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Die Ideenmaschine: Methode Statt Geistesblitz - Wie Ideen Industriell Produziert Werden [Gebundene Ausgabe]

Nadja Schnetzler
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wie entstehen gute Produktideen? Ganz einfach, sagt die Schweizer Unternehmerin Nadja Schnetzler: Man nehme die Manager einer Firma, dazu einige Experten von außen und konfrontiere die Insider mit Jugendlichen, die vom Thema nichts verstehen. Der Effekt: Schräge Blickwinkel zersägen den Grauschleier. Und dann kann es losgehen: Jetzt werden so viele Ideen wie möglich geboren, später wird verdichtet, verdampft und gefiltert. Wie in der Chemiefabrik entstehen am Ende neue Produkte. Kreativität ist hierfür nicht mehr gefragt. Innovation entsteht eher aus dem Aufeinanderprallen möglichst vieler Erörterungslagen.

Die Autorin, die als Pionierin der industriellen Ideenproduktion gilt, setzt auf Prozesse, die sehr viele Leute als Ideengeber mit einbindet. Ihr Prinzip, Ideen am Fließband zu produzieren, scheint ganz einfach: Wie im materiellen Produktionsprozess gibt es Know-how, Werkzeuge und Maschinen. Entscheidend ist zu wissen, an welchem Punkt des Produktionsprozesses man welche Werkzeuge einsetzt und welche Personen einbezieht. Schnetzler macht deutlich, dass wenn Unternehmen unter sehr großem Innovationsdruck stehen, es eben nicht mehr genügt, auf die Inspiration zu warten, sondern es erforderlich ist, sich auf einen klar strukturierten Prozess einzulassen. Der beinhaltet neben den drei Hauptphasen Ideenbeschaffung, Filterung und Umsetzung auch die Steuerung und das Management der Ideen. In Zeiten, in denen neue Inputs, neue Fragen, neue Sichtweisen händeringend gesucht werden, ist ihr Buch eine mehr als spannende Lektüre, die zeigt, dass ein festgelegter Prozess die Kreativität nicht einengen muss.

Schnetzler sieht sich als Dienstleister, die den Prozess der Ideenentwicklung entschlüsselt hat und ihn weit vom unsystematischen, selbst gestrickten Image positioniert wissen will. So nimmt die Idee quasi den Status eines Rohmaterials an, das in hoher Stückzahl gefördert werden muss, um sich dann die Perlen herauspicken zu können. Durchaus vorstellbar, dass Grundmechanismen in jedem Unternehmen anwendbar sind und damit die Effizienz von Innovationsprozessen gewaltig steigen könnte.

Mit ihrem Buch legt Schnetzler interessantes Know-how offen, auch weil sie sich sicher ist, dass es Sinn macht, nicht nur Wissen, sondern auch Ideen zu teilen. Denn nur so, das ist ihre Überzeugung, haben wir langfristig eine Chance. --Petra Günzel

manager magazin 3/2004

Management: Eine praxisnahe Anleitung zum Innovationsprozess in Unternehmen.

Gute Ideen wie am Fließband herstellen Woran erkennt man eine gute Idee? Wichtiger noch: Wie kommt man überhaupt auf eine gute Idee? Das sind Fragen, die jeden umtreiben, der an verantwortlicher Stelle in einem Unternehmen sitzt oder gar eines leitet. Einige wirklich gute Antworten darauf kommen aus der Schweiz, genauer von Nadja Schnetzler, die 1989 in Biel das Unternehmen BrainStore mitgründete. Schnetzlers Firma hat sich der industriellen Produktion von Ideen verschrieben. In ihrem im März erscheinenden Buch stellt die Autorin die Konzepte vor, mit denen sie und ihre Mitarbeiter den Kunden von BrainStore nach dem Prinzip Methode statt Geistesblitz zu tollen Einfällen verhelfen. Der Reiz dieser leicht lesbaren Anleitung zur Innovation liegt darin, dass Schnetzler stets an konkreten Beispielen darlegt, wie man im Unternehmen planvoll und zielgerichtet auf gute Ideen kommt. So erklärt sie zum Beispiel genau, welche Mitarbeiter oder externen Berater in ein Team gehören, das neue Produkte oder Slogans ausbrüten soll. Dass die Autorin hin und wieder etwas zu ausführlich aus den Gründerzeiten ihres eigenen Unternehmens erzählt, stört zwar ein wenig, schmälert aber nicht den Erkenntniswert des Buchs.

