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Die Judenbuche: Ein Sittengemälde aus dem gebirgigten Westphalen [Taschenbuch]

Joseph Kiermeier-Debre , Annette von Droste-Hülshoff
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 3,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. April 1997

Dieses ›Sittengemälde aus dem gebirgigten Westphalen‹ gehört zu den meist gelesenen Novellen des 19. Jahrhunderts und ist eine Milieustudie der damaligen Zeit. Ihre herausragende Modernität erlangt ›Die Judenbuche‹ durch eine Verflechtung von Schauermärchen, moralischer Problematisierung menschlichen Handelns und sozialpsychologischer Kriminalgeschichte. Der reale Ort des Verbrechens wird zum Symbol immanenter Gerechtigkeit, die unerbittlich Vergeltung fordert.

Auf Theodor Storms nachdrückliches Betreiben hin wurde ›Die Judenbuche‹ 1876 in den ›Deutschen Novellenschatz‹ aufgenommen.


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Die Judenbuche: Ein Sittengemälde aus dem gebirgigten Westphalen + Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche. Lektüreschlüssel
Preis für beide: EUR 7,50

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 112 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423026073
  • ISBN-13: 978-3423026079
  • Größe und/oder Gewicht: 17,1 x 11,6 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 127.234 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

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Das bietet die Reihe „Königs Erläuterungen“Aus dem Deutschunterricht sind sie eigentlich gar nicht mehr wegzudenken: Die kleinen blau-gelben Taschenbücher der ältesten deutschen Lernhilfereihe für den Literaturunterricht. Die Rede ist von den Königs Erläuterungen, die sich seit 1897 ihren festen Platz in den Hosentaschen von Schülern – und Lehrern – erobert haben. Von kundigen Germanisten und Pädagogen verfasst erschließen sie die großen Dramen, Romane und Erzählungen nicht nur der deutschen Literatur. Neben den deutschen Klassikern wie Goethe oder Schiller, ist auch großen Dramen der Antike oder Werken fremdsprachiger Autoren von Weltrang eine Reihe von Bänden gewidmet.

Das Konzept der Reihe und der Aufbau der einzelnen Bände sind so schlicht wie überzeugend: Auf einen Abriss von Leben und Werk des jeweiligen Schriftstellers, folgen profunde Textanalyse und -Interpretation. Hieran anschließend werden mögliche Themen und Aufgaben für den Unterricht abgehandelt, ein Überblich über die Rezeptionsgeschichte geboten. Ergänzende Materialien runden das Ganze gelungen ab. Mit ihrem Erfolgsrezept „Maximaler Ertrag auf engstem Raum“ kann die Reihe ihre Marktführerschaft unter den Interpretationshilfen nicht von ungefähr immer wieder behaupten. -- Alexander Dohnberg -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Die ›Judenbuche‹ ist nicht nur wegen des kriminalistischen Handlungsverlaufs ein lesenswertes Buch. Annette von Droste-Hülshoff gelingen realistische Milieuschilderugen, die sehr modern wirken. Umgekehrt gibt sie der Landschaft auch magisch-romantische Akzente, und letztlich verortet die christliche Autorin das Geschehen auch in einem religiösen Weltbild.«
OÖ Nachrichten 24.10.2007

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein eingängiges Buch einer deutschen Autorin 24. November 2006
Von T. Hofbauer VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Annette von Droste-Hülshoff schaffte auf nur wenigen Seiten eine Szenerie der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. In einem abgeschiedenen Dorf B. entwickelt sich der Junge Friedrich zu einem schlecht integrierten "Möchtegern", der nach einer Reihe von kriminellen, nicht aufgeklärten Ereignissen (illegales Holzschlagen, Mord) mit seinem Freund Johannes flieht. Der Mord geschah an einer Buche und das Opfer war ein Mitglied der jüdischen Gemeinde (daher Judenbuche). Nach 28 jahren kehrt einer der Beiden zurück und endet schließlich erhangen an eben diesem Baum. Interessant ist besonders, ob nun der Erhangene Johannes (wie er von den Dorfbewohnern, als er wieder auftauchte, erkannt worden war) oder Friedrich ist. Genau geklärt ist dies meines Erachtens nicht.

