Kurzbeschreibung
Lincoln Six-Echo (McGregor) und Jordan Two-Delta (Johansson) leben Mitte des 21. Jahrhunderts in einer scheinbar utopischen Wohneinheit, die in Wirklichkeit ein Gefängnis ist. Wie alle Bewohner werden sie ständig überwacht, angeblich zu ihrem eigenen Schutz. Sie alle hoffen, irgendwann auf Die Insel reisen zu dürfen: die allerletzte unverseuchte Oase auf der Erde. Denn es heißt, dass alle Menschen auf der Welt außer ihnen bei einer Umweltkatastrophe umgekommen sind.
Seit kurzem wird Lincoln jedoch von unerklärlichen Albträumen geplagt. Immer ungeduldiger stellt er sein Gefangenendasein infrage. Doch auf die Wahrheit ist er nicht vorbereitet: Neugierig geworden, entdeckt Lincoln, dass sein gesamtes Leben eine einzige Lüge ist und die Insel nur Auswuchs eines grausamen Betrugsmanövers. Ihm wird klar, dass er, Jordan und alle anderen tot sehr viel mehr wert sind als lebendig. Die Zeit wird knapp, und so flieht Lincoln mit Jordan aus der einzigen Welt, die sie kennen. Draußen entkommen sie den wachsamen Augen des unheimlichen Instituts, und ihre anfangs platonische Freundschaft entwickelt sich zu einer intensiven Beziehung. Doch schon haben die gnadenlosen Schergen des Instituts die Verfolgung aufgenommen. Lincoln und Jordan kennen nur ein Ziel: am Leben zu bleiben. Weitere Hauptrollen in Die Insel übernehmen der für den Oscar nominierte Djimon Hounsou ('In America') als Laurent, Leiter des Sicherheitsteams, das Lincoln und Jordan jagt; Sean Bean als Institutschef Merrick; Steve Buscemi als McCord, der sich mit Lincoln anfreundet, obwohl er für das Institut arbeitet; und der für den Oscar nominierte Michael Clarke Duncan ('The Green Mile') als begeisterter und allseits beneideter Bewohner Starkweather, der auf die Insel reisen darf.
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Blickpunkt: Film
Die kommerziell sehr erfolgreichen Filme des Bruckheimer-Zöglings waren im Kern mit Überdruck inszenierte Destruktionsorgien, denen es an emotionalem Feingefühl fehlte, die nicht die richtige Dosierung von Komik, Pathos oder Sentimentalität fanden. Im Vergleich dazu ist 'Die Insel' Bays zurückhaltendster Big-Budget-Film - ist witzig, wenn es die Situation erlaubt, und weitgehend dramatisch, wenn sie es erfordert. Dass die Werbekampagne mit einem aggressiven Trailer das zentrale Geheimnis des Films bedenkenlos offenlegt, schwächt die Dramaturgie der ersten 30 Minuten, in denen der Film sein Mysterium schrittweise zu enthüllen versucht. Diese überzeugende erste Hälfte präsentiert mit kleinen, visuell oft originellen Details eine von der Umwelt hermetisch abgeschlossene Welt. Hier warten die wenigen Überlebenden einer globalen Verseuchung in Wohntürmen auf den Tag, an dem sie mit der Reise zur Insel, dem letzten giftfreien Paradies der Erde, belohnt werden. Mit viel Glas, Metall und den weißen Outfits der Bewohner wird die abweisende, kalte und sterile Atmosphäre dieser Gesundheitsdiktatur illustriert, in der Hygiene, Nahrungsaufnahme und Körperkontakt strengster Kontrolle unterliegen.
Der seriöse Sci-Fi-Film der Siebzigerjahre mit den Vertretern 'THX 1138', 'Coma' und 'Flucht ins 23. Jahrhundert' ist erkennbares Vorbild für diese Geschichte, die in einem packenden Moment schließlich enthüllt, dass Gegenwart und pastorale Zukunft der Bewohner eine Illusion ist. Die unter der Erde versteckte, von einem gigantischen Hologramm getarnte Anlage eines skrupellosen Geschäftsmanns produziert ausgereifte Klone, die potente Investoren für neue Organe und andere nützliche Dinge ausschlachten können. Von dem Moment an, als Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor) und Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson) ihre wahre Bestimmung entdecken, in die Freiheit entkommen und von einer Special Squad verfolgt werden, wird 'Die Insel' zum reinen Fluchtfilm, der nicht mehr an Fragen oder Antworten, sondern nur noch an Bewegung und Dynamik interessiert ist. Nach einer rasanten Sprint-Verfolgung in der Klon-Fabrik und einer dank Steve Buscemi witzigen Entspannungspause inszeniert Bay eine beeindruckende Freeway-Jagd, in der Stahlobjekte, geformt wie Riesenhanteln, auf den Asphalt kullern und Chaos stiften und fliegende Speedbikes mit dem kreuzenden Luftverkehr kollidieren. Vergleichbar Aufregendes hat das Drehbuch nicht zu bieten, das sein Protagonistenpaar erst in die Metropole, für den Big Bang dann wieder zurück in die Klonfabrik schickt. Im letzten Drittel zeigt der von Bay in gewohnter Campari-Clip-Verführungsoptik gekleidete Film einige Schwächen, wirkt überhastet, schematisch und flüchtet sich in Action, hat aber in Ewan McGregor und Scarlett Johansson zwei gute Akteure, die sich gegen das Getöse als Sympathieträger durchsetzen. kob.
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Seit kurzem wird Lincoln jedoch von unerklärlichen Albträumen geplagt. Immer ungeduldiger stellt er sein Gefangenendasein in Frage. Doch auf die Wahrheit ist er nicht vorbereitet: Neugierig geworden, entdeckt Lincoln, dass sein gesamtes Leben eine einzige Lüge ist - und die Insel nur Auswuchs eines grausamen Betrugsmanövers. Ihm wird klar, dass er, Jordan und alle anderen tot sehr viel mehr wert sind als lebendig. Die Zeit wird knapp, und so flieht Lincoln mit Jordan aus der einzigen Welt, die sie kennen. Draußen entkommen sie den wachsamen Augen des unheimlichen Instituts, und ihre anfangs platonische Freundschaft entwickelt sich zu einer intensiven Beziehung. Doch schon haben die gnadenlosen Schergen des Instituts die Verfolgung aufgenommen. Lincoln und Jordan kennen nur ein Ziel: am Leben