© manager magazin - Vervielfältigung nur mit Genehmigung


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Spannend, allerdings Umsetzung nicht leicht., 11. Juli 2006
Von 
Timo Off (Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Ideenmaschine: Methode Statt Geistesblitz - Wie Ideen Industriell Produziert Werden (Gebundene Ausgabe)
Brainstore klingt in den Ohren von hauptberuflich kreativen Menschen wie ein Mekka, das man einmal erlebt haben muss. Brainstore ist wirklich eine (schweizer) Ideen-FABRIK, in der Ideen am Fließband, in großer Zahl, für große Kunden und zu einem stolzen Preis hergestellt werden.

Warum das alles so ist und warum es reibungslos funktioniert, das erfahren Sie in dem Buch der Gründerin des Brainstores: Nadja Schnetzler hat mit "Die Ideenmaschine" ein Unternehmensportrait zusammengestellt, das auch ein prächtiges Stück Selbst-PR ist.

Um es kurz zu machen: Nadja Schnetzler hält sich an Linus Paulings Spruch:

"Der beste Weg eine gute Idee zu haben, ist viele Ideen zu haben."

Im Brainstore wird nicht an einer Frage herumgedoktert, sondern mit brute-force-Methodik eine unglaubliche Fülle produziert. An einem Projekt arbeiten meist viele Schüler oder Studenten oder Experten, die eine riesige Menge an (Ideen-)Material sammeln. In den Teilbereichen sind die Teilnehmer (fast) nie über den Überblick informiert, sondern denken intensiv und ausschließlich über ihre Teilfrage nach.

Alle Schritte im Ideen-Prozess erhalten schicke englische Namen und in diesem Buch erhält jeder Schritt ein eigenes Kapitel. Schnetzler kann dabei aus einer Fülle von Beispielen aus 15 (?) Jahren Brainstore-Arbeit schöpfen. Langweilig wird's beim Lesen nicht!

Allerdings ist die Möglichkeit, die Tipps umzusetzen, gering: wer hat schon 200 Schüler zur Verfügung, mit denen er brainstormen kann? Während der Lektüre dachte ich öfter: Aha, so wird also in der Schweiz ein Ideenprozess professionell geleitet. Aber im kleinen Kreis mit vielleicht 10-15 Teilnehmern lassen sich nur wenige Tipps direkt umsetzen.

Ganz nett ist die kleine Seite zum Buch auf Brainstore.ch, die semi-aktuelle Links und ein paar Buchtipps bietet.

Fazit: Nadja Schnetzler hat mit der "Ideenmaschine" ein schönes , 220 Seiten dickes Buch geschrieben, in dem sie ihre Arbeitsweise vorstellt (was wirklich faszinierend ist). Die Möglichkeit, ihre Techniken ein- und umzusetzen ist allerdings gering.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Überraschend nützlich!, 21. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Ideenmaschine: Methode Statt Geistesblitz - Wie Ideen Industriell Produziert Werden (Gebundene Ausgabe)
Die These: Gute Ideen müssen nicht den Geistesblitzen einzelner Kreativer entspringen, sondern können auch wie am Fließband produziert werden, wie man Schokolade oder Schuche produzieren kann - vorausgesetzt man kennt den Prozess und die Methoden.
Gute Ideen kann also jeder entwickeln? Was zunächst wie eine gewagte These oder grobe Vereinfachung daherkommt, entpuppt sich schon nach wenigen Seiten als eine ernsthafte Grundlage, auf der in der Folge gezeigt wird, wie es geht. Mich hat die Autorin überzeugt: Industrielle Ideenproduktion macht Sinn - und ist breit anwendbar, in praktisch jedem Unternehmen.
Ihre Firma Brainstore (Biel, Schweiz) produziert seit vielen Jahren mit diesem Prozess- und Methodenmodell, der "Ideenmaschine", Ideen für weltbekannte Unternehmen, von einigen Projekten erzählt sie im Buch. Mich hat erstaunt, wie offen Nadja Schnetzler aus dem Nähkästchen plaudert und wieviel sie preisgibt von der geistigen Grundlage ihres Unternehmens.
Ich glaube, jeder Leser wird etwas mitnehmen von diesem Buch, man muss während des Lesens unwillkürlich über das eigene Unternehmen nachdenken und findet mit Sicherheit Ansatzpunkte, etwas im Produktmanagement oder im Marketing zu verändern. Selten ein derart pfiffiges, solide gemachtes, überraschendes und nützliches Buch gelesen.
Florian Langenscheidt im Vorwort: "Ich wünsche Ihnen einen guten Hunger auf dieses ungewöhnliche Buch!" Dem schließe ich mich an. Fünf Punkte.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannender Einblick in die Ideenwerkstatt, 13. Oktober 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Ideenmaschine: Methode Statt Geistesblitz - Wie Ideen Industriell Produziert Werden (Gebundene Ausgabe)
In Werbe- und PR-Agenturen sind Ideen etwas ganz Alltägliches. Sie entstehen als geniale Einzelleistungen eines Kreativen, im Austausch von Texter und Art Director oder im Teamwork beim Brainstorming. Alles Ideenfindungsprozesse, die funktionieren. Aber zeigen sie auch den besten, den günstigsten und kürzesten Weg zum Ziel? Nadja Schnetzler meint: Nein. Sie ist Gründerin der Schweizer Ideenfabrik BrainStore und behauptet, die besten Ideen wie am Fließband industriell herstellen zu können.

