Ich habe dieses Buch im Speicherstadmuseum in Hamburg vorgestellt bekommen. Wer Dagmar Fohl lesen hørt, will dass sie nicht mehr aufhørt. Schon vorher hatte ich das Buch, aus den anderen auf der Liste auserwaehlt. Ich finde es spannend zu lesen, wie im letzten Jahrhundert die Menschen in Deutschland gelebt haben. Nicht nur die Koenige, sondern das einfache Volk. In diesem Fall, Witwen auf einer fiktiven Insel, die hauptsaechlich von Strandraeubereien leben. Dann wird ein Leuchturm gebaut, der die Existenz der Inselbewohner bedroht. Der Architekt verbringt als Bauleiter fast ein Jahr auf der Insel. Seine Erinnerungen udn Darstellung seines Lebens in der Stadt, irgendwie distanziert, dann wieder dicht dran.Ein krasser Unterschied zu dem was er auf der Insel erlebt.
Die entstehende Beziehung zu einer der Witwen wird zur Nebensache, fuer mich. Das Leben auf der Insel ist viel interessanter. Der Sturm, die Einsamkeit, die Armut, das soziale Leben. Die Auswege, die beide Charaktere fuer sich finden. Viele Bilder werden gezeichnet, manche etwas merkwuerdig anmutend und nicht ganz klar, woher die denn jetzt kommen. Aber es passt dann doch wieder. Ein schoener Roman, der mich nicht losgelassen hat. Seit langem mal wieder ein deutsches Buch, das ich durch meine Freunde auf Reisen schicke und es doch wieder wieder haben will. Wer sich fuer gut und schoen erzaehlte Geschichte und die nordeutschen Inseln interessiert, absolut zu empfehlen. Wer einen seichten Nordsee-Krimi oder einen leichten Liebesroman erwartet - Fehl am Platz. Auch wenn gemordet wird und geliebt. Strandlektuere ? Nee, nicht wirklich, fuer mich.