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Die Islandglocke.
 
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Die Islandglocke. [Taschenbuch]

Halldor Laxness , Halldor Laxness , Hubert Seelow
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Steidl (September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3882437944
  • ISBN-13: 978-3882437942
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 200.301 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Halldór Laxness
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Islandglocke
OT Íslandsklukkan OA 1943–46, 1957 DE 1951Form Roman-Trilogie Epoche Moderne
Eher untypisch für die meist in der Gegenwart angesiedelten Romanwelten des Halldór Laxness spielt Die Islandglocke Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts, zu einer Zeit, als Island der dänischen Krone unterstand und sich die Bevölkerung auf der Insel durch Armut, Hungersnöte und dänische Unterdrückung in einer verzweifelten Lage befand.
Entstehung: Die drei Teile des Romans wurden zunächst als Einzelbände veröffentlicht (Die Islandglocke, 1943; Die lichte Maid, 1944; Feuer in Kopenhagen, 1946) und erst 1957 unter dem gemeinsamen Titel herausgegeben.
Inhalt: Der Roman verfolgt drei Hauptfiguren über einen Zeitraum von etwa zwei Jahrzehnten, in denen sich ihre Wege immer wieder kreuzen: den armen Bauern Jon Hreggvidsson, der des Mordes an einem Henker bezichtigt wird und deswegen mehrere Prozesse mit wechselndem Ausgang durchstehen muss; die schöne und gebildete Snæfridur, die Jon kurz vor der Hinrichtung zur Flucht nach Dänemark verhilft; schließlich den isländischen Gelehrten und Kopenhagener Professor Arnas Arnæus, der auf der Insel mittelalterliche Handschriften sammelt, um das einzigartige kulturelle Erbe Islands für die Nachwelt zu retten. Ihn verbindet eine tiefe Liebe zu Snæfridur, doch er hat bereits eine reiche dänische Witwe geheiratet, um sein Gelehrtendasein und seine Sammeltätigkeit finanzieren zu können. Arnas bewirkt, dass Jon seinen Fall nochmals vor dem isländischen Allthing vorbringen darf, doch dieser kehrt einfach auf seinen Hof zurück.
Viele Jahre später reist Arnas im Auftrag des Königs nach Island, um die Amtsführung der Beamten zu kontrollieren. Auch Snæfridur hat inzwischen geheiratet, doch ihr Mann verliert den gesamten Besitz durch seine Trunk- und Spielsucht. Trotz aller Demütigungen behält sie ihren Stolz, auch als Arnas ihren Vater, den Richter Eydalin, seines Amtes enthebt. Als sie wieder einige Jahre später ein letztes Mal mit Arnas in Kopenhagen zusammentrifft, ist dieser beim König in Ungnade gefallen und das Schicksal Islands ungewisser denn je. Seine wertvolle Sammlung isländischer Handschriften geht bei einer Feuersbrunst in Flammen auf.
Aufbau: In den drei Teilen des Romans steht jeweils eine der drei Hauptfiguren im Mittelpunkt. Besonders im ersten Teil orientiert sich der Text am Schelmenroman und an der Isländersaga mit ihrem Wechsel von stark raffenden Passagen und szenischer Erzählweise mit vielen Dialogen. Im Zentrum steht Jon, der mit seiner bissig-lakonischen Ausdrucksweise selbst wie eine Sagafigur wirkt. Ihm dient die Welt der Isländersagas als Quelle für sein Selbstbewusstsein und als Maßstab für die Gegenwart. Er verkörpert außerdem die lebendige mündliche Erzähltradition Islands, indem er in jeder Lebenslage Passagen aus den Pontus Rimur, einer volkstümlichen Verserzählung, zitiert.
Wirkung: Zwar wollte Laxness sein Werk nicht als historischen Roman verstanden wissen, da »seine Personen, seine Handlung und sein Stil ausschließlich den Gesetzen des Werkes selbst gehorchen«, doch ist nicht zu übersehen, dass die fiktive Handlung ein Gerüst aus genau recherchierten historischen Fakten und Figuren ausfüllt. Der Roman wurde in Island enthusiastisch aufgenommen. Viele Isländer stellten Bezüge zur damaligen politischen Lage während der Entstehungszeit des Romans her, da sie die damals gerade erst erworbene Unabhängigkeit ihres Landes wegen der Errichtung eines US-amerikanischen Luftwaffenstützpunktes gefährdet sahen. J. G.

