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Die Insel des vorigen Tages: Roman Kindle Edition

3.2 von 5 Sternen 43 Kundenrezensionen

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Länge: 502 Seiten

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Produktbeschreibungen

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Umberto Eco entführt den Leser in seinem dritten Roman in die Zeit des 17. Jahrhunderts.

Roberto de La Grive, ein junger piemontesischer Adeliger, erleidet in der Südsee Schiffbruch und treibt mit seinem Schiff in Sichtweite einer Insel. Da er jedoch nicht schwimmen kann, ist sie für ihn nur schwer erreichbar. Während der Zeit an Bord erfährt der Leser in Rückblicken eine Menge über die Biographie Robertos: Briefe an seine verehrte Signora, die er stürmisch aus der Ferne verehrt, und lückenhafte Aufzeichnungen, mit denen er sich die Zeit vertreibt.

Sein geheimer, wissenschaftlicher Auftrag auf dieser Reise ist die Suche nach dem Fixpunkt, mit dem sich untrüglich die Einteilung der Längengrade bestimmen läßt. Schon bald bemerkt er allerdings, daß er nicht allein auf dem Schiff ist und er macht sich auf die Suche.

Das Handlungsgerüst des dicken Wälzers dient Eco vor allem dazu, sein enzyklopädisches Wissen über die Zeit des 17. Jahrhunderts ansprechend zu verpacken. Er schildert in Exkursen philosophische Überlegungen und den finsteren Aberglauben dieser Zeit, gibt in Traktaten allerlei absurde Maschinen und Erfindungen zum Besten und macht sich paradoxe Gedanken über das Denken der Steine.

Die Insel des vorigen Tages ist ein ungemein gelehrtes und phantasievolles Buch, doch leider hat der Autor einen etwas mageren Plot für seine vielfältigen Exkurse ausgewählt. Der Roman ist eine sehr anspruchsvolle Lektüre, die oft nur mit einem Fremdwörterbuch zu bewältigen ist. Wer Spaß an abstrusen Spinnereien und phantasievollen Romankonstrukten hat und dabei noch eine Menge über das 17. Jahrhundert erfahren möchte, der liegt bei diesem Buch richtig. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Wir schreiben das Jahr 1643, und in Europa tobt der Dreißigjährige Krieg. Wider Willen wird Roberto de La Grive zum Entdeckungsreisenden auf der Suche nach dem Nullmeridian, dem zur exakten Navigation notwendigen Fixpunkt der Erde. Ein Orkan spült ihn auf ein verlassen vor den Fidschii-Inseln treibendes Forschungsschiff. Auf diesem schwimmenden Naturalienkabinett findet er einen skurrilen Schicksalsgenossen und viel Zeit, sich die eigene unheilvolle Liebes-, Lebens- und Doppelgängergeschichte zu phantasieren. Historisches Panorama, Liebesgeschichte und Abenteuerroman - Eco erfindet den gewaltigen Kosmos eines ganzen Jahrhunderts neu. »... spannend erzählt, eine Art Polit-Thriller. Es erzählt die Odyssee des Großen Jahrhunderts: Das Zeitalter der Vernunft. Der Leser, immer wieder verblüfft, ... endet mit Bewunderung.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 768 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 502 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3446180850
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B005QMPDD6
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Nicht aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen 43 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #28.845 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 30. Dezember 1999
Format: Broschiert
Roberto de la Grive ist unterwegs, um den "Ursprung der Längengrade" zu finden, den Fixpunkt, an dem alles beginnt. Kein leichtes Unterfangen, sucht er doch etwas, das es ja eigentlich gar nicht gibt... Vor dem Hintergrund dieser Geschichte breitet sich ein Eco aus, wie man ihn kennt: eigentlicher Inhalt des Buches ist nicht die Rahmenhandlung, sondern ein Streifzug durch die Wissenschaftsgeschicht des Mittelalters. Allerdings ist dies keine "Wissensvermittlung" im übliche Sinne, sondern geschieht eher "en passant", nämlich durch zahlreiche, offene oder versteckte Anspielungen, von kleineren Textpassagen bis hin zu ausführlichen Abschnitten. Eco setzt hier vielfach Kenntnisse in Philosophie und Wissenschaftshistorie voraus, ohne die zahlreiche Ausführungen nicht zu verstehen oder gar in den entsprechenden Kontext einzuordnen sind. Wer in diesen Bereichen ausreichend bewandert ist, wird sicher seinen Spaß an diesem sehr humorvollen, wenn auch stellenweise vielleicht etwas langatmigen Werk haben. Für alle anderen, und das trifft wohl auf die Mehrzal leider zu, muß vieles unverständlich, wenn auch nicht uninteressant, bleiben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Vielleicht fehlt mir heute einfach die Geduld. Ich hatte das Buch vor 15 Jahren schon einmal gelesen und besser in Erinnerung. Anders als beim Namen der Rose schafft es Eco in diesem Buch leider nicht, über die ganze Länge des Buches die Balance zwischen gelehrtem Diskurs und Geschichte zu finden. Bis ca. einem Drittel oder vielleicht auch der Hälfte gelingt ihm das noch: die Belagerung von Casale, die Pariser Salons, das Längenproblem, die Waffensalbe und die Diskussionen um das ptolemäische Weltbild mitsamt der Logik des 17. Jahrhunderts; all das ist wirklich gut. Aber irgendwann ist auch gut damit und die zweite Hälfte, die fast nur noch aus Diskursen besteht, wird schnell langweilig und uninteressant. Dazu kommt die, finde ich, teilweise etwas hölzerne Übersetzung. Ich nehme mal an, auch im Original hat Eco den Pater in altertümlicher Art und Weise reden lassen und auch die Rechtschreibung angepasst, aber in der übersetzung ist das nicht gut gemacht. Das letzte Drittel habe ich dann nur noch überflogen.
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Format: Taschenbuch
Roberto de la Grive, Abkömmling eines heruntergekommenen lombardischen Adelshauses, landet als einziger Überlebender eines Seeunglücks und Schiffbrüchiger auf einem verlassenen Schiff (!) vor einer unbewohnten Insel, von der ihn nicht nur die Datumsgrenze trennt, sondern auch die Tatsache, daß er nicht schwimmen kann.