Spannend zu lesen war die psychologische Aufarbeitung der Entwicklung des Protagonisten Friedrich. Sein Lebensweg und sein daraus entstehender Charakter wird von der Autorin durch widrige Lebensumstände, in denen er aufwuchs, erklärt. Auch das Verhalten der Dorfbewohner und die Behandlung von kriminellen Handlungen wird durch eine ausführliche Schilderung der Umstände des Dorfes und deren Gesellschaft dem Leser verständlich erklärt.

Somit ist dies nicht nur eine Geschichte über ein Individuum, das aufgrund aller Umstände gerade diesen Weg einschlagen muss, sondern auch über ein Gesellschaftsbild, das sich selbst gebildet hat.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bis heute nicht ausgeMERGELtes Stück Literatur 15. September 2009
Format:Taschenbuch
Die Erzählung von Droste-Hülshoff, die streng genommen nicht als Novelle durchgehen kann, folgt dem Lebensweg des zwielichtigen Friedrich Mergel, dessen Vater, ein Trinker, früh im nahen Wald, dem Brederholz, zu Tode gekommen ist und später als das Gespenst vom Brederholz verspottet wird. Friedrich wird zu einem Wichtigtuer und Raubein und gerät schließlich unter Mordverdacht, als in der Nähe der Judenbuche ein Förster ermordet aufgefunden wird. Gerüchte wollen wissen, dass er mit einer Bande von illegalen Baumfällern gemeinsame Sache gemacht und den Förster beseitigt hat, als der ihm auf die Schliche kam. Als einige Jahre später der jüdische Händler Aaron ermordet wird, bei dem Friedrich verschuldet war, taucht er unter. Allerdings gesteht kurz darauf ein anderer den Mord an Aaron. Jahre später kommt er als Schatten seiner selbst aus dem Orient zurück, verstört und verwahrlost. Er gibt sich als sein Alter Ego Johannes Niemand aus, der seinerzeit mit ihm verschwand und dem die Erzählung schon zu Anfang, als beide noch Kinder sind, das Charakteristikum großer Ähnlichkeit mit der Hauptfigur mitgegeben hat. Wenig später findet man Friedrich erhängt an der Judenbuche, deren hebräische Aufschrift am Schluss der Erzählung wie folgt übersetzt wird: "Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast."

Droste-Hülshoffs Erzählung voller düsterer Ahnungen und Verhängnisse weist unverkennbare Parallelen zu E.T.A. Hoffmanns romantischen Gruselgeschichten auf und steht zugleich dem realistischen Erzählen eines Gottfried Keller nahe. Was den Text zu einem Klassiker der deutschen Literatur gemacht haben dürfte, ist die kompositorische Genialität, die zunächst keine Auflösung zulässt, sondern um die Figur des Friedrich Mergel ein Rätsel nach dem anderen aufbaut, und zwar nicht nur jene kriminalistischen, die dem Text das Etikett Kriminalerzählung eingebracht haben.
Auch die Einordnung dieser Geschichte aus dem 18. Jahrhundert in ein bestimmtes Genre ist eine schwer lösbare Aufgabe. Zunächst erscheint sie als romantische Doppel- oder Wiedergänger-Geschichte, dann wiederum wähnen wir uns aufgrund des nahezu naturalistischen Dekors und der Schilderung des mühsamen Landlebens in einem Sozialdrama, ehe der Fortzug des Helden in die Türkei wieder Assoziationen an die romantische Tradition des Abenteurer- und Entwicklungsromans weckt. Am Ende verblüfft Droste-Hülshoff mit einem echten Paukenschlag. Und es ist wohl dies alles zusammen, was "Die Judenbuche" den Status einer nahezu singulären Erscheinung in der deutschen Literatur eingebracht hat. Es gab selten Vergleichbares - weder vorher noch nachher. Die Lektüre lohnt sich schon allein deshalb noch heute.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Judenbuche, eine Novelle?! 21. November 2005
Von Carib
Format:Taschenbuch
-