Kurzbeschreibung

'Magnus Sigurdsson,' fragte der Bärtige. 'Ist das nicht der, der seine Frau für Branntwein an einen Dänen verkauft hat?' 'Doch' sagte sie. 'Und sie dann mit der Axt erschlagen wollte?' 'Ja', sagte sie ...
Island an der Schwelle zum 18. Jahrhundert. Glanz und Bigotterie herrschen am Kopenhagener Königshof; Elend, Hunger und Seuchen beherrschen das Land, das seit vier Jahrhunderten von den Dänen unterdrückt und ausgebeutet wird. Jon Hreggvidsson, nach eigenen Worten "ein ehrlicher Schwerverbrecher", stiehlt nur ein Stück Angelschnur - doch dann macht er in Gegenwart des königlichen Inspektors und Henkers eine spöttische Bemerkung über die Mätressen des Regenten ... In seiner Romantrilogie ergreift Halldor Laxness einmal mehr Partei für die Schicksale der Erniedrigten und Beleidigten - ohne Larmoyanz, doch im Zeichen eines engagierten Humanismus, der Laxness' gesamtes Werk durchzieht.
"Trotz des historischen Stoffes und der fremd anmutenden Archaik des Stils erweist sich Laxness als s

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von u-re
Format:Taschenbuch
Die Islandglocke, die diesem Roman den Titel gibt, ist keine Kirchen-, sondern eine Gerichtsglocke und Symbol für die freie Gerichtsbarkeit des Landes. Die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert ist für Island eine dunkle Zeit - Armut, Isolation, Seuchen, Hunger und Unterdrückung durch die dänische Herrschaft. Der Gelehrte Arne Magnusson, eine historische Gestalt und eine der Hauptfiguren des Romans, will die Tradition des Landes bewahren, indem er sein ganzes Vermögen und seine Liebesbeziehung zu der Richterstochter Snaefridur Eydalin für die Sammlung und Bewahrung der Sagahandschriften opfert, "in denen die Seele des isländischen Volkes weiterlebt". Neben Arne Magnuisson und der idealisierten Snaefridur Islandsol ist der Bauer Jon Hreggvidsson die dritte Hauptfigur der Romantrilogie. Er steht für den Überlebenswillen und das Durchhaltevermögen des isländischen Volkes und darüber hinaus aller Menschen unter schwierigen Lebensbedingungen. Er wird angeklagt, den Henker des Königs umgebracht zu haben, und deswegen zum Tode verurteilt; ihm gelingt aber die Flucht, die ihn auf abenteuerlichen Wegen durch Deutschland und Holland führt. Jahre später wird sein Fall wieder aufgegriffen, und nur mit viel Glück und der Hilfe seines Freundes Arne Magnusson gelingt es ihm, dem Henkersbeil ein zweites Mal zu entkommen. - Ein Hauptreiz dieses Romans besteht in dem Nebeneinander von krassem Realismus, vermischt mit Galgenhumor, und zarten, lyrisch entrückten Passagen. -

Halldor Laxness hat für diese Romantrilogie zu Recht 1955 den Nobelpreis bekommen, denn sie ist sein Meisterwerk.
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Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Als Volk der Bücher" werden die Isländer oft bezeichnet. In jeder isländischen Familie, heißt es, findet sich ein Schriftsteller. Wer von einem solchen Volk zum König der Dichter gewählt wird, muss also ein wahrhaft Großer sein. Einer wie Halldór Laxness. Dessen Meisterwerk, Die Islandglocke, ist seine Krönungsurkunde. Es ist die Geschichte des Jon Hreggvidsson, eines unverwüstlichen Galgenvogels, dessen durch und durch verderbter Charakter keinen Zweifel darüber lässt, welche Kräfte ihn geformt haben: Hunger, Armut, Rechtlosigkeit und Unterdrückung. Doch wie unter großem Druck nicht nur Kohle entsteht, sondern auch Diamant, blitzen aus Jons schwarzem Bart leuchtend weiße Zähne, aus seiner schwarzen Seele strömt beißender Spott: der ganz und gar unpoetische Heroismus des reinen Überlebenskampfes. Und der ist eine Tatsache des menschlichen Daseins, in Island wie im Rest der Welt.
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Ein isländischer Simpel 15. Juli 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Jón soll den Henker von Bessastadir ermordet haben, man verurteilt, will ihn köpfen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die Halldor Laxness in der "Islandglocke" äußerst lesenswert und in voller Tradition der Sagas (im Stil, im Umfang, in der Sprache) darstellt. Sicher ist all das kein leichter Lesestoff zum "Drüberwegfliegen", aber auch ohne Lesehilfe oder Worterklärungen gut zu bewerkstelligen. Unbedingt zu empfehlen, wiewohl man sicher die Ausgaben vergleichen sollte, da hier z.B. Elfen und keine Flüsse überquert werden (1. Buch, 5. Kapitel), was ohne Isländischkenntnisse ein wenig verwirrend sein könnte. Als Eigennamensteil mag das ja noch durchgehen, aber so allein ist es ein wenig hinderlich. Aber das ist nur meine Meinung.
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