Mit ihrem Buch DIE INSEL DER GÖTTIN ist der Autorin Jade Y. Chen eine zutiefst bewegende und auch sehr melancholische Geschichte zu ihrer Heimat Taiwan gelungen. Obwohl auf der Insel Taiwan der Daoismus und die Götter verehrt werden, hatte die Protagonistin dort keine glückliche Kindheit. Die Macht der Herkunft, die politischen Geschehnisse um die weiße Revolution und Probleme der einfachen Menschen dort sind Gegenstand dieses Buches.
DIE INSEL DER GÖTTIN, dies klingt doch schön und schön ist sie die Insel im chinesischen Meer zwischen China und Japan, doch dadurch wurde sie auch begehrt und Japan erhob ebenso auf sie Anspruch wie es China bis heute tut.
Daher darf es nicht verwundern, dass die Geschichte der Insel mit viel Leid verbunden ist, sowohl für die Einwanderer wie auch für die Ureinwohner.
Krieg, Politik, Macht und gesellschaftliche Stellung sind Thema des Buches. Die politische Kaste wie auch die gesellschaftliche Stellung sind entscheidend für die Prägung der Bürger und Jade Y. Chens Protagonistin hatte keine glückliche Kindheit.
Heirat, Familie, die Götter und die Probleme von Alkohol, Fremdgehen und der Suche nach Arbeit sind Teil des Lebens der Protagonistin, ebenso wie die Götter, der Daoismus. Der Einfluss des Krieges, die politischen Unruhen und die gesellschaftlichen Umwälzungen sind für die Frauen der Familie nicht so glücklich - es entsteht viel Leid und am Ende bleibt die Gewissheit das die Trauer länger besteht als die Freude.
DIE INSEL DER GÖTTIN von Jade Y. Chen ist eine zutiefst melancholische Erzählung zu Taiwan und den Menschen dort und zeigt auf das es gerade die Frauen sind, welche immer wieder und unablässig geben aber die auch am meisten verlieren.
Empfehlenswert!