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Die Ilias [Gebundene Ausgabe]

Homer , Joachim Latacz , Wolfgang Schadewaldt
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 456 Seiten
  • Verlag: Oldenbourg Akademieverlag; Auflage: 4 (11. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3050054859
  • ISBN-13: 978-3050054858
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 606.239 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In diesem Epos wird die archaische Welt der Kriegerkaste, die den Kampf um Troja ausfocht, präsent: Kampf und Abenteuer, Sieg und Untergang, Liebe und Hass, Heroentum und Niedrigkeit, Mythos und historische Wirklichkeit. Wolfgang Schadewaldts Vers-für-Vers-Übertragung der »Ilias« folgt - ohne die antike Metrik zu imitieren - streng der Darstellungskunst attischer Adelsepik. Übersetzt von Wolfgang Schadewaldt, mit einer Einführung von Joachim Latacz. Schadewaldt, eine Lichtgestalt der deutschen Altertumswissenschaften des 20. Jahrhunderts, verehrte Homer, wie vielleicht nur die Griechen des klassischen Altertums, denen der Rhapsode selbst als Orakel-Quelle diente.

Über den Autor

Homer ist der erste namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike. Er lebte vermutlich gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. in den von Griechen kolonisierten Gebieten Kleinasiens und gilt als Schöpfer der ältesten Werke der abendländischen Literatur: der Ilias, der Odyssee und der Homerischen Hymnen. Schon in der Antike wurde über Homers Person und Herkunft diskutiert: Smyrna, Athen, Ithaka, Pylos, Kolophon, Argos und Chios beanspruchten, als sein Geburtsort zu gelten. Über sein Leben ist wenig Genaues bekannt. Die ersten sicheren literarischen Zeugen sind Pindar, Heraklit und Simonides. Wahrscheinlich zog er als fahrender Sänger (Rhapsode) von Hof zu Hof und trug seine Lieder und epischen Dichtungen dem adligen Publikum vor. Armut und Blindheit werden ihm zugeschrieben, seine Teilnahme am Sängerkrieg in Chalkis und sein Tod auf Ios bleiben Vermutung.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
O ihr Götter, ihr Götter! Was haben die Sterblichen nicht alles vollbracht, um euch, Götter, zu rühmen! Die Werke des Homer waren so vollkommen, daß sein Name unsterblich wurde. Ein hoher Anspruch für den Übersetzer, der das Werk unverfälscht und ohne es im Wert zu mindern übertragen will. Homers Verse stehen in Hexametern. So setzten viele Übersetzer die deutschen ebenso. Altgriechische Wörter sind sehr sehr lang. Deutsche aber sind es nicht. So kommen viele Übersetzungen aufgefüllt mit unzähligen Adjektiven so breit wie der Amazonas herangewogt. Im Griechischen aber, bemerkte der große Goethe, wäre Homers Stil durch einen "außerordentlichen Lakonismus" gekennzeichnet. Was liegt da näher, als die strenge Welt der Hexameter zu verlassen und die Einfachheit, Sachlichkeit und Direktheit seines Stiles wieder hervor zu holen? Wolfgang Schadewaldt hat es getan. Den Verlust an Rhythmik hat er ausgeglichen durch möglichste Beibehaltung der Wortstellung und Verwendung von freien Rhythmen.

Über den Inhalt des Buches gibt es wohl nichts mehr sagen. Es geht um die Belagerung von Troja (sein Fall steht in der "Odyssee"). Wunderbar, wie Here, die Kuhäugige, von Aphrodite den Riemen ihrer Macht erbittet - "Dort drinnen war Liebeskraft, drinnen Verlangen, drinnen Liebesgeflüster, Verführung, die auch den verständig Denkenden den Sinn raubt."- um mit Schlafes Hilfe ihren Gatten, den Kroniden, zu verführen und einzuschläfern, um gegen dessen Verbot in den Kampf einzugreifen. Bewegend, wie Priamos bei Achilleus um die Herausgabe der Leiche seines Sohnes Hektor bittet. Der schönen Stellen alle zu nennen würde den Rahmen der Kritik sprengen. Wer von Sätzen, die kürzer sind als ihre Wörter und von ausführlich beschriebenen Körperfunktionen und anderen Banalitäten, womit sich die "moderne Literaur" so intensiv beschäftigt, genug hat, der sollte in dieses Buch investieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die Ilias, die im achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung geschrieben wurde, gilt als die älteste Dichtung des abendländischen Kulturkreises. Sie ist nicht nur das Werk eines einzelnen. Statt dessen ist in seinem Inhalt der dichterische Ertrag einer ganzen Kulturepoche zusammen getragen, der sich bis in das 6. Jahrhundert v. u. Z. zieht. So hat auch eine Reihe von einzelnen Heldenliedern und Mythen ihren Eingang in die Ilias gefunden. Und so findet man in diesem Buch auch vieles, um sich die griechische Geschichte zurück zu holen und nachzuvollziehen, wozu zweifelsohne auch die Religionen und Mythen gehören. Die vierundzwanzig Bücher der „Ilias" sind trotz der originalgetreuen Übersetzung recht leicht verständlich und lassen sich recht zügig lesen. Die zwölf antiken Vasenbilder im Buch sorgen für ein noch besseres Lesevergnügen. Und so ist das Buch nicht nur für Studenten der altgriechischen Philologien oder der Geschichte interessant, sondern für alle. Es ist einfach ein Standardwerk, das man gelesen haben sollte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wie übersetzt man ein Buch, das über 2500 Jahre alt ist, am besten? Wann ist der Weg der Nacherzählung der Königsweg? Welche Art der Nacherzählung ist gegenüber dem Autor, gegenüber einer Geschichte überhaupt zulässig?

Eine eindeutige Antwort fällt mir nicht leicht. Ich empfehle, möglichst verschiedene Versionen zu vergleichen. Zum Beispiel eine klassische, kraftvolle Übersetzung wie jene Wolfgang Schadewaldts zu verstehen versuchen. Schadewaldt trachtet danach, die Versform der alten Griechen ins Deutsche aufzunehmen.

Oder Raoul Schrotts Version zur Hand zu nehmen:Ilias: Übertragen von Raoul Schrott. Sich mit der eigenwilligen Orthographie anzufreunden, der Sprache der Gosse, der Kraftausdrücke - Schrott hat insgesamt eine wortgewaltige Nachdichtung geschafft, die dem Original in der Struktur zwar klar folgt, aber mit den unterschiedlichen Sprachqualitäten, welche die damals ebenso differenzierten Lebenswelten nachahmen sollten.

Der italienische Autor Alessandro Barocci hat in seiner soeben auf Deutsch erschienenen Nacherzählung So sprach Achill: Die Ilias nacherzählt von Alessandro Baricco die Götter aus dem Epos verbannt und den Helden ein menschliches Antlitz verliehen. Sie leiden, lieben - und morden nicht nur, wie es bei den alten und modernen Übersetzungen auf den ersten Blick erscheinen mag. Er tut dies so, dass wir, heutige Leser, in unserer Sprache mit unseren Erfahrungen die Stimmung, die Gefühle der Helden aus längst vergangenen Zeiten wahrnehmen und "mitleiden" können.
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