H. G. Wells schrieb einige der großartigsten Science-fiction Stories überhaupt. Dies erkannte auch der große Borges, der erklärte, Wells' frühen Texte wie DIE ZEITMASCHINE oder DIE INSEL DES DR. MOREAU hätten es verdient, ins kollektive Gedächtnis der Welt einzugehen. Ich kann ihm dabei nur Recht geben. Vor allem der 1896 verfaßte DR. MOREAU, die Geschichte eines fanatischen Wissenschaftlers, der auf einer einsamen Insel aus Tieren Menschen macht, fasziniert und schockiert mich, so oft ich es lese, immer wieder neu. Natürlich, Wells war keiner der ganz großen Stilisten (aber er war auch nicht der schlechteste!), jedoch hat er es mit seiner genialen Phantasie vermocht, das Faustus-Thema in neuer, höchst origineller Weise zu präsentieren, so daß ein zeitloser, atmosphärisch ausgesprochen dichter Klassiker entstanden ist, der noch dazu gerade in der heutigen Zeit der expandierenden Gen-Technik besondere Relevanz erhält. Viele werden den explosiven Stoff nur aus den drei Verfilmungen kennen -- die beste ist meines Erachtens zweifellos die erste mit Charles Laughton als Moreau ("Island of Lost Souls") --, jedoch lohnt es sich wirklich, den Text zur Hand zu nehmen, denn was das Erzeugen von Spannung angeht, da ist gerade der frühe Wells ein wahrer Meister! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)