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Die Julikrise 1914: Wie Deutschland in den Ersten Weltkrieg stolperte
 
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Die Julikrise 1914: Wie Deutschland in den Ersten Weltkrieg stolperte [Gebundene Ausgabe]

Lüder Meyer-Arndt
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Böhlau; Auflage: 1., Aufl. (1. Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3412264059
  • ISBN-13: 978-3412264055
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 16 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 953.758 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lüder Meyer-Arndt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dass Deutschland es im Sommer 1914 zum Ausbruch des Weltkrieges hat kommen lassen, obwohl man sich der militärischen Überlegenheit der Gegner bewusst war, ist rätselhaft. Seit Fritz Fischers grundlegendem Werk »Griff nach der Weltmacht« (1961) ist darüber intensiv geforscht und kontrovers debattiert worden. Der Autor dieses Buches vertritt in der Frage der Kriegsursachen die These, dass vor allem irrationale Faktoren wie ein überzogenes Ehr- und Pflichtbewusstsein sowie die starre Bündnistreue gegenüber Österreich-Ungarn entscheidend waren für die Beteiligung des Deutsches Reiches am Ersten Weltkrieg. Dabei betont er, dass es Österreich-Ungarn war, welches die Initiative ergriff, und Deutschland reagierte. Die Hauptschuld an der Eskalation und dem Ausgang der Krise weist er den deutschen Diplomaten zu, die nicht den notwendigen Schritt zurück getan hätten. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Deutschland 1914 nicht in den Krieg hätte eintreten müssen, wenn die politische Willensbildung nach rationaleren Kriterien erfolgt wäre. »Eine scharfsinnige und detailreiche Studie« (Imanuel Geiss).

Über den Autor

Lüder Meyer-Arndt ist promovierter Jurist und forscht seit langem zur Geschichte der Julikrise 1914.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die geschichtlich widersprüchliche Aufarbeitung jener Ereignisse, die Deutschland in den Ersten Weltkrieg rissen - der Autor revidiert diese Sicht und verwendet statt dessen und zurecht den Begriff 'stolpern', wofür er in seinen Ausführungen stringenten Beweis antritt - bedurften und bedürfen zum tieferen Verständnis eine sich auf exaktes Quellenstudium beziehende Betrachtung. Der Definition von 'Schuld' kommt daher eine rationale, nicht politisch standortbedingt bewertende Abwägung zu, und zwar eine, die den Aspekt des Getriebenseins aus Zugzwängen heraus vs. den des Treibens aus opportunistisch verdrängender Sicht der Dinge heraus diskutiert. Dies vollzieht Meyer-Arndt in akribischer Hinführung des Lesers zu dessen ihm wahrscheinlich verborgen gebliebenen Hintergründen (die hierfür geltenden Anmerkungen nehmen rund 70 Seiten des 400 Seiten umfassenden Buches ein), indem er sein Werk als Forum einer sich der political correctness entziehenden Aufklärung versteht. Sein Beitrag zum Einordnen damaliger politischer Entscheidungen, deren Grundlegungen langwährenden, determinierenden Charakters sind und plausibilisieren, wie und wodurch Deutschland wurde, was es ist, ist nicht hoch genug einzuschätzen und stößt bei Historikern hoffentlich eine erneute Auseinandersetzung mit diesem tragischen Element der Historie an. Meyer-Arndts Verdienst besteht somit darin, so tief geschürft zu haben, daß die Wurzeln einer allmählich verdämmernden deutschen Vergangenheit bloßgelegt zu werden vermochten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nichts Neues 14. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch zeichnet die deutsche Politik in der Julikrise Tag für Tag nach. Dazu hat der Autor umfangreiches Quellenmaterial herangezogen. Das Ergebnis ist allerdings enttäuschend. Entgegen der Behauptung von Meyer-Arndt bietet die Studie kaum etwas Neues. Fast alle Dokumente sind längst bekannt und in der Literatur zum Kriegsausbruch vielfach ausgewertet worden. Auch die Interpretationen sind wenig originell (und zum Teil widersprüchlich). Dass Deutschland in der Julikrise keine europäische Hegemonie anstrebte, aber einen höchst riskanten und unverantwortlichen Kurs steuerte, dem stimmen die meisten Historiker seit langem zu. Warum es das tat, wäre die immer noch spannende Frage. Zu ihrer Beantwortung trägt das Buch aber kaum etwas bei.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich dem Buch von Lüder Meyer-Arndt weiss ich zu schätzen, dass der Verfasser zunähst mit der Tendenz möglichster Vollständigkeit alle wichtigen Fakten sammelt, bevor er Schlussfolgerungen zieht.

Überzeugende Stellungnahme zu Streitfragen, beine Beschönigungen.

Sehr gut lesbare Darstellung des Kriesenverlaufs.
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