Er war im Auftrag des französischen Hofes unterwegs, um diese Datumsgrenze ausfindig zu machen, Mitarbeiter eines weltumspannenden Konkurrenzprojektes, das der Bestimmung der Längengrade diente. Was so selbstverständlich erscheint, war bis ins 18. Jahrhundert hinein ein gravierendes Problem: Die Schiffe der Entdecker fuhren ins Blaue hinein über die Ozeane, sie wußten zwar, in welchen Breiten sie sich befanden, aber nicht wie schnell oder langsam sie auf ihren Reisen vorankamen!

Roberto ist ein sperriger Protagonist, ein Feigling und Dummkopf mit Neigung zu Paranoia und Wahnvorstellungen. Die Entdeckung, daß er auf diesem Schiff, auf dem sich ein Raum mit Vögeln und ein anderer voller Uhren befinden, nicht allein ist, versetzt ihn in Panik.

Der Leidensgenosse, Pater Caspar Wanderdrossel, ebenfalls ein Nichtschwimmer, klärt ihn über die Geschichte des Schiffes - Daphne - und seiner Mannschaft auf: Die Mannschaft habe nach ihrem Eintreffen mit allem wichtigen Werkzeug auf die Insel übergesetzt und sei dort von Wilden niedergemacht worden.

Roberto versucht, sich das Schwimmen beizubringen, aber es gelingt ihm nicht.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ein Schiffbrüchiger wird irgendwo in der Südsee gegen ein vermeintlich verlassenes Schiff gespült und kann so sein Leben retten. Kaum an Bord bemerkt er, dass das nächste Land in Sichtweite ist und es auf dem Schiff viel Eigenartiges zu entdecken gibt. Doch Roberto de La Grive, so der Name des jungen Schiffbrüchigen, hat ein Problem: er kann nicht schwimmen. So hat er alle Zeit der Welt, auf sein Leben zurückzublicken, das im Piemont begann, ihn durch einen richtigen Krieg und die Pariser Salons bis auf eine Mission führte, welche die Welt verändern soll. Denn Roberto soll nichts Geringeres lüften als das Geheimnis, wie man auf See den Längengrad und damit die exakte Position ermittelt. Ein Kunststück, das Mitte des 17. Jahrhunderts niemand beherrscht.

Damit ist über die Geschichte des Buches im Grund noch nicht viel gesagt. Denn schließlich haben wir es mit einem Roman von Eco zu tun, da ist ein üppiges geistesgeschichtliches Sittengemälde ja wohl das Allermindeste!
Auf die Gefahr hin, hier zu viel zu verraten [SPOILER], gehe ich nochmal ins Detail:

Roberto ist zunächst in diversen Selbstreflektionen gefangen, z.B. biographischen. Einige Kapitel aus seiner Vergangenheit werden im Wechsel mit Passagen auf dem Schiff erzählt, und immer lernte Roberto darin etwas fürs Leben und immer steht diese konkrete Erfahrung für seine Zeit.
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