Was sich anhört, wie eine sanfte Provokation, wird beim Lesen des Buches mit jeder Seite plausibler. Es sind zwar mehr oder weniger die üblichen Tools der Ideenfindung, die sie uns vorstellt. Aber wir merken, entscheidend ist die professionelle Durchführung des gesamten Ideenfindungsprozesses. Je konsequenter die verschiedenen Phasen der Ideenfindung voneinander getrennt, je sorgfältiger und professioneller jede Phase bearbeitet wird, desto wahrscheinlicher wird, dass am Ende eine erfolgreiche Idee herauskommt.

Nehmen wir nur mal das Briefing. Ohne ein glasklares Briefing wissen die Ideensucher nicht, was sie ermitteln sollen. Ohne Briefing weiß der Auftraggeber nicht , wie er die Ergebnisse bewerten soll. Und ohne Einbeziehung der späteren Entscheider werden die später generierten Ideen allzu häufig abgeschmettert. Außerdem tabu sind Briefings, die einfach zu viel enthalten. Ihr Extratipp: versteht ein Zwölfjähriger das Briefing? Dann geben Sie grünes Licht.

Das Besondere an der BrainStore-Methode ist die Mischung des Creative Teams, der Gruppe der eigentlichen Ideenfinder. Eines Teams das mit Hilfe von Brainstormings oder anderen Kreativtechniken in wenigen Stunden Hunderte oder Tausende von Ideen produzieren soll. Dabei mischt sie Experten von Kundenseite, mit Jugendlichen aus der großen BrainStore Kartei. Das Zusammenprallen der Welten verrückt Blickwinkel und Maßstäb, macht laterales Denken und unkonventionelle Lösungen erst möglich. Insider und Outsider sammeln die Rohideen. Das funktioniert, rasend schnell, wie sie anhand zahlreicher Beispiele beweist.

Ideen sind für alle da. Ideen, die so einfach produziert werden können, müssen nicht ängstlich behütet werden. Nadja Schnetzler plaudert daher offen aus dem Nähkästchen. Neben dem altbekannten Brainstorming kommen in ihrer Firma auch Techniken wie Brain Writing, Brain Station, Brain Racing oder Brain Charting zum Einsatz. Allesamt passend für den Agentur-Werkzeugkoffer.

Doch der Herstellungsprozess geht weiter. Nach der Ideenfindungsphase folgt die Verdichtung und schliesslich die Ideenselektion. Welche Idee macht das Rennen? Was stellen wir dem Entscheider vor? Auch hier stellt sie eine Vielzahl von Werkzeugen vor, die sicherstellen sollen, dass nicht subjektive Befindlichkeiten oder spontane Mehrheitsbekundungen doch noch einer schlechten Idee aufs Podest verhelfen.Nur das Beste zählt. Erst dann geht es zum Kunden.

Ideen können erst wirken, wenn sie verkauft werden. Wie man die Ideen für die Präsentation aufbereitet, wie am Ende professionelle Texter und Layouter zur Darstellung der Ideen eingesetzt werden und wie man seine Auftraggeber auf die finale Präsentation einstimmt  auch dies findet sich in diesem Ratgeber.

Fazit: Beinahe wäre mir das Wort Pflichtlektüre entfahren. Aber das wird einem Buch, das mit Hilfe zahlreicher Fallbeispiele und Anekdoten so unterhaltsam daherkommt, gar nicht gerecht. Die Ideenmaschine ist eine Spaßlektüre, die Sie an einem Wochenende lesen und Ihren Mitarbeitern in die Hand drücken können. Schlagen Sie darin nach, wenn Ihre Brainstormings an einem toten Punkt angekommen sind. Oder wenn Sie das unheimliche Gefühl beschleicht, an Ihrem Ideenentwicklungsprozess noch eine ganze Menge verbessern zu können. Ja, ich weiss: Das Buch ist eine gekonnt in Buchdeckel gekleidete PR-Broschüre der Firma BrainStore. Aber auch die derzeit beste Anleitung für Ideensucher überhaupt.
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