Der alternde Ich-Erzähler versucht, seine Position in der Jugendkultur zwischen Nicht-Sex, Drogen, Musik und politischen Statements zu diagnostizieren. Etwas Ost-West, viel Berlin und schöne Frauen geben der flotten, fast hektischen Geschichte Spannung, so dass man das Buch, manchmal herzhaft lachend und - zumindest, wenn man als Leser die 40 erreicht hat - in weiser Erkenntnis vor sich hin murmelnd, erst aus der Hand legt, wenn es zu Ende ist. Zusätzlichen Spaß hat man, wenn man die beschriebenen Örtlichkeiten und Personen kennt. Eine Empfehlung für Menschen, die sich fragen, ob die Jugend schon immer so war und für die, die sie nicht (mehr) verstehen (kann/will/mag). Sehr ergötzlich, Unterhaltung mit Tiefgang.