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Die Jahrhundertkrise: Über Finanzalchemisten, das Versagen der Notenbanken und John Maynard Keynes [Broschiert]

Olaf Storbeck
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

5. Oktober 2009
Kommt die Große Depression II? Warum hat (fast) niemand die Krise kommen sehen? Was kann die Wirtschaftspolitik tun? Hat die Wissenschaft einen Krisen-Motorschaden ? Das Erfolgskonzept seines Bestsellers Ökonomie 2.0 fortsetzend, geht der Wirtschaftsjournalist Olaf Storbeck auf anschauliche Weise den Ursachen und Folgen der Finanzkrise auf den Grund.
In seinem neuen Buch versammelt er Meinungen führender Ökonomen zur Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Beiträge sind systematisch nach Themenfeldern geordnet und verständlich aufbereitet. So werden aus schwierigen wissenschaftlichen Artikeln gut lesbare, kompakte Texte, die aufschlussreiche Einblicke in den amerikanischen Immobilienmarkt, die Wall Street, das Bankensystem der USA und Europas eröffnen. Begegnungen mit überbezahlten Bankern, fremdgesteuerten Finanzanalysten und dem Übervater der Ökonomie John Maynard Keynes bieten spannende Antworten auf aktuelle Fragen und Diskussionen.

Wird oft zusammen gekauft

Die Jahrhundertkrise: Über Finanzalchemisten, das Versagen der Notenbanken und John Maynard Keynes + Ökonomie 2.0: 99 überraschende Erkenntnisse
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Produktinformation

  • Broschiert: 194 Seiten
  • Verlag: Schäffer-Poeschel (5. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3791029193
  • ISBN-13: 978-3791029191
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 549.787 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Krise im Überblick. Was ist überhaupt passiert und warum? Viele haben da schon lange den Überblick verloren. Wirtschaftsjournalist Olaf Storbeck fasst zusammen, was Praktiker und Forscher wissen." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

Über den Autor

Olaf Storbeck studierte von 1995 bis 2000 Volkswirtschaftslehre in Köln und besuchte die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft. Während des Studiums schrieb er u.a. für „Die Zeit“, „Der Spiegel“ und „Die Welt“. Nach dem VWL-Examen ging er 2001 zum Handelsblatt, wo er heute verantwortlicher Redakteur Wirtschaftswissenschaften ist.

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Kundenrezensionen

3.6 von 5 Sternen
3.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grosse Rezession: Zwei Arten von Ursachen 14. November 2009
Format:Broschiert
Die Finanzmärkte sind inhärent instabil. Sich selbst überlassen erreichen sie nie das Gleichgewicht, wie die klassische Theorie annimmt. Die Bewertungsmodelle, die darauf basieren, führen flankiert von einem dogmatischen Prozess von Deregulierung und Entstaatlichung zu Krisen mit fatalen sozialen Folgen. Während die Gewinne privatisiert werden, trägt die Öffentlichkeit die Kosten. Die Grosse Rezession" hält mittlerweile seit Dezember 2007 an. Die Schwere der Krise gibt Anlass zu grundlegenden Diskussionen. Immer neue Bücher kommen auf den Markt. Das hier ist sicherlich eines der lesenswertesten in deutscher Sprache. Olaf Storbeck berichtet für das Handelsblatt" über aktuelle Forschung aus der VWL und BWL. Zwischen 1995 und 2000 studierte er VWL an der Uni zu Köln, parallel dazu besuchte er die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft.

Storbeck geht im ersten Teil des Buches auf die Ursachen der Krise, die er als ein hoch explosives Gemisch" betitelt, ein. Wer die richtigen Schlüsse ziehen will, muss die Ursachen verstehen. Seiner Meinung nach gibt es zumindest zwei Arten von Ursachen: (1) makroökonomische Ursachen und (2) mikroökonomische Ursachen. Zu den wichtigsten indirekten Faktoren", die den makroökonomischen Rahmen bilden, zählt der Autor (a) blinde Marktgläubigkeit, (b) ein trügerisches Gefühl der Sicherheit, (c) die weltweite Jagd nach Rendite und (d) zu billiges Geld. Es gibt aber auch direkte Faktoren": (i) der irrationale Überschwang auf dem US-Immobilienmarkt, (ii) komplexe, neue und falsch bewertete Finanzprodukte, (iii) das System der Schattenbanken, (iv) neue Eigenkapital- und Bilanzierungsregeln für Banken und (v) falsche Anreizsysteme in der Finanzbranche.

Im zweiten Teil behandelt der Autor den Kampf mit der Krise". Hier bekommt der Leser nützliche Erklärungen darüber, wer wie auf die Krise reagiert hat. Des weiteren werden die Konjunkturpakete aufgezeigt und die Parallelen zur Grossen Depression diskutiert.

Im dritten Teil des Buches präsentiert der Autor die Lehren aus der Krise. Eine Renaissance der traditionellen Ordnungspolitik ist keine Alternative und wäre die grundfalsche Antwort der Disziplin auf die Finanz- und Wirtschaftskrise", urteilt der Autor. Nicht mehr ordnungspolitische Grundsatzüberlegungen braucht die moderne VWL, sondern bessere Modelle und ein klares Verständnis von Emotionen, Normen und anderer aus Sicht von traditionellen Ökonomen weicher Faktoren", ist Storbeck überzeugt. Der Staat solle eine aktive Rolle in der Wirtschaft spielen und die durch animalische Instikte verursachten Schwankungen reduzieren", lautet sein Fazit. Das gut geschriebene und leicht verständliche Buch bietet einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung mit zahlreichen prägnanten Zitaten von zeitgenössischen Makroökonomen. Sehr informativ. Unbedingt lesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Finanzkrise - Gut interpretiert 16. Oktober 2009
Von ECONOMIST
Format:Broschiert
Es hat den Anschein, die Jahrhundertkrise sei vorbei. Der DAX kennt nur noch den Weg nach oben (Stand heute 16.10.2009), die "Wirtschaftsweisen" haben gerade ein optimistisches Herbstgutachten vorgelegt. Da kommt Oliver Storbecks Buch gerade recht. Und liest man es, so bestätigt sich der Verdacht, die Krise läge doch nicht hinter uns. Storbeck beschreibt die Entstehung der Krise, interpretiert die Sachverhalte und verweist auf die Ergebnisse anerkannter Wirtschaftsforscher. Er orientiert sich dabei am chronologischen Verlauf der Krise. Im ersten Teil betrachtet er die Ursachen, im zweiten Teil den Umgang mit der Krise einschließlich eines Rekurses auf die Great Depression und die Keynes'sche Lehre. Er beschreibt und wertet nur selten, das ist gut so. Schade, dass er aber in einigen Nebensätzen auch die Arbeit der Bunderegierung bewertet und zu einem negativen Ergebnis kommt, auch mit dem Widerspruch, da doch das Endergebnis erstaunlich gut" ist (S. 86). Dies schmälert das Buch aber nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass das Verständnis für die komplexe Materie gut entwickelt wird. Wer dies bereits kennt, für den ist dann der dritte Teil bedeutsam, der sich mit den Folgerungen befasst und zum Ausdruck bringt, weshalb eine neue Wirtschaftspolitik gefragt ist und warum es nicht einfach sein wird, eine neue wirtschaftspolitische Linie zu finden. Er illustriert die Problematik von Kreditvergabe und der Rolle von Staat und Banken und berichtet über den Methodenstreit in den Wirtschaftswissenschaften, der sich als überfällig erweist. Auch stellt er den Stand der Diskussion zur Schaffung einer neuen Finanzarchitektur dar. Am Ende weiß man, dass keiner genau weiß, was denn wohl richtig ist. Die politischen Maßnahmen dienen wohl mehr der Vertrauensbildung, als der Schaffung einer wirklich besseren Wirtschafts- und Finanzordnung. Und so wird auch verständlich, dass wir nicht wissen, ob die Krise wirklich vorbei ist. An diesen Buch fehlt, dann wäre es vollständig, die Vertiefung des Verständnisses von Unsicherheit und Risiko und deren Folgen für die Finanzwirtschaft (welche Finanzarchitektur ist anzustreben?) und den Staat (welche Rolle hat der Staat als Risikomanager?). Schade, dass das Thema animal spirits" nur am Rande auftaucht und der Begriff behavioral finance" nicht einmal Erwähnung findet. Schön an dem Buch ist, dass Storbeck auf aktuelle interessante Studien verweist, so dass der skeptische Leser die von ihm interpretierten Sachverhalte selbst nachvollziehen (oder verwerfen) kann.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr aufschlussreich und klar dargestellt 9. September 2010
Von D. Dulitz
Format:Broschiert
Mir gefällt das Buch sehr sehr gut. Es lässt sich, obwohl es um Wirtschaft und (trockene Themen) wie Geldmenge geht, sehr leicht und flüssig lesen. Inhaltlich ist es genau dass, was man zum Verstehen der Finanzkrise braucht: Hintergrundwissen, Rückblende, Zusammenhänge und Aussicht, ob so etwas wieder auftreten kann.

Ich kann es nicht VWL- und BWLern auf jeden Fall empfehlen.
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