Das Buch, geschrieben von A. von Droste-Hülshoff, ist eine Art der Darstellung von der verzweifelten Flucht vor dem Leben. (Zumindest meiner Meinung nach) Das Leben von Friedrich, der Hauptperson, wird sehr dramatisch aber auch glaubwürdig geschmackvoll dargestellt. Die Liebe zwischen Mutter und Sohn wird spätestens ab der Flucht von Friedrich, weil er des Mordes verdächtig wird, erkennbar und sogar fühlbar. Doch das Traurige Ende, das einfach nur aus Verzweiflung geschah(Friedrich beginnt Selbstmord, da er merkt, dass seine Flucht umsonst war) ist ein würdiges Ende des Buches.
Wir können das Buch sehr empfehlen( Wir lasen es als Klassenlektüre ), denn es regt zum Nachdenken an, denn vor allem die Rassistischen Andeutungen, den Juden gegenüber können auf die Gegenwart übertragen werden.

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3.0 von 5 Sternen Starkes Sittengemälde mit schwacher Rahmenhandlung
Die Judenbuche liest sich schnell - ihre Stärke ist die Beschreibung der menschlichen Beziehungen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Pj veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen In der Schule unentbehrlich
Aus eigener Erfahrung im früheren Deutschunterricht ist mir die Qualität die Erläuterungen immer noch sehr präsent. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von wolfdoit veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessant..
Mein Sohn (15)hat es in einem Haps gelesen. Er hatte danach viele Fragen und wir dadurch gute Gespräche. Können es nur empfehlen.
Vor 4 Monaten von Manmau veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Moralisch an die Hand genommen
Ich habe nach langen Jahren "Die Judenbuche" einmal wiedergelesen. Was mich noch am meisten ansprach, war wohl die atmosphärische Schilderung der Lebensverhältnisse, z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Diethelm Thom veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein literaturgeschichtlich frühes Psychogramm
Abgesehen von der eindrucksvollen Milieuschilderung des vormals düster abseitigen Westfalens, liegt die besondere Stärke dieser Novelle darin, daß sie zu den ersten... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Heino Bosselmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Dorf sucht einen Mörder
Ein Krimi im ländlichen Westfalen: Der Jude Aaron wird tot unter einer Buche gefunden. Der Verdacht fällt auf Friedrich, den Außenseiter des Dorfes, der einige... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Februar 2011 von Rolf Dobelli
5.0 von 5 Sternen Sehr schneller Versand, alles in Ordnung
Am Mittwoch bestellt und einen Tag später schon im Briefkasten. Das nenne ich pünktlich und verlässlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2011 von fran
5.0 von 5 Sternen "Nichts ist gefährlicher als die Großmannssucht der...
Die "Judenbuche" habe ich nach vielen Jahren abermals gelesen und bin in meiner Interpretation noch etwas ratlos. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. August 2010 von Helga König
1.0 von 5 Sternen Wer liest sowas freiwillig?
Ich nicht. Deutschunterricht.
Das einzig gute: Es hat nur 55 Seiten und man kann es in einem Tag durchlesen... sonst nicht spannend oder interessant...
Veröffentlicht am 3. Mai 2009 von F. Stepp
4.0 von 5 Sternen Sittengemälde des 18. Jahrhunderts
Annette von Droste-Hülshoff schafft es in "Die Judenbuche" auf wenigen Seiten ein Bild der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts zu zeichnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2009 von Schillerlocke
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