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Die Illusionen  der anderen: Über das Lustprinzip in der Kultur (edition suhrkamp)
 
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Die Illusionen der anderen: Über das Lustprinzip in der Kultur (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Robert Pfaller
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 325 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 5 (26. August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518122797
  • ISBN-13: 978-3518122792
  • Größe und/oder Gewicht: 17,9 x 10,9 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 60.605 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Robert Pfaller
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Kopfgrillen
upj. Haben die Griechen an ihre eigenen Mythen geglaubt? Oder wussten sie um deren illusionären Charakter? Über Einbildung lässt sich kaum sinnvoll streiten; was der eine für seine eigenste Überzeugung hält, erscheint dem anderen als schlichte Illusion. Der in Linz lehrende Philosoph Paul Pfaller – er trat vor zwei Jahren mit einer beachteten Studie zum Thema «Interpassivität» vors akademische Publikum – hat sich in seinem neuen Buch dem Universum fixer Ideen im menschlichen Geist genähert. Genauer: Nicht was geglaubt wird, sondern wie es geglaubt wird, ist das Problem, das – unabhängig von den einzelnen «Kopfgrillen» – herausgearbeitet werden soll. Dabei stösst Pfaller auf einen seines Erachtens bislang kaum beachteten Typus der «Einbildung ohne Eigentümer». Das sind Mythen und Illusionen, die begründungsresistent sind und die sich in Wortformeln wie «Ich glaube an den Weihnachtsmann» niederschlagen. Ausgehend von Octave Mannonis Unterscheidung von «croyance» und «foi», untersucht Pfaller zunächst jene paradoxen Szenarien, wo eine Einbildung «trotz besserem Wissen» besteht (etwa, dass es sinnvoll ist, dem streikenden Computer gut zuzureden). Überhaupt sei unsere ganze Alltagskultur von Glückshoffnungen und Handlungsantrieben durchsetzt, die sich dem Einbildungsprinzip verdanken.

Über den Autor

Robert Pfaller, geb. 1962, studierte Philosophie in Wien und Berlin und war nach Gastprofessuren in Chicago, Berlin, Zürich und Straßburg Professor für Kulturwissenschaft und Kulturtheorie an der Kunstuniversität Linz. Seit 2009 ist er Professor für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst Wien.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erfordert viel Vorwissen 8. März 2005
Format:Taschenbuch
Aufgrund eines Interviews bin ich auf diesen Autor gestossen, da mich seine Aussagen sehr interessierten. Trotz grossem Eifer, habe ich nur zwei Drittel dieses Werkes geschafft. Das liegt aber alleine am persönlichen Defizit an vorausgesetzten Wissen meinerseits. Deshalb möchte ich den interessierten Laien davor warnen: man muss zum vollen Verständnis des Werkes tieferes philosophisches und psychologisches Wissen (z.B. über Freud und die Tiefenpsychologie) besitzen.
Nichtsdestotrotz sind die Analysen und Gedankengänge, solange ich ihnen folgen konnte, äußerst interessant. Dass das Verstehen erarbeitet werden muss liegt auch sicher daran, dass eine derartige Theorie sich dem Denken des aufgeklärten "zivilisierten" Menschen widersetzt. Ich kann mir vorstellen, dass ein Philosophie- und Psychologie-Experte revolutionäre Denkansätze für weitere Diskussionen in diesem Werk findet.
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unsere magische Gesellschaft 19. Februar 2004
Format:Taschenbuch
Warum glaubt niemand an die Horoskope in den Tageszeitungen und warum lesen wir sie trotzdem? Wieso sprechen wir mit dem Computer, auch wenn wir wissen, dass er deswegen nicht besser funktioniert? Wir machen uns keine Illusionen, wir glauben nicht ans Horoskop und auch nicht an einen verständigen Computer und trotzdem handeln wir, als würden wir es glauben.
Warum müssen wir lachen, wenn im Theater ein Schauspieler niesen muss, während er einen Toter spielt? Gewiss eine Illusion ist zerstört worden, doch wessen Illusion ist es eigentlich gewesen? Haben wir etwa geglaubt, der Schauspieler sei tatsächlich tot? Hat das irgend jemand im Saal gemeint? Die Illusion, die zerstört wurde, gehört dem anderen, niemals mir selbst. Ja, könnte es nicht sein, dass gewisse Illusion immer die Illusionen eines anderen sind, und niemals die eigenen? Und sind diese Illusionen, nicht vielleicht die wesentlichsten unserer Kultur?
Robert Pfaller knüpft aus Lacans Psychoanalyse und Huizingas Spieltheorie nichts weniger als eine eigentliche Theorie der Gesellschaft. Die „diskrete Magie" dieser Zivilisation, die sich in den obigen Beispielen zeigt, dem gehört das Augenmerk der jungen Philosophen aus Linz. So alltäglich, überraschend seine Beispiele, so einleuchtend und originell ist der Erkenntnisgewinn, den dieses Buch verschafft. Und wem es nicht genügt, eine Kulturanalyse vorgelegt zu bekommen, die ihren Gegenstand - nämlich die Kultur - tatsächlich beim Wort zu nehmen getraut und sich dabei weder hinter Habermas'schem Konservativismus noch postmoderner Utopie verschanzt, der kriegt hier immerhin vorgeführt, wie unterhaltsam kluges Denken sein kann.
So heikel es ist, grosse Worte zu gebrauchen: Dieses Buch ist vielleicht das wichtigste, ohne Zweifel aber das originellste philosophische Werk der letzten Jahre.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbedingte Empfehlung! 19. August 2009
Von Marlene
Format:Taschenbuch
Sie haben den Eindruck, dass Sie alles schonmal irgendwo gelesen oder gehört haben und es keine neuen Erkenntnisse mehr gibt? Dann lesen Sie dieses Buch. Hier gibt es nämlich welche und zwar sehr erfrischend schräg wie einleuchtend.
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