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Die Invasion: Roman Taschenbuch – 6. April 2010


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1408 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (6. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453527267
  • ISBN-13: 978-3453527263
  • Originaltitel: Les Fourmis / Le Jour Des Fourmis/ La revolution des fourmis
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 6,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 424.936 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Notar erklärte, das Haus stehe unter Denkmalschutz und während der Renaissance hätten Gelehrte darin gewohnt. Wer genau, wisse er nicht mehr.
»Die Wohnung selbst ist ein wenig sonderbar, es handelt sich nämlich um ein Kellergeschoss. Aber dafür ganz schön geräumig! Zweihundert Quadratmeter!«
Sie stiegen die Treppe hinunter und gelangten in einen dunklen Flur. Dort tappte der Notar lange herum, bis er hervorstieß: »Ah, verflixt! Das funktioniert nicht.«
Sie drangen in die Finsternis vor, tasteten sich geräuschvoll an den Wänden entlang. Als der Notar endlich die Tür gefunden, sie geöffnet und, diesmal erfolgreich, auf den Lichtschalter gedrückt hatte, sah er, dass sein Klient blass geworden war.
»Stimmt etwas nicht, Monsieur Wells?«
»Eine Art Phobie. Nicht so schlimm.«
»Angst vor der Dunkelheit?«
»Genau. Aber es geht schon wieder.«
Sie besichtigten die Räumlichkeiten. Obwohl die Wohnung nur durch einige schmale und in Höhe der Decke gelegene Kellerfenster mit der Außenwelt verbunden war, gefiel sie Jonathan.
Sämtliche Wände waren in einem einheitlichen Grau tapeziert, und überall war Staub ... Aber er wollte nicht mäkelig sein.
Seine derzeitige Wohnung war nur ein Fünftel so groß. Außerdem verfügte er nicht über die Mittel, künftig die Miete zu zahlen: Das
Schlüsseldienstunternehmen, für das er arbeitete, hatte vor kurzem beschlossen, auf seine Dienste zu verzichten.
Diese Hinterlassenschaft seines Onkels Edmond war wirklich ein Glücksfall.

Zwei Tage später zog er mit seiner Frau Lucie, seinem Sohn Nicolas und ihrem Hund Ouarzazate, einem geschorenen Zwergpudel, in das Haus Nummer 3 an der Rue des Sybarites ein.
»Ich finde das gar nicht so schlecht«, erklärte Lucie und reckte ihren dichten roten Haarschopf hoch. »Bei den grauen Wänden hier können wir uns so einrichten, wie wir wollen. Es muss ohnehin alles neu gemacht werden. Als müsste man ein Gefängnis in ein Hotel verwandeln.«
»Wo ist mein Zimmer?«, fragte Nicolas.
»Hinten rechts.«
»Wuff, wuff«, machte der Hund und begann nach Lucies Waden zu schnappen, ohne Rücksicht darauf, dass sie das Hochzeitsgeschirr auf dem Arm hatte.
Aus diesem Grund wurde er prompt in die Toilette geschickt, und sie sperrten die Tür zu, denn er war in der Lage, zur Klinke hochzuspringen und sie herunterzudrücken.
»Kanntest du den gut, deinen spendablen Onkel?«, fragte Lucie.
»Onkel Edmond? Nein, ich kann mich nur erinnern, wie er mich immer als Flugzeug durch die Luft gewirbelt hat, als ich ganz klein war. Einmal hatte ich solche Angst, dass ich ihn vollgepinkelt habe.«
Sie lachten.
»Warst schon immer ein Angsthase, was?«, neckte ihn Lucie. Jonathan tat so, als hätte er nichts gehört.
»Er war mir nicht böse. Er meinte bloß zu meiner Mutter: >Schön, jetzt wissen wir wenigstens, dass aus ihm nie ein Flieger wird ...< Später hat mir Mama erzählt, dass er meine Entwicklung aufmerksam verfolgt hat, aber ich habe ihn nie mehr wiedergesehen.«
»Was war er von Beruf?«
»Er war Wissenschaftler. Biologe, glaube ich.«
Jonathan blickte nachdenklich drein. Im Grunde war ihm sein Wohltäter vollkommen unbekannt.

6 km davon entfernt: BEL-O-KAN 1 Meter hoch
50 Etagen unterhalb der Erde
50 Etagen über der Erde
Größte Stadt der Region
Geschätzte Einwohnerzahl: 18 Millionen

Jährliche Produktion:

50 Liter Blattlaushonigtau 10 Liter Schildlaushonigtau 4 Kilogramm Lamellenpilze Kiesausstoß: 1 Tonne Benutzbare Gänge: 120 km Fläche am Boden: 2 m2

Ein Sonnenstrahl ist eingedrungen. Ein Bein zuckt. Die erste Bewegung seit Beginn des Winterschlafs vor drei Monaten. Ein anderes Bein, das in zwei Krallen endet, die sich allmählich spreizen, macht langsam einen Schritt nach vorne. Ein drittes löst sich aus der Starre. Dann ein Thorax. Dann ein Wesen. Dann zwölf Wesen.
Sie zittern, um ihr durchsichtiges Blut durch das Netz ihrer Adern zirkulieren zu lassen. Es geht von zähflüssigem in likörartigen, dann in flüssigen Zustand über. Nach und nach setzt sich die kardiale Pumpe wieder in Gang. Sie treibt den Lebenssaft bis in die Enden der Glieder. Die Biomechanismen erwärmen sich. Die hyperkomplexen Gelenke drehen sich. Überall verschieben sich die Kniescheiben mit ihren schützenden Platten, um den Punkt der äußersten Dehnbarkeit zu finden.
Sie stehen auf. Ihre Körper schöpfen Luft. Ihre Bewegungen wirken verzerrt. Ein Zeitlupentanz. Sie räkeln sich leicht, schütteln sich. Ihre Vorderbeine vereinen sich wie zum Gebet, aber nein, sie befeuchten ihre Krallen, um die Antennen zu reinigen.
Die zwölf, die aufgewacht sind, reiben sich gegenseitig ab. Dann versuchen sie, ihre Nachbarn zu wecken. Aber sie haben kaum Kraft, ihre eigenen Körper zu bewegen, sie können noch keine Energie weitergeben. Sie lassen davon ab.
Und so bahnen sie sich mühsam einen Weg inmitten der statuengleichen Körper ihrer Schwestern. Sie krabbeln auf die Große Außenwelt zu. Ihr Organismus mit dem noch kalten Blut muss die Energie aufnehmen, die das Tagesgestirn bietet.

Ermattet rücken sie vor. Jeder Schritt schmerzt. Sie haben so große Lust, sich wieder hinzulegen, friedlich dazuliegen wie Millionen ihresgleichen! Aber nein. Sie sind die Ersten, die erwacht sind. Es ist nun ihre Pflicht, die ganze Stadt wiederzubeleben.
Sie durchdringen die Hülle der Stadt. Zwar blendet sie das Sonnenlicht, doch der Kontakt mit Energie in ihrer reinsten Form stärkt sie enorm.

Sonne, durchdringe unsre hohlen Panzer Bewege unsre schmerzenden Muskeln Und vereine unsre ungleichen Gedanken.

Das ist ein altes Morgenlied der roten Ameisen aus dem hundertsten Jahrtausend. Schon damals hatten sie Lust, beim ersten Kontakt mit der Wärme innerlich zu jubilieren.
Kaum draußen, beginnen sie sich systematisch zu waschen. Sie sondern einen weißen Speichel ab und bestreichen damit ihre Kiefer und ihre Beine.
Sie bürsten sich ab. Das ist eine einzige, immergleiche Zeremonie. Zuerst die Augen. Die eintausenddreihundert kleinen Einzelaugen, die jedes Facettenauge kugelrund formen, werden entstaubt, befeuchtet, getrocknet. Genauso gehen sie bei den Antennen vor, bei den unteren Gliedern, den mittleren und den oberen Gliedern. Zum Schluss putzen sie ihre schönen roten Panzer, bis sie glänzen wie Tropfen aus Feuer.

Unter den zwölf, die aufgewacht sind, ist ein zur Fortpflanzung bestimmtes Männchen. Es ist ein wenig kleiner als der Durchschnitt der belokanischen Bevölkerung, hat schmale Oberkiefer, und ist darauf programmiert, nicht länger als einige Monate zu leben. Aber dafür ist es auch mit Vorzügen ausgestattet, die seinen Mitbrüdern vorenthalten sind.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stefan Westermann am 24. Mai 2010
Format: Taschenbuch
Wie schon von anderen geschrieben besteht dieses Buch aus den Bänden:
1. Die Ameisen
2. Der Tag der Ameisen
3. Die Revolution der Ameisen

Band 1 - finde ich sehr interessant und gut geschrieben - 5 Punkte
Band 2 - ok, viel vermenschlicht aber trotzdem noch nachvollziehbar - 4 Punkte
Band 3 - ehrlich gesagt - übelst. 1 Punkt. Die Ameisen werden unglaublich vermenschlicht. Da hat eine Ameise Heuschnupfen. Eine andere, die "Heldin", nimmt die Gewohnheiten von Menschen an und ißt "3x täglich", schaute zuviel fern, nimmt Odysseus etc. als Vorbilder.
Auf "menschlicher Seite" Schwarz-Weiß-Schubladen ... .
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Michael Kleerbaum am 19. Juli 2010
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das sich hinter diesem knappen Klappentext ein episches Mammutwerk mit über 1400 Seiten versteckt ist auch dem Heyne Verlag geschuldet, der einfach aus der originalen Trilogie ein einzelnes Buch zusammengestellt hat. Dabei ist leider ein klobiger, übergroßer Klotz herausgekommen, den man nicht mal mit zwei Händen, geschweige denn mit einer, bequem halten kann. Das ist aber auch schon der einzig relevante negative Aspekt an diesem Roman. Und wer Angst vor den vielen Seiten hat (Es soll ja immer noch Leute geben, die das Lesen für eine anstrengende Arbeit anstatt für das ultimative Vergnügen halten), dem sei gesagt, das man Ende des Buches denkt, das der Autor der Geschichte ruhig noch mal zweihundert Seiten hätte schenken sollen. Das Epos fängt schon sehr spannend und Geheimnisvoll an. Ein Ehepaar mit einem kleinen Sohn erbt von einem weitgehend Unbekannten Onkel, der sich einen Namen in der Wissenschaft gemacht hat, ein Haus. Im Testament steht, das niemand unter keinen Umständen in den Keller gehen soll. Nun ja, wie das Leben so spielt verschwindet erst der Familienhund, dann der Ehemann, eine Handvoll Polizisten, ein paar Feuerwehrmänner, die Ehefrau und schlussendlich auch der kleine Junge samt seiner Großmutter und zwei weiteren Forscher eben genau in diesem Keller. Nur einer der Polizisten schafft den Weg zurück, erzählt aber so wirres Zeug, das er gleich in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. In der Zwischenzeit hat der Autor begonnen, im Wechsel der Kapitel über das Leben eines Sicht eines Lebewesens zu berichten, bei dem der Leser erst spät erkennt, das es sich hierbei um eine Ameise handelt.Lesen Sie weiter... ›
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von LaTraviata am 16. Mai 2010
Format: Taschenbuch
Dieses Werk war für mich eine neue Erfahrung. Am Anfang war ich total fasziniert, und konnte das Buch einfach nicht weglegen, so spannend fand ich die Welt der Ameisen. Von Anfang an hatte ich allerdings das Gefühl, daß der Autor mehr Ahnung von Insekten als von Menschen hat, denn das Verhalten der Personen war für mich oft nicht nachvollziehbar. Kleines Beispiel - wielange würde wohl eine "normale" Ehefrau warten, bis sie dem Ehemann in den Keller folgt, in den zu gehen er ihr untersagt hat? Also ich wüsste keine die zwei Tage wartet bis sie mal nachschauen geht :-). Das hat mich am Anfang überhaupt nicht gestört, aber je weiter das Werk voranschritt, desto mehr werden die Insekten "vermenschlicht" bis es gegen Ende hin für mich völlig abstrus und unglaubwürdig wird. eigentlich müssten die Sterne so verteilt werden, 5 für den ersten Band, 4 für den zweiten und höchstens 2 für den Dritten. Da das nicht geht und ich vor allen Dingen auch echt viel interessantes aus der "Enzeklopädie des relativen und absoluten Wissens" erfahren habe, gebe ich drei Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ray am 15. Oktober 2010
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich ging dieses Buch völlig unbedarft an. Sicherlich sind 1400 Seiten alleine schon eine Herausforderung, aber auch das Thema Ameisen ist für viele (so auch für mich) eine völlig neue Welt.
Umso mehr ich mich hineinlas interessierte ich mich für die Thematik und ich muss gestehen, dass ich viele neue Dinge gelernt habe über eine Spezies die für mich nach dieser Lektüre in völlig neuem Licht erscheint.
Am Anfang erschien mir die ganze Schilderung des Lebens von Ameisen so an den Haaren herbeigezogen, dass ich mich unbedingt fachlich informieren musste, ob diese völlig unterschätzen Insekten tatsächlich eine solche Intelligenz besitzen, und als ich dann einmal mehr vom Leben der Ameisen wusste, musste ich einfach wissen wie es weiterging.
Man kann sich natürlich darüber streiten ob die Handlung zu sehr an den Haaren herbeigezogen ist, ob die Ameisen zu sehr vermenschlicht werden ob manche Details unrichtig sind usw. Aber bei allem sollte man nicht vergessen, dass es sich dabei um keine wissenschaftliche Abhandlung sondern um einen Roman handelt. Nicht mehr und nicht weniger. Und für mich hat es die Anforderungen für einen guten Roman auf jeden Fall erfüllt. Ich war bis zur letzten Seite gespannt und werde dieses Buch so schnell nicht vergessen.
Als Abenteuer bezeichne ich das Buch deswegen, weil man sich mit zunehmenden Fortschritt in ein solches begibt indem man durch die eigene neue Perspektive der Welt der Ameisen in eine neue Welt versetzt wird die einen fasziniert.
Allerdings gebe ich nur 4 von 5 Sternen, weil ich denke, dass das Buch für Leser die sich für dieses Thema nicht interessieren können schwer ist, bis zum Schlss den Spannungsbogen zu bewahren.
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