herumquäkt. Und offensichtlich auch zu sich selbst: «Die Jungfrau im Garten» ist nicht nur ein Roman über Kunst, Theater und englische Identität, sondern auch ein Roman über Byatts eigene Kämpfe als Frau, Mutter und Schwester.

Warten auf den Erfolg

Kein Wunder nach ihrer ehrgeizigen Kindheit in Yorkshire mit einer frustrierten Mutter und einem fernen Vater. Die 1936 als älteste von vier Geschwistern geborene Antonia Susan wollte immer an der Spitze bleiben und wurde in den Sechzigern doch von ihrer jüngeren Schwester Margaret Drabble überholt. Diese avancierte mit «A Summer Bird Cage» prompt zum Lieblingskind der jungen Literaturszene, während Antonia sich mit schmutzigen Windeln und ihrem ersten Roman «Shadow of the Sun» (1964) herumquälte. Byatts Antwort auf Drabbles Schwestern-Studie, der Roman «The Game», verhallte rasch. Dann kam die Scheidung, und bei einem Unfall starb 1972 ihr elfjähriger Sohn, dem «The Virgin in the Garden» (1978) gewidmet ist. Schwere Jahre für die Schriftstellerin, schwere Bücher für die damalige Leserschaft. «It may seem that this novel has old fashioned ideas on character – but it is the effort to make characters real that is deliberately old fashioned», verteidigt sich die Proust-Adeptin in einem Interview von 1978, ohne zu ahnen, dass in den Neunzigern die grosse Stunde des Erzählens, ihres Erzählens schlagen wird: 1990 wird die postmoderne Epikerin für «Possession» (dt. «Besessen») mit dem Booker-Preis ausgezeichnet, und heute gehört die 62jährige zu den Grossen der englischen Gegenwartsliteratur.

Gewiss, selbstgefällig ist «Die Jungfrau im Garten» bisweilen schon: klug und penetrant, genau wie Frederica. Der Reiz endloser Beschreibungen von Wahnsystemen und anderen Kunstwerken, die Grazie metapherngesättigter, anspielungsreicher, ironischer Rankenstickereien – beides kennt durchaus Grenzen. Trotzdem: Der Verlag hat gut daran getan, sich nach den Übersetzungen von «The Djinn in the Nightingale's Eye», «The Matisse Stories» oder «Angels and Insects», teilweise allzu dünn gestrickten Geschichten, den frühen Romanen der einstigen Literaturprofessorin zuzuwenden. Shekhar Kapurs «Elizabeth»-Vision, welche die Sehnsüchte der Jahrtausendwende bündelt – Alexander Wedderburn hat sie vorweggenommen und den Tudors unters Bett geguckt wie die Autorin ihrer eigenen Zeit: Byatts «Jungfrau» ist «serious»; der Vorwurf aus den Siebzigern nicht verkehrt. Aber ist es denn ein Vorwurf? Hier setzt sich jemand wunderbar ernsthaft mit den Gedankenreichen einer Epoche auseinander – ernsthaft verspielt, ernsthaft episch und ernsthaft erotisch. Antonia S. Byatt, die «grande dame of English letters», hat ihre Krone verdient. Und einen schöneren Schutzumschlag.

Alexandra M. Kedveš

Kurzbeschreibung

"Die Jungfrau im Garten" bildet den Auftakt zu einer Romanfolge, die am Beispiel der unterschiedlichen Lebenswege zweier Schwestern ein Spiegelbild der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts entwirft. Literatur und Historie werden kunstvoll miteinander verwoben, Moden, Zeitströmungen und gesellschaftliche Normen ebenso kritisch beleuchtet wie die Zwänge der fünfziger und die scheinbare Befreiung in den sechziger Jahren.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(1)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

5 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Antonia Byatt ist gut. Und sie ist immer gut für das Spielen mit Literatur und literarischen Anspielungen, das Erschaffen exzentrischer, aber liebenswerter Charaktere, komplizierte Handlungen, auch ein bisschen Okkultismus und auf jeden Fall überraschende Liebesgeschichten. Verklemmtheit wird aufs Korn genommen und der Leser wundert sich, was im prüden England in den prüden fünfziger Jahren alles lief. Die Geschichte der Potter-Mädchen erinnert in Ton und Erzählweise ein wenig an Jane Austen und englische Pfarrhaus-Romane, und insbesondere die Heldin Frederica auf ihrer Suche, wie sie am besten ihre Jungfräulichkeit los wird, wächst den Lesern und wohl auch Leserinnen ans Herz. Gut geschrieben, etwas weniger gut übersetzt und mit einem ergänzungsbedürftigen Glossar versehen, ist das ein Buch, das man mit Schmunzeln, Lächeln und Spannung durchaus auf einen Zug fertiglesen möchte. Fast so gut wie "Besessen" von derselben Autorin, freilich nicht ganz anspruchslos. Mir hat es gefallen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:






Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de