Die Kommentare, Kolumnen und kritischen Anmerkungen von Roland Leuschel verfolge ich seit etlichen Jahren.
Man kann die Prognosesicherheit (leider) erst im Laufe der Jahre richtig einschätzen und mir wird immer bewusster,
mit welch gleichsam nüchternem wie ketzerischem Sachverstand an - in der letzten Konsequenz überlebenswichtigen - wirtschaftspolitische
Fragen herangegangen wird.
Der in der Vorrezension beschriebene Hang zum "Eigenlob" sollte nicht überbewertet werden, haben es doch einsame Rufer in der Wüste
schwer, gehört zu werden. Man muss sich einmal vor Augen führen, mit welcher Verachtung die Autoren (bei Claus Vogt habe ich es nicht so aufmerksam verfolgt) in der Vergangenheit bedacht wurden. Nestbeschmutzer gehören schließlich ausgegrenzt...
Wenn jetzt auf einigen Seiten die in der Vergangenheit (fast) immer richtigen Prognosen nochmals herausgestellt und über die
häufig polemisierenden Angreifer ein wenig gespöttelt wird, so mag man es den Autoren gönnen.
Man kann weiterhin kritisieren, dass der Buchdruck mit etlichen kleinen Rechtschreibfehlern (manchmal Buchstabenauslassungen) behaftet ist.
Auch liest sich der Text nicht immer flüssig.
Geht es zu sehr ins Detail, wird häufig auf Verkürzungen oder andere Quellen hingewiesen. 268 Seiten sind schließlich schnell gefüllt,
führt man sich die Fülle an historischen und (brand-)aktuellen Fakten vor Augen, über die es zu berichten gilt.
Sie müssen sich bei der Buchlektüre unbedingt vor Augen halten, dass uns die geldpolitische Wahrheit und die Fakten der
wirtschaftlichen Lage der Nation(en) ganz bewusst von verschiedenen Seiten (Politik, Wirtschaftsweisen,Zentralbanken usw.) verschwiegen werden.
Gleich der Verabreichung eines Dauersedativums werden wir mit falschen Daten (z.B. eben über die "geringe" Inflation) eingeschläfert.
Was die Autoren herauszustellen versuchen, ist der Umstand, dass das Volk beruhigt werden soll, damit der kreditfinanzierte Konsum aufrecht erhalten werden
kann, ohne dass Karrieren und liebgewonnene Strukturen zerstört werden und die Notenpressen munter weiter Geldscheine drucken bzw. Buchgeld generieren.
Sehr schön wird herausgearbeitet, dass Banker und Politiker ziemlich genau wissen dürften, wo der Hase langläuft und warum wir getäuscht werden.
Weiterhin: Je länger wir den schmerzhaften Prozess der Bereinigung hinauszögern, desto explosiver wird die Lage.
Auch wenn die Fakten wirklich logisch und für den interessierten Laien verständlich aufbereitet werden, sträuben wir uns, ein negatives Szenario anzuerkennen
oder es überhaupt für möglich zu halten. Wir glauben, was wir glauben wollen. Daraus resultiert die Trägheit der Massen.
Sagt der Politiker die Wahrheit, begeht er politischen Suizid.
Lassen Sie sich dieses Buch nicht entgehen.
Sensationspresse "für das dumme Volk" haben wir wirklich genug. Lassen Sie sich von der reißerischen Aufmachung des Covers aber deswegen nicht abschrecken.
Wie gesagt: Die Systemkritiker haben es schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden. An der Seriösität besteht m.E. kein Zweifel.
Also: Was machen Sie mit Ihrem Ersparten?
Die Autoren wollen Sie vor dem Schlimmsten (Geldverlust) bewahren, haben sie doch keine Hoffnung, von Politik und Wirtschaft jemals erhört zu werden.
Auch wenn Sie nach der Lektüre hier und da anderer Meinung sein sollten (über die - ohne jegliche marktregulierende Einschränkung - postulierte freie Marktwirtschaft kann man diskutieren), dienen die mahnenden Worte der wirtschaftspolitischen Allgemeinbildung und müssten eigentlich in jeder weiterbildenden Schule und an entsprechenden Universitäten - zumindest kontrovers - zur Diskussion gestellt werden. Totschweigen und leugnen hilft da wenig, denn die Realität lässt sich nicht belügen.
Ich für meinen Teil halte die Fakten - soweit nachprüfbar - für korrekt und stimme den Prognosen zu.
Eine (Hyper-)Inflation steht uns in den kommenden Jahren bevor.
Darum gilt der Buchuntertitel: Retten Sie Ihr Vermögen!