Dieses Buch beschreibt nicht das Land, sondern die Leute Italiens. Es raeumt nicht mit den Vorurteilen gegenueber den Italienern auf - ganz im Gegenteil, es untermauert sie mit vielen Beispielen. (Fast) jeder Italiener wird diese natuerlich zunaechst heftig bestreiten, aber nach einem laengeren Auslandsaufenthalt doch zugeben (muessen), dass sie -leider- doch stimmen.
DEN Italiener gibt es natuerlich nicht - aber mit den Gemeinsamkeiten der -zig Milionen Individualisten kann man ganze Buecher fuellen. Alles, was die Norditaliener mit den Sueditalienern verbindet, sind die autostrada, die Eisenbahn und die Kirche - koennte man meinen. Schliesslich wird jeder Italiener sein Leben lang betonen, aus welcher Region und aus welchem Dorf er kommt - und sich keinesfalls an die Italiener der Region anpassen, in die er vor Jahrzehnten schon gezogen ist. Und dennoch - sobald ein Fussball-Laenderspiel stattfindet fiebern alle wieder mit.
Was "bella figura" bedeutet und was die Uniform der Wachtposten mit den anscheinend uebertriebenen Gesten der Schauspieler in Theaterstuecken zu tun hat, wer in der Familie wirklich die wichtigen Entscheidungen trifft, was man Weihnachten und Ostern macht, wozu es in Neapel Ampeln gibt, ... zu allen Fragen gibt das Buch Auskunft.
Empfehlenswert fuer alle, die in Italien nicht nur am Strand liegen wollen, sondern (auch) die aus fremder Sicht manchmal merkwuerdigen Eigenarten der Italiener kennenlernen wollen.
Ebenfalls empfehlenswert: Die Deutschen